Autor: stralsund

  • Meine Meinung – Deine Meinung

    Es ist schwer in diesen Zeiten nicht verletzt zu sein. Resilienz und Robustheit einzelner Individuen, eingewoben in einem Kokon ihrer Wünsche, verlieren an Wirkkraft. Die Deutungshoheit liegt jetzt bei den Domänen einzelner gut vernetzten und monitär versorgten Gruppen, Parteien, Verbänden. Medien streiten darüber, wen sie in ihren Publikationen und Auftritten Präsenz bieten dürfen und wen sie doch lieber tot schweigen. (Mauern werden anstatt sie zu beseitigen, immer höher gebaut.)

    Medien mit ihrer Königsdisziplin eine 4. Gewalt im Staat zu präsentieren, ihrer besonderen Aufgabe, Dinge zu recherchieren und an die Öffentlichkeit zu bringen, stutzen ihre Flügel andauernd selbst. Die Fragen, was gesagt werden darf und was veröffentlicht werden soll und was eben nicht, die hierzu benutzten Filter werden in ihrer Sieb Funktion immer engmaschiger.

    Ausnahmen findet man löblicherweise immer wieder. Manche Streitigkeiten werden dankenswerterweise über unsere Judikative auch immer wieder zu ungunsten macher verletzten Streithähne entschieden. Hier scheint unsere Demokraie und unser Grundgesetz und der Schutz und die Enfaltung von Personen und manch kontrovers denkender Gruppen, noch Raum zu bieten.

    Da der Verfasser dieser Zeilen aber leider auch immer mehr an resilientem Vermögen verliert, kann sich auch bei ihm die “Angst” immer mehr ausbreiten. Die “Angst” ist aber das Mittel der Herrschenden schlechthin (die Welt geht unter, wenn ihr nicht …), die Selbstbestimmung wird ausgeschaltet. Menschen die mit zunehmendem Alter immer mehr resignieren und dann zynisch werden, haben aufgegeben. Aber was haben sie aufgegeben? Hierzu sollte Jeder für eine Antwort eine Zeitreise wagen, sowohl in seine Jugend wie auch in sein zukünftiges Greisenalter.

    Ich hoffe, das die Kultur von Pro und Contra Diskussionen, eine gepflegte, ehrenwerte Erfindung unserer griechischen Erfinder der Demokratie, in 2025 wieder mehr in unseren Medien veröffentlicht werden.

    In diesem Sinne wünche ich Allen ein schönes und wunderbares 2025.

    TM

  • Zukunftspreis Stralsund: Die Gewinner stehen fest

    Die Hochschule und Hansestadt Stralsund haben am 21. November erstmalig gemeinsam den Zukunftspreis verliehen. Bei der Premiere für diesen neuen Wettbewerb unter der Motto „Zukunft Stralsund – digital gemeinsam gestalten“ wurden in den drei Kategorien Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft Preise vergeben, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert waren und von der IHK zu Rostock, der Hochschule Stralsund und der Hansestadt Stralsund gestiftet wurden.

    Gewinner in der Kategorie Zivilgesellschaft ist die SHV Handball GmbH Stralsund. Im Bereich Wirtschaft gewannen Angela Seibert und William Will mit einem Projekt zur 3D-Fertigung. Die Kategorie Wissenschaft konnte die unseKinder gGmbH mit digitalen Bildungslösungen zur Bewältigung des Fachkräftemangels für sich entscheiden.

    „Aus ein paar Gedanken in dieselbe Richtung ist ein ganz neues Format für Stadt und Hochschule geworden“, so Hochschul-Rektor Prof. Dr. Ralph Sonntag anlässlich der Preisverleihung. „Wir wollen gemeinsam eine Ideenschmiede sein für zivilgesellschaftliche Ideen, wirtschaftlich relevante und solche aus dem akademischen Raum. Wir wollen gemeinsam die Zukunft unserer Stadt denken.“ 

    Die Laudationen hielten Prof. Dr. Gero Wedemann, Leiter des Institute For Applied Computer Science (IACS) an der Hochschule (Kategorie Wissenschaft), Steffi Behrendt, Amtsleiterin für Kultur, Welterbe und Medien der Hansestadt Stralsund (Kategorie Zivilgesellschaft), sowie Torsten Grundke, Vizepräsident der IHK zu Rostock (Kategorie Wirtschaft). 

    In ihrer Laudatio auf den Stralsunder Handballverein SHV hob Steffi Behrendt hervor: „Was mit der Liebe zum Handball begann, hat sich zu einer Bewegung entwickelt, die Stralsund als Stadt des Miteinanders und der gemeinsamen Verantwortung stärkt.“ Zudem zeige der SHV „mit Initiativen wie der Spendenaktion zugunsten des Kinder- und Jugendhospizes oder der Unterstützung geflüchteter ukrainischer Sportler, wie gelebte Solidarität aussehen kann“. Und sie betonte: „Der SHV setzt den Teamgedanken nicht nur im Sport, sondern auch in der Gesellschaft um, indem er einen engen Zusammenhalt zwischen Spielern, der Vereinsführung und der Stadtgesellschaft fördert.“ 

    Prof. Dr. Gero Wedemann wiederum stellte in seiner Laudatio fest, dass „unseKinder weit mehr ist als eine Kita oder eine Schule – Es ist ein lebendiger Ort des Miteinanders, ein Raum, der Neugier entfacht, Talente entfaltet und Kinder als Gestalter ihrer Welt begreift“. Er betonte: „Der Kinder- und Jugendcampus hat nicht nur Stralsund bereichert, sondern setzt Maßstäbe für ganz Deutschland. Er zeigt, wie wir Bildung neu denken können: als Brücke zwischen Generationen, als Werkzeug für Chancengleichheit und als Schlüssel zu einer nachhaltigeren Zukunft.“ Und mit Blick in die Zukunft sagt er: „Durch digitale Kompetenzförderung, KI-gestützte Lernanwendungen und offene Lernformen schafft der Campus einen Lernraum, der nicht nur modern, sondern auch individuell ist – einen Raum, in dem jede und jeder den eigenen Weg gehen darf.“ 

    Torsten Grundke hob in seiner Laudatio in der Kategorie Wirtschaft hervor: „Mit ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft sind Frau Seibert und Herr Will ein Gewinn für unsere Region. Sie zeigen, wie wir gemeinsam die Zukunft von Stralsund und darüber hinaus gestalten können. Dieses Projekt erfüllt alle Kriterien der Kategorie „Wirtschaft“ in herausragender Weise: Es hat einen starken Einfluss auf die Region, bietet eine hohe Übertragbarkeit – gerade für kleine Unternehmen – und trägt zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung bei. Das Team hat gezeigt, wie technisches Fachwissen und unternehmerisches Denken zusammenwirken können, um Innovationen zu schaffen, die wirtschaftlich und ressourcenschonend zugleich sind.“

    Im Anschluss gab es einen regen Austausch zwischen allen Beteiligten zu Zukunftsthemen und zu den vielfältigen Ideen der Bewerberinnen und Bewerber des Zukunftspreises. Sie präsentierten ihre Projekte auf Bannern und Präsentationswänden im Audimax.

    Für Dr. Sonja Gelinek, Senatorin und 2. Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, steht bereits jetzt fest: „Schon mit diesem ersten Wettbewerb haben wir gesehen, welches Potenzial wir in unserer Stadt und auch außerhalb haben, um Ideen für Stralsunds Zukunft zu entwickeln. Das bestärkt uns darin, den Zukunftspreis von Hochschule und Hansestadt langfristig zu etablieren.“

    Die Gewinner im Porträt


    Kategorie Zivilgesellschaft
    SHV Handball GmbH Stralsund: Sei Teil des Teams

    Seit Januar 2023 hat sich der Stralsunder HV (SHV Handball GmbH Stralsund) unter der neuen Leitung von Steffen und Doreen Fischer stark weiterentwickelt. Im Fokus stehen dabei nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch wirtschaftliches Wachstum. 
    Der SHV setzt auf professionelle Strukturen und baut ein starkes Netzwerk mit regionalen Unternehmen auf, um wirtschaftliche Synergien zu schaffen. Durch gezielte Partnerschaften und den „SHV-Business-Club“ werden der gewinnbringende Austausch und die Zusammenarbeit in der Region gefördert. Gleichzeitig zeigt der SHV große soziale Verantwortung durch Spendenaktionen und Projekte zur Jugendförderung, die den Zusammenhalt und die Integration in der Gemeinschaft stärken. 
    Ziel ist es, die 1. Männermannschaft bis 2030 in der 2. Handball-Bundesliga zu etablieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Stärke der Region sowie das soziale Engagement nachhaltig zu fördern. 


    Kategorie Wirtschaft
    Projekt zur 3D-Fertigung

    Das Projekt zielt darauf ab, die Fertigung von Bauteilen im 3D-Druck-Verfahren Fused Deposition Modeling (FDM) durch Optimierung der Schichthaftung zu verbessern. Im Fokus steht eine Anwendung, die auf Basis gesammelter Daten Bauteile simuliert und Konstruktionen optimiert. Zugproben sollen entwickelt werden, um Einflussfaktoren wie Drucktemperatur oder Abkühlung besser zu verstehen. 
    Die Daten fließen in Materialmodelle ein, die zur genaueren Belastungsanalyse (FEM) genutzt werden. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz sollen die Erkenntnisse weiter automatisiert und zur Prozessoptimierung verwendet werden, um präzisere Vorhersagen und kostenoptimierte Fertigung zu ermöglichen. Zielgruppe sind Unternehmen, die FDM-Druck nutzen. 

    Kategorie Wissenschaft 
    Digitale Bildungslösungen zur Bewältigung des Fachkräftemangels

    In einer Zeit, in der der Fachkräftemangel insbesondere im Bildungssektor immer akuter wird, präsentiert der Kinder- und Jugendcampus Stralsund der unseKinder gGmbH eine zukunftsweisende Lösung, die nicht nur den Mangel an qualifizierten Lehrkräften adressiert, Unterrichtsausfall reduziert, sondern auch die Bildungsqualität nachhaltig verbessert. Durch die innovative Kombination von digitalen Bildungsangeboten und dem Einsatz von Fachlehrern aus anderen Bundesländern oder sogar aus dem Ausland, entsteht ein flexibles und effizientes Bildungssystem, das sich an die Bedürfnisse der Schüler und die Verfügbarkeit von Lehrkräften anpasst.

  • Nikolai-Markt im Johanniskloster zum 3. Advent

    Die Hansestadt Stralsund lässt eine der ältesten Adventstraditionen in Norddeutschland wieder aufleben. Im Mittelalter war der Heilige Nikolaus Schutzpatron der Seefahrer und Händler und so auch Schutzpatron der Hanse. Bereits 1512 wurde ihm zu Ehren in Stralsund ein Nikolai-Markt im Advent abgehalten. Damit hat unsere Hansestadt den nachweislich ältesten Weihnachtsmarkt an der Ostsee. Das Originaldokument dazu wird im Stadtarchiv aufbewahrt.

    Ein mittelalterlicher Brauch in mittelalterlichem Ambiente

    Am dritten Adventswochenende – 14. und 15. Dezember – wird die Stralsunder Stadtwache vom Stralsunder Traditionsverein im Johanniskloster diese Tradition wiederaufleben lassen.
    „In diesem ersten Jahr wollen wir im kleinen Rahmen mit ein paar gemütlichen Ständen beginnen“, so Birger Kuhls von der Stadtwache. „Wir hoffen aber, dass sich dieser Markt in den kommenden Jahren zu einer beliebten Familienattraktion in der Hansestadt entwickelt.“ 
    Besucherinnen und Besucher erleben Walking-Acts der Stadtwache, Weihnachtsliedersingen zur Laute, jeweils um 15 Uhr eine lebendige Krippe und – vielleicht gibt sich auch der Heilige Sankt Nikolaus selbst die Ehre. Auch für das Kulinarische ist gesorgt. 

    “Mittelalterliche Händler können sich noch spontan melden und wir freuen uns über alle, die in passendem Gewand erscheinen“, schaut Frederik Burghardt von der Stadtwache Stralsund auf die Neuauflage der Tradition von 1512 voraus.

    Johanniskloster künftig für die Öffentlichkeit zugänglich

    Machbar  wird das Ganze durch die schrittweise Öffnung des Klosters im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. Seit 2012 war es aus baulichen Gründen geschlossen. Bereits jetzt finden Führungen über das über 800-jährige Areal statt, ab 2025 zeigt sich der Rosengarten Dank bürgerschaftlichen Engagements in neuer Pracht, die Chorruine wird ab nächstem Sommer im wahrsten Sinne des Wortes wieder bespielt.

    Jetzt erst einmal öffnet sich das Tor zum Johanniskloster an der Külpstraße am 14. und 15. Dezember für den Nikolai-Markt. So bietet der Stralsunder Weihnachtsmarkt an diesem Wochenende sogar einen vierten Standort speziell für Mittelalterfans und Familien.

    Bei der Gelegenheit kann auch gleich besichtigt werden, mit welchen technischen Mitteln es gelungen ist, die Kirchenschiffwand zur Külpstraße zu stabilisieren. Bis auf wenige Restarbeiten soll bis zum 3. Advent alles fertig und beräumt sein, so dass das Areal an diesem Wochenende in Beschlag genommen werden kann. Für den Nikolai-Markt, dessen Ursprung in Stralsund auf das Jahr 1512 zurückgeht.

    Pressekontakt für den Nikolai-Markt: 
    Birger Kuhls, Stralsunder Traditionsverein
    mobil 0179 1042 357

  • Landesstiftungstag im Stralsunder Rathaus

    MV-Stiftungen leuchten

    Der Leuchtturm war das Symbol des diesjährigen Landesstiftungstages. Über 70 Stiftungsverantwortliche kamen im Stralsunder Rathaus zusammen, um sich auszutauschen, wie Stiftungen sichtbarer für die Gesellschaft werden können. „Stiftungsarbeit ist Arbeit im Non-Profit-Bereich. Sie wird sehr oft ausschließlich ehrenamtlich geleistet. Diese Menschen aus allen Generationen brauchen wir, um das Leuchtfeuer im Leuchtturm am Brennen zu halten.“  So Sebastian Kriedel, der Vorsitzende des Landesnetzes der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern, in seiner Eröffnungsrede. 

    Unter den 188 im Lande registrierten Stiftungen haben viele durchaus Leuchtkraft. Zum Beispiel das Stralsunder Ozeaneum, das Kunstmuseum Ahrenshoop, das Pommersche Landesmuseum, die Rostocker Heimstiftung, der Michaelshof, die Schulstiftung der Evangelischen Kirche oder die Succow-Stiftung. Andere wie die Bürgerstiftungen leuchten eher lokal oder für ganz spezielle Anliegen. Mehr Leuchtkraft verspricht sich der Stiftungstag von vier Ansätzen. 

    Mehr Zustiftungen und Erbschaften sollen die Finanzen stützen. Unternehmer sollen verstärkt für das Stiften gewonnen werden. Es soll deutlicher werden, wie interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger in Stiftungen mitarbeiten und Verantwortung übernehmen können. Schließlich soll sich das Stiftungswesen aktiver für Jugend und gesellschaftlich benachteiligte Gruppen öffnen.

    Als Ansprechpartner für Neugierige bietet Vorsitzender Sebastian Kriedel das Landesnetz der Stiftungen in MV an. Den festlichen Abschluss fand die Veranstaltung mit einem Empfang der Landesregierung im wiedereröffneten Meeresmuseum – eine der großen Stiftungen des Landes.

    Über das Landesnetz der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern e. V.

    Das Landesnetz der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern e. V. engagiert sich seit über zehn Jahren für die Förderung und Vernetzung von Stiftungen in der Region. Als Plattform für Austausch, Beratung und Fortbildung bietet es Stiftungen und Gründungsinteressierten gezielte Unterstützung und setzt sich aktiv für ein stiftungsfreundliches Umfeld ein. Durch Veranstaltungen wie den Landesstiftungstag, Informationsangebote und Öffentlichkeitsarbeit stärkt das Landesnetz die Sichtbarkeit und Bedeutung des Stiftungswesens in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus.

    Sebastian Kriedel

    (Vors.)

    Geschäftsstelle
    Schliemannstraße 2
    19055 Schwerin

  • LesBar im November:

    Tyll“ von Daniel Kehlmann

    Wenn am 6. November die LesBar um 19 Uhr zur nächsten Veranstaltung einlädt, dann liest der Chefdramaturg des Theaters Vorpommern Dr. Joris Löschburg aus „Tyll“ von Daniel Kehlmann.

    Nach der Hinrichtung seines Vaters als Hexer, flieht der junge Tyll Ulenspiegel aus seinem Dorf und zieht von da an als Gaukler, als anarchistischer Spaßmacher durch ein Land, in dem der Dreißigjährige Krieg tobt, der halb Europa verwüsten wird. In einer vom Aberglauben geprägten Welt begegnet Tyll einfachen Leuten aus dem Volk und historischen Persönlichkeiten wie dem Schwedenkönig Gustav Adolf. Er wird Hofnarr, gerät in Schlachten, verschwindet und taucht  wieder auf. An ganz unterschiedlichen Orten, in verschiedenen Jahrzehnten. – 

    Ein sprachmächtiges, packendes, sachkundiges und faszinierend modernes Epos über einen Narren in einer aus den Fugen geratenen Welt.


    Gelesen von Dr. Joris Löschburg im Rahmen der Kooperationsreihe “LesBar” von Theater Vorpommern und Stadtbibliothek Stralsund.

    Stadtbibliothek Stralsund l 6. November l 19:00 Uhr

  • »Der Gang vor die Hunde«

    Am Donnerstag, den 10. Oktober um 19 Uhr trifft sich der Literaturkreis Stralsund zur Buchbesprechung von Erich Kästners Roman »Der Gang vor die Hunde« in der Stadtbibliothek Stralsund.
    Es handelt sich dabei um die Rekonstruktion der Urfassung des Romans »Fabian«, 1931 erschienen. “Sein wichtigster Roman”, sagt Katharina Döbler von rbb Kultur über Kästners Roman. Kästner selbst sagte dazu: “Dieses Buch ist nichts für Konfirmanden, ganz gleich, wie alt sie sind.”

    In “Der Gang vor die Hunde” erzählt Erich Kästner die Geschichte des arbeitslosen Germanisten Jakob Fabian, der im Berlin der späten 1920er Jahre versucht, seinen moralischen Idealen treu zu bleiben, während um ihn herum eine dekadente und korrupte Gesellschaft zerfällt. Fabian erlebt die politischen und sozialen Missstände der Weimarer Republik hautnah, verliert aber zunehmend seinen Lebensmut. Letztlich scheitert er an seiner Passivität und dem Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Entwicklungen seiner Zeit. 

    Der Literaturkreis Stralsund ist eine offene Gruppe von Lesebegeisterten und Bücherfreundinnen und Bücherfreunden, die sich monatlich zum Büchergespräch treffen. Die Stadtbibliothek Stralsund ist dabei Kooperationspartner. 
    In gemeinsamen Leserunden wenden sie sich neuer und klassischer Literatur zu und schauen dabei über den Tellerrand der eigenen Büchervorlieben hinaus. Ziel ist es, Begeisterung fürs Lesen und die Literatur zu schaffen. 

    Eingeladen sind alle, die sich über den Roman austauschen wollen.
    Der Eintritt zur Veranstaltung am 10. Oktober, 19:00 Uhr ist frei.

    Grafik: Literaturkreis

  • “Gemeinsam sind wir unerträglich”

    “Gemeinsam sind wir unerträglich”. Die unabhängige Frauenbewegung in der DDR.

    Vom 16. bis 27. September ist im STRELAPARK eine Ausstellung der Agentur für Bildung, Politik und Geschichte e.V. in Kooperation mit dem STRELAPARK und der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Stralsund zu sehen.
    Die Ausstellung präsentiert erstmals in dieser Form die nichtstaatliche DDR-Frauenbewegung aus Sicht der Akteurinnen.
    Laut Verfassung der DDR von 1949 waren Frauen Männern gleichgestellt, die Gleichberechtigung galt als programmatischer Anspruch, der politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich durchgesetzt  werden sollte. Auf dem 8. Parteitag der SED 1971 verkündete Erich Honecker, dass die Gleichberechtigung der Frau nun erreicht sei. So galt dieser Anspruch als verwirklicht und als Teil sozialistischer Doktrin, an der nicht kritisiert oder gezweifelt werden durfte. 

    Die Ausstellung erzählt in vier Kapiteln die Geschichte DDR aus geschlechtersensibler Perspektive. Sie ist geeignet, die Situation von Frauen in der DDR kritisch und differenziert zu betrachten und Bezüge zu heutigen Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen zu finden. 
    Die Bewegung hatte großstädtisch geprägte Zentren in den damaligen DDR-Bezirken des heutigen Sachsen, Thüringen und in Ost-Berlin. Sie fand aber auch in entlegeneren Orten und Regionen in den damaligen drei Nordbezirken des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns oder dem heutigen Brandenburg statt. 

    Die Ausstellung zielt darauf ab, diese Entwicklung in einem DDR-weiten Ansatz darzustellen. So wird für die nichtstaatlichen Frauengruppen in der DDR von einer sozialen Bewegung gesprochen − die Erzählungen (das Narrativ) der Ausstellung begründen, warum.
    https://agentur-bildung.de/wanderausstellung-frauenbewegung-in-der-ddr/

    Frauenbewegung-Plakat- Aussstellung-DDR
    Frauenbewegung-Plakat- Aussstellung-DDR
  • Aktionstage des “MobiHUB Stralsund”

    6. und 7. September: Aktionstage Altstadt | MobiHUB Stralsund

    Am Freitag, den 06. und Samstag, den 07. September finden in der Stralsunder Altstadt Aktionstage statt. In vier Straßenräumen – Mühlenstraße, Fährstraße, Heilgeiststraße und Mönchstraße – werden elf Aktionen durchgeführt. Sie zeigen, wie die Altstadt aussehen und belebt werden könnte, wenn das Parken anders organisiert wird.
    Offiziell eröffnet werden die Aktionstage durch den Oberbürgermeister Alexander Badrow am Freitag, den 6. September um 15.00 Uhr in der Mühlenstraße. Daran schließt sich ein Rundgang durch alle vier Straßenabschnitte, begleitet durch das Straßentheater “Grotest Maru” (siehe separater Text), an. Eine Ausstellung, zu der Führungen angeboten werden, informiert über das Gesamtprojekt.

    Die Aktionstage sind Teil des Gesamtprojektes “MobiHUB Stralsund”, welches aus Mitteln des Bundesprogramms “Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren” und der Hansestadt Stralsund finanziert wird. 
    Die elf Aktionen bilden zusammen ein vielseitiges Programm über die beiden Tage hinweg. Es reicht von temporären Kreativ- und Spielorten für Erwachsene und Kinder über Musik- und Tanzaufführungen bis hin zu öffentlichen Lesungen. In vier Straßenräumen laden Sitzgelegenheiten zum Aufenthalt ein, einige Abschnitte werden individuell begrünt. Mit dabei sind u. a. das STRALSUND MUSEUM und das Meeresmuseum, Perform(d)ance und das Atelier Sarah Kunze.  Alle Aktionen sind kostenfrei und zur Teilnahme offen.

    Einzelheiten zum Programm finden Interessierte im Programmflyer. Die genauen Straßenabschnitte sind:

    • Mühlenstraße (zwischen Mönchstraße und Alter Markt)
    • Fährstraße (Ecke Schillstraße)
    • Mönchstraße (vor dem Meeresmuseum und dem STRALSUND MUSEUM) 
    • Heilgeiststraße (zwischen Mönch- und Ossenreyerstraße)

    Die Straßenabschnitte sind während der Aktionstage für den motorisierten Verkehr gesperrt.

    INFO MobiHUB Stralsund
    Parallel zu den möglichen Veränderungen im Straßenraum wird geprüft, ob im Quartier 9 an der Mühlenstraße auf dem Dach des Parkhauses Meeresmuseum ein MobiHUB (Mobility-Hub) gebaut werden kann. Viele Anwohnerinnen und Anwohner der Altstadt könnten dort dauerhaft einen Parkplatz mieten. Durch die Verlagerung von Anwohnerstellplätzen könnten dann einige Straßenabschnitte vom parkenden Verkehr entlastet werden.
    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.stralsund.de/mobihub.

    “Grotest Maru”
    Zur Eröffnung der Aktionstage möchte das Straßentheater “Grotest Maru” eine ortsspezifische Version ihres neuen Stückes GloBALL für Stralsund entwickeln.
    Fokus liegt auf der Fragestellung: Wie können wir den Stadtraum bespielen, neu nutzen, einem Publikum aller Generationen als Ort der Begegnung eröffnen und neue Sichtweisen auf die Stadt aufzeigen.
    Alle vier Orte der Aktionstage werden von GloBALL verbunden, so dass die Inszenierung wie ein Blitzlicht durch die Stadt zieht. Dabei lassen wir interaktive Szenen mit dem Publikum entstehen, so dass der urbane Raum als Ort einer gemeinsamen, poetischen Leichtigkeit erlebt wird, die durchaus auch Tiefgang und Ansatz zu gemeinsamem Diskurs bietet.  

  • Einladung zur “Wir und KI”

    gerne möchten wir, – der MakerPort Stralsund, die Project Bay Lietzow und die Hochschule Stralsund – alle Interessierten am 05.09.2024 von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr an die Hochschule Stralsundzur 4. Regionalkonferenz für die Vorpommern-Rügen mit dem Thema „Wir und KI: Gemeinsam Zukunft mITgestalten“ einladen.

    Die Veranstaltung steht dieses Jahr im Zeichen von „Künstlicher Intelligenz“. Gemeinsam möchten wir mit den Teilnehmenden fokussieren, wie wir unsere Region und die KI-Technologie gestaltend verbinden können. Wir bieten einen Raum und die Gelegenheit für den Austausch, diese innovativen Technologien und Lösungen zu bewerten. Konkrete Tools und Best Practices werden vorgestellt und mit Formaten zum Erproben, Kennenlernen und Austauschen gefüllt. Das Ziel der Konferenz ist es, eine Verbindung von Ideen und Kooperationen in der Region zu entfachen, um gemeinsam die digitale Zukunft zu gestalten.

    Das ausführliche Programm und weiterführende Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: https://makerport.de/events/regionalkonferenz_092024 oder in der beigefügten Einladung.

  • MS „Stubnitz“ im Stadthafen Stralsund

    MS „Stubnitz“ im Stadthafen Stralsund 
    Veranstaltungen zum 60. Jubiläum starten in Kürze

    Am frühen Nachmittag hat das Kulturschiff „Stubnitz“ nach reibungsloser Passage der Ziegelgrabenbrücke in Stralsund am Liegeplatz 10 festgemacht. Dabei wurde sie von den Booten der Stralsunder Feuerwehr begleitet und mit Wasserfontäne gebührend begrüßt. Salutschüsse zum Einlaufen in den Hafen kamen von der Stralsunder Stadtwache.
    Mit frisch besiegeltem Schiffs-TÜV, den die „Stubnitz“ zuvor auf der Volkswerft erhalten hat, steht der Geburtstagsfeier zum 60. nichts mehr im Wege.

    Erste Gratulantin am Liegeplatz 10 war Dr. Sonja Gelinek. Die stellvertretende Oberbürgermeisterin hat der ehrenamtlichen Crew einen Stadtwimpel von Stralsund überreicht und eine kalte Erfrischung, mit der sogleich auf den Geburtstag und die gelungene Überfahrt angestoßen wurde:

    „Es ist wunderschön“, so Sonja Gelinek, „die Stubnitz jetzt hier gebührend in Empfang zu nehmen, begleitet von der Feuerwehr, unserer „Strela“, der Stadtwache, den Schleppern von Strela Shiprepair und allen Schaulustigen, die an die Kaikante gekommen sind. Die Hansestadt Stralsund gratuliert ganz herzlich! Wir freuen uns, dass die „Stubnitz“ ihren Geburtstag hier an ihrem Entstehungsort feiert.“

    Der gemeinnützige Betreiberverein wird auf seiner Homepage und via Instagram informieren, wann das Schiff veranstaltungsbereit ist.

    Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung: www.stubnitz.com

    Bis zum 9. August sind u.a. ein Vortrag, ein Konzert und täglich Open Ship auf der „Stubnitz“ geplant.