Kategorie: Kunst

  • 850 Milliarden Euro Neuschulden

    Die 850 Milliarden Euro Neuschulden von Merz & Friends werden auch jeden einzelnen Bürger treffen. Ihr glaubt es nicht? Hier ein Versuch es für alle einzuordnen. Objektiv und mit Zahlen.

    Baum an dem Geldscheine wachsen

    Erst einmal: Schulden sind kein „Sondervermögen“. Schulden kosten. Schulden muss man zurückzahlen. Mit Zinsen. Das kennt jeder, der mal einen Kredit aufgenommen hat. Beim Staat ist es nicht anders. Mit zusätzlichen 850 Milliarden Euro Schulden – ja, so viele stehen in den vorgelegten Haushaltsplänen! – werden die Kosten regelrecht explodieren. Ende 2024 haben wir Zinsen in Höhe von 37,5 Milliarden gezahlt. 2021 waren wir noch bei 3 Milliarden Euro! Wenn es so weitergeht, kommen wir in den nächsten Jahren auf 70 bis 80 Milliarden Euro. Wohlgemerkt: Pro Jahr.

    2,5 BILLIONEN (=2.500 Milliarden!) Euro Schulden wird jetzt nur der Bund haben (Länder und Kommunen außen vor)! Nur als Vergleich: 2019 waren wir bei 1,2 Billionen. Also mehr als verdoppelte Schulden. Anders ausgedrückt: Zwischen 1950 und 2020 – also in 70 Jahren – haben ALLE Bundesregierungen WENIGER Schulden zusammen gemacht als die Ampel + Merz & Friends in nur ein paar Jahren. Das steht für sich.

    Nun kommen nicht nur gigantische Zinszahlungen dazu, sondern – Überraschung! – auch die Tilgung. In den nächsten Jahren beginnen wir mit der Tilgung der Corona-Kredite (ca. 450 Milliarden beim Bund) und mit dem Sondervermögen Bundeswehr (100 Milliarden). Das heißt, dass wir in den nächsten Jahren so ca. 20% des Bundeshaushaltes nur für Kredite und die damit verbundene Kosten ausgeben werden. 20 Prozent! Dazu kommen noch die Ausgaben für die Bundeswehr (was ungefähr ein Drittel des Haushaltes demnächst ausmachen wird). Ihr merkt: Es bleibt kaum noch was übrig im Haushalt.

    „Einfach mal machen“, das ist der Spruch von CDU-Linnemann. In keinem Unternehmen dieser Welt läuft das so. Denn man „macht nicht einfach irgendwas“ und vor allem nicht mit Kredit-Geld, was man einfach ins blaue hinausschleudert. Es braucht eine Strategie. Einen Plan wofür genau und wie. Und genau das machen Merz & Friends NICHT. Es gibt keine Konzepte, keine Pläne, keine Reformen. Nur Zahlen. Und wenn man nicht so richtig weiß, wofür und wie man das Geld ausgeben will, dann ist das in etwa so, als würde man Kredite aufnehmen, um mal in den Urlaub zu fahren, schicke Klamotten kaufen, Parties machen, sich einen neuen Pool einbauen und sich dann irgendwann wundern, dass die Kreditkartenabrechnung kommt.

    Und jetzt die Gretchenfrage: Wer zahlt diese Rechnungen? Natürlich die Bürger. Genau gesagt die deutschen Bürger, die schon jetzt die höchsten Steuern und Abgaben der Welt zahlen, die das mickrigste Rentenniveau in ganz Europa haben und die eins der niedrigsten Medianvermögen in Europa verzeichnen. Der höhere CO2-Preis, die hohen Stromkosten und immer höhere Steuern- und Abgabenlast (Stichwort: kalte Progression) sind kein Zufall. Zur Not bastelt sich die neue Regierung einen „neuen“ Solidaritätszuschlag 2.0 und nennt es dann „Demokratieabgabe“ oder so.

    Das alles ist notwendig, damit die Maschinerie weiterläuft. Damit auch die Abertausende (links-grüne)-NGOs gefördert werden können, damit die Blackrock- und Rheinmetall-Aktien weiter steigen, damit weitere Parteikollegen mit Pöstchen in der Besoldungsgruppe B6 oder B9 versorgt werden können und damit man sich den 777-Millionen Euro teuren Kanzleramts-Erweiterungs-Bau leisten kann (mit einem privaten Gym, einer 250 qm großen Kanzler-Residenz-Wohnung, mehreren 5-etagigen Wintergärten, einem Hubschrauberlandeplatz, einer Kita für 15 ausgewählte Kinder und und und). Und nicht zu vergessen: Auch unter dieser Regierung werden die grünen Projekte (#Heizungshammer, #Grüne Transformation) weiter verfolgt.

    Und so haben wir es liebe Mitbürger. Eine Regierung, die in bester „Versailles-Manier“ mit Kaviar und Schampus in Saus und Braus lebt, Geld verteilt als gebe es kein Morgen und auf der anderen Seite die Bürger, die diese Party bezahlen dürfen. Habe ich schon erwähnt, dass für die Ukraine explizit schon mal 42,5 Milliarden „reserviert“ sind? Das Zauberwort heißt: „Hilfe für völkerrechtswidrig angegriffene Staaten“. Mal sehen ob darunter demnächst auch dem Iran geholfen wird.

  • Einstürzende Neubauten

    Haus der Lüge

    Erstes Geschoss:
    Hier leben die Blinden,
    die glauben was sie sehen,
    und die Tauben,
    die glauben was sie hören,
    festgebunden auf einem Küchenhocker
    sitzt ein Irrer, der glaubt
    alles was er anfassen kann.
    (seine Hände liegen im Schoss)
    Zweites Geschoss:
    Rolle für Rolle
    Bahn für Bahn
    Rauhfaser tapeziert
    in den Gängen stehen Mieter herum
    Betrachten die Wände aufmerksam
    suchen darauf Bahn um Bahn
    nach Druck- und Rechtschreibfehlern
    könten nicht mal ihren Namen entziffern
    Auf ins nächste Geschoss:
    Welches, oh Wunder! nie fertiggestellt
    nur über die Treppe erreicht werden kann


    hier lagern Irrtümer, die gehören der Firma
    damit kacheln sie die Böden
    an die darf keiner ran
    Viertes Geschoss:
    Hier wohnt der Architekt
    er geht auf in seinem Plan
    dieses Gebäude steckt voller Ideen
    es reicht von Funda- bis Firmament
    und vom Fundament bis zur Firma
    Im Erdgeschoss:
    Befinden sich vier Türen
    die führen
    direkt ins Freie
    oder besser gesagt. in den Grundstein
    da kann warten wer will
    um zwölf kommt Beton
    Grundsteinlegung!
    Gedankengänge sind gestrichen
    in Kopfhöhe braun
    infam oder katholisch violett
    zur besseren Orientierung
    Dachgeschoss:
    Es hat einen Schaden
    im Dachstuhl sitzt ein alter Mann
    auf dem Boden tote Engel verstreut
    (deren Gesichter sehen ihm ähnlich)
    zwischen den Knien hält er ein Gewehr
    er zielt auf seinen Mund
    und in den Schädel
    durch den Schädel
    und aus dem Schädel heraus
    in den Dachfirst
    dringt das Geschoss
    Gott hat sich erschossen
    ein Dachgeschoss wird ausgebaut
    Gott hat sich erschossen
    Ein Dachgeschoss wird ausgebaut
    Ein Dachgeschoss wird ausgebaut
    EPILOG
    Untergeschoss:
    Dies ist ein Keller
    hier lebe ich
    dies hier ist dunkel
    feucht und angenehm
    dies hier ist ein Schoss

  • Historische Berufswappen

    Berufswappen, Motive erhältlich unter https://exlibris-insel.de

    Berufe und Wappen
    Zum PDF-Inhalt springen
  • Gibt es eine Heimatmüdigkeit in Deutschland?

    Ja, das Thema „Heimatmüdigkeit“ wird in Deutschland zunehmend diskutiert. Es beschreibt das Gefühl, dass Menschen sich von ihrer Heimat oder ihrer kulturellen Identität entfremden oder überdrüssig werden. Dieses Gefühl kann aus verschiedenen Gründen entstehen, und es lässt sich auf unterschiedliche gesellschaftliche Phänomene zurückführen.

    Einige mögliche Ursachen für Heimatmüdigkeit in Deutschland könnten sein:

    1. Globalisierung und Migration: Durch die verstärkte Vernetzung der Welt und den Zuzug von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen verändert sich das Bild der „Heimat“ in vielen Regionen. Für manche Menschen bedeutet dies eine Verwässerung oder Verlust des traditionellen Heimatgefühls.
    2. Politische Unzufriedenheit: In den letzten Jahren gab es in Deutschland einen spürbaren Anstieg politischer Spannungen, sei es durch die Flüchtlingskrise, die zunehmende politische Polarisierung oder die Diskussionen um soziale Gerechtigkeit und Integration. Menschen, die sich von der politischen Entwicklung nicht mehr vertreten fühlen, könnten das Gefühl der Heimatmüdigkeit entwickeln.
    3. Überforderung durch Veränderungen: Manche Menschen sind von den schnellen gesellschaftlichen Veränderungen überfordert oder haben das Gefühl, dass ihre Werte nicht mehr anerkannt oder respektiert werden. Dies kann zu einem Gefühl der Entfremdung führen.
    4. Kritik an der eigenen Geschichte und Kultur: Es gibt auch eine Bewegung, die sich verstärkt mit der Geschichte Deutschlands auseinandersetzt, insbesondere mit den dunklen Kapiteln wie dem Nationalsozialismus. Das kann zu einer kritischen Reflexion führen, bei der Menschen sich von bestimmten Aspekten der eigenen kulturellen Identität distanzieren.
    5. Landflucht und Urbanisierung: In ländlichen Gegenden gibt es eine wachsende Tendenz zur Abwanderung in größere Städte, weil dort berufliche Perspektiven, bessere Infrastruktur und ein vielfältiges Freizeitangebot locken. Für einige könnte der ländliche Raum, den sie als ihre „Heimat“ empfunden haben, weniger attraktiv erscheinen.

    Heimatmüdigkeit muss jedoch nicht unbedingt mit Ablehnung oder Negativität einhergehen. Es kann auch eine Reaktion auf das Bedürfnis nach Veränderung oder Weiterentwicklung sein. Manche Menschen sehen die Entfremdung von ihrer Heimat auch als Teil eines größeren Prozesses der Selbstfindung und der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität.

    Wie gehen andere Länder mit dem Begriff Heimat um?

    Der Begriff „Heimat“ wird in vielen Ländern unterschiedlich interpretiert und hat jeweils spezifische kulturelle, historische und gesellschaftliche Konnotationen. Die Bedeutung und der Umgang mit dem Begriff „Heimat“ sind stark geprägt von der jeweiligen nationalen Geschichte, Identität und den sozialen Strukturen. Hier einige Beispiele, wie „Heimat“ in anderen Ländern behandelt wird:

    1. Frankreich – „Patrie“ und „Terre natale“

    In Frankreich wird der Begriff „Heimat“ oft mit „Patrie“ (Vaterland) verbunden, was stark nationalistische und patriotische Bedeutungen hat. In der französischen Geschichte, insbesondere während der Revolution und der beiden Weltkriege, hat das Konzept der Heimat mit einem sehr stark ausgeprägten nationalen und politischen Bewusstsein zu tun.
    „Terre natale“ (Geburtsland) ist eine etwas neutralere Variante und bezieht sich eher auf den geografischen Ursprung. Frankreich legt großen Wert auf universelle Werte wie Liberté, Égalité, Fraternité, und Heimat wird oft mit dem kollektiven Wohl und dem Ideal eines gemeinsamen, republikanischen Staatsverständnisses verbunden.
    Heimatmüdigkeit ist hier weniger verbreitet, obwohl sich in den letzten Jahren auch in Frankreich eine Diskussion über Einwanderung, Integration und nationale Identität entwickelt hat.

    2. USA – „Homeland“

    In den USA ist der Begriff „Heimat“ häufig mit dem Wort „Homeland“ verbunden, besonders seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Das Konzept von „Homeland“ betont den Schutz und die Sicherheit des Landes und wird durch das Ministerium für Heimatschutz (Department of Homeland Security) verwaltet. Der Begriff kann eine starke emotionale Bindung an das Land und das Verständnis von Freiheit und Individualismus hervorrufen, aber auch nationale Bedrohungen oder Krisen wie die „amerikanischen Werte“ in den Vordergrund stellen.
    Die Diskussion über „Heimat“ in den USA ist oft von Themen wie Patriotismus, Nationalismus und der Identität von Einwanderern geprägt. Für viele Einwanderer bleibt ihre „alte Heimat“ auch dann noch ein zentraler Punkt ihrer Identität, was zu einer doppelt gefühlten Zugehörigkeit führen kann.

    3. Indien – „Bharat Mata“

    In Indien wird die „Heimat“ oft als „Bharat Mata“ (Mutter Indien) personifiziert, was tief in der indischen Geschichte und Spiritualität verwurzelt ist. In vielen Kulturen Indiens hat Heimat auch religiöse und spirituelle Dimensionen. Der Begriff kann nationalistische Konnotationen annehmen, insbesondere in Zeiten politischer Mobilisierung, etwa im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit von Großbritannien oder den heutigen politischen Bewegungen.
    Die Heimat ist hier sowohl geografisch als auch kulturell stark verbunden mit Traditionen, spirituellen Werten und dem kulturellen Erbe. Heimat ist also auch der Ausdruck einer tiefen emotionalen Bindung an das Land und seine Geschichte.

    4. Türkei – „Vatan“

    In der Türkei bezeichnet „Heimat“ oft das Wort „Vatan“, was auch mit „Vaterland“ übersetzt werden kann. Es ist stark mit der nationale Identität und dem Staatsbewusstsein verbunden, besonders durch die Gründung der modernen Türkei unter Mustafa Kemal Atatürk. Die Geschichte des Landes und die politischen Umbrüche sind eng mit dem Begriff „Heimat“ verknüpft.
    Der Begriff „Vatan“ trägt eine emotionale Bedeutung und symbolisiert nicht nur geografische Zugehörigkeit, sondern auch eine gemeinsame politische und kulturelle Identität, die für viele mit einer starken patriotischen Haltung verbunden ist.

    5. Japan – „Furusato“

    In Japan hat der Begriff „Heimat“ oft eine mehr romantische oder nostalgische Bedeutung. Das Wort „Furusato“ beschreibt nicht nur den physischen Geburtsort, sondern auch die kulturellen und emotionalen Wurzeln. Es geht um eine tief empfundene Verbindung zur Natur, zur Familie und zur Tradition.
    In ländlichen Gegenden wird „Furusato“ als ein Ort des Wohlstands und der Einfachheit verstanden, oft idealisiert und mit einer gewissen Verklärung in Verbindung gebracht. Der Begriff spielt eine große Rolle in der japanischen Literatur und Kunst, in denen Heimat oft als Symbol für Verbindung zur Vergangenheit und zur japanischen Identität verwendet wird.

    6. Schweden – „Hemma“

    In Schweden hat „Heimat“ häufig mit dem Wort „Hemma“ (zu Hause) zu tun. Es steht nicht nur für den geografischen Ort, sondern auch für die persönliche Zufriedenheit und Geborgenheit. Die Vorstellung von Heimat in Schweden ist stark mit Privatsphäre und persönlichem Wohlbefinden verknüpft, oft in Form von modernen, gut eingerichteten Häusern, umgeben von der Natur.
    Schweden legt großen Wert auf soziale Gerechtigkeit und Integration, und der Begriff Heimat wird oft auch mit einem starken kollektiven Bewusstsein über das Wohl der Gesellschaft und die Gleichberechtigung aller verbunden.

    7. Israel – „Eretz Israel“

    In Israel ist der Begriff „Heimat“ mit der Heiligen Erde und der wiedergegründeten jüdischen Heimat im Zusammenhang mit dem Konzept von „Eretz Israel“ verbunden. Es ist tief in der jüdischen Geschichte und Religion verwurzelt, wobei Heimat als der Ort verstanden wird, an dem das jüdische Volk nach Jahrhunderten der Diaspora wieder zusammenkommt.
    Für viele Israelis ist „Heimat“ nicht nur ein geografischer Begriff, sondern auch eine religiöse und politische Identität, die mit der jüdischen Geschichte und dem Zionismus verbunden ist.

    Fazit:

    „Heimat“ wird weltweit unterschiedlich wahrgenommen, basierend auf den jeweiligen kulturellen, politischen und historischen Kontexten. In vielen Ländern ist „Heimat“ ein stark emotionaler Begriff, der mit Identität, Tradition, Nationalismus und Familiengeschichte verknüpft ist. In Ländern, die mit Migration und Globalisierung konfrontiert sind, kann Heimat jedoch auch zu einem flexiblen und dynamischen Konzept werden, das ständigen Veränderungen unterliegt.

    Was denkst du, inwiefern beeinflussen diese unterschiedlichen Interpretationen des Begriffs „Heimat“ die Gesellschaften und ihre politischen Diskussionen?

    Gibt es im englischen einen Begriff für “Volk”?

    Im Englischen gibt es mehrere Begriffe für “Volk”, abhängig vom Kontext.Die gebräuchlichsten sind “people” (als Plural von Person, aber auch als Bezeichnung für eine Menschenmenge oder eine Nation) und “nation” (wenn es sich um eine definierte Gemeinschaft mit gemeinsamer Geschichte, Kultur oder Staatsangehörigkeit handelt)

    Weitere Möglichkeiten, je nach Nuance, sind:

    • “folk”: Oft verwendet, um eine bestimmte Gruppe von Menschen zu bezeichnen, oft mit Bezug auf Traditionen oder eine bestimmte soziale Schicht. 

    “populace”:

    Bezeichnet die gesamte Bevölkerung eines bestimmten Ortes oder Landes. 

    “peoples”:

    Eine Mehrzahl von “people”, wird oft verwendet, um verschiedene ethnische Gruppen innerhalb einer Nation oder Welt zu beschreiben. 

    “tribe”:

    Bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die durch gemeinsame Abstammung, Kultur und Lebensweise verbunden sind, oft mit Bezug auf indigene Völker. 

    Die Wahl des richtigen Begriffs hängt also davon ab, welche Art von “Volk” gemeint ist. 

  • Was bedeutet Populismus

    Der Begriff Populismus geht auf das lateinische Wort populus für das “Volk” zurück. In Demokratien geht alle Macht vom Volk aus.

    Der Begriff “Populisten” wird heutzutage in Europa von einigen negativ konnektiert, weil man das Narrativ entwickelt hat, das Populisten bestrebt sind, im Bestfall nur einem einzigen Politiker oder nur eine einzige Partei die Macht zu erteilen. Man fürchtet sich also vor Autokraten.

    Fakt ist, das Demokratie kompliziert ist. Wahlen dienen nicht der Ermittlung einer Wahrheit, sie fördern nur den Dialog zwischen Kontrahenten und deren sich widerstreitenden Interessen. Die Mehrheiten, und eben auch die Minderheiten in einer Demokratie dürfen sich nicht dazu verleiten lassen, den “Anderen” zu verunglimpfen oder zu schikanieren, gleich auf welcher politischen Seite sie stehen.

    Die heute anzutreffende Respektlosigkeit von Menschen gegenüber dem politischen Gegner entlarvt das eigentliche Dilemma: Die meist überforderten Menschen suchen Gleichgesinnte für ihre Wagenburg, um sozial und oft dann auch monitär (Verbände, Parteien, NGOs) sich bequem einzurichten. Dies ist nicht verwerflich. Verwerflich ist aber, wenn aus allen Rohren der Wagenburg unlauter und respektlos auf Andersdenkende geschossen wird.

    Menschen im Disput

  • Statuten und Bürokratie im Jahre 1851

    Der Albrecht-Dürer-Verein wäre zum Zenit aufgestiegen, “wenn nicht ein engherziges Festhalten an spießbürgerlichen Statuten, Habsucht und Neid der freien künstlerischen Entwicklung stets entgegen gewirkt hätten. Wohl hatte man eingesehen, daß jene Statuten zwar theilweise für einen Lokalverein, keineswegs aber für einen projektierten Central-Kunstverein passend wären. Was man aber, um dem Uebel abzuhelfen, that, trug nicht zum Gedeihen des Ganzen bei, im Gegenteil die vielversprechende Blüthe wurde dadurch zerstört; man schuf neue Statuten welche zum Theil noch unpraktischer, ja sogar gefährlich wurden, und viele Verwirrungen und Verdrießlichkeiten hervorriefen. Man konnte nun die den Mitgliedern gemachten Versprechungen nicht erfüllen, schützte bei Ehrenausgaben Mangel an Geld vor, das für einen so großen Verein nicht hinreichend vorhanden sey u.s.f., ohne zu bedenken, daß die Einnahme stets mit der wachsenden Mitgliederzahl im Verhältnis stehe, und das bei Gelegenheiten, wo es sich um die Ehre und das Ansehen des Vereins handelt, knickern und sparen verwechselt nur Nachtheil bringen kann.”

    Carl Alexander Heideloff

  • Pink Floyd – Interstellar Overdrive

    Pink Floyd – Interstellar Overdrive

    Pink Floyd – Interstellar Overdrive at Fillmore West 1970

    What Pink Floyd proposed musically was an irreparable break with the status quo: no more choruses and solos according to predetermined patterns, but rather the idea that with traditional rock instrumentation one could conceive songs, or more often suites, imaginative and elusive, with a progression and ups and downs that aspire to the complexity of a classical score. A futuristic intuition in 1971 and variously imitated but never approached in the following half century.

  • Es liegt in der Luft

    Deutsche Chansons

    “Es liegt in der Luft” war der Titel einer berühmten Berliner Kabarett-Revue. Darin war nicht von Umweltverschmutzung die Rede. Das Problem war 1928 noch nicht akut. Die Dinge, die damals “in der Luft” lagen, waren anderer Art: was Erotisches, was Hypnotisches, eine Sachlichkeit, eine Stachlichkeit”, womit ja eindeutig geistige Strömungen in der Atmosphäre bezeichnet sind. Das Lied “Es liegt in der Luft” machte wie die Revue Sensation. Fünf Jahre lang trällerte, sang, summte es ganz Berlin. Dann, 1933, wurde es wie so viele andere Lieder, Bücher und Gedanken verboten. Aus der Distanz, die wir inzwischen zu jenem Zeitabschnitt gewonnen haben, erscheint das Lied nicht nur wie ein Hymnus, sondern schon wie ein Abgesang auf das brodelnde Berlin der legendären 20er Jahre, die die in einen Chronisten die “goldenen” und die anderen die “bitteren” nennen. Mehr noch: das Chanson “Es liegt in der Luft” klingt uns heute wie ein Motto für die ersten Kapitel deutscher Kabarettgeschichte.

    Die Geschichte des deutschen Kabaretts begann mit dem neuen Jahrhundert. Genau gesagt: sie begann am 18. Januar 1901. An diesem Tag, exakt 30 Jahre nach der Kaiserproklamation von Versailles, proklamierte Ernst von Wolzogen in Berlin das “Überbrettl”. Es sollte ein höheres Niveau als das “Brettl” haben, wie mann in Süddeutschland das Varité nannte und doch kein Theater sein. Wolzogen selbst – der sich zu seiner Idee von den Bohème-Cabarets aus dem Pariser Montmartre hatte anregen lassen – Detlev von Liliencron und Otto Julius Bierbaum schrieben Szenen und Verse, aus denen die jungen Komponisten Oscar Strauss und Leo Fall, noch ohne Operettenruhm und Operettenroutine, Chansons machten. Aber der literarische Hauch von Jugendstil, den Wolzogen seinen Creationen mit auf den Weg gab, war im Bierdunst der Vorstadkabaretts oder im Champagnerzwang der feineren Etablissements rund um die Friedrichstraße, wo man Wolzogens aristokratische Unternehmung nachahmte, rasch verweht. Hier wurde Amusement großgeschrieben. Erotik war Trumpf, Erotik im fleischfarbenen Trikot.

  • Was wollen wir?

    Im Jahre 12025: Was wollen wir damit anfangen, wollen wir Ihnen Schnurbärte machen und ihnen Säbel anhängen?

    Panzer zu Autos
  • Massenwahn und Aufrüstung

    Sie spielen mit dem Feuer.

    Die Aktien der Militärindustrie wie Moog Inc. (Class A), Northrop Grumman Corp., Rheinmetall AG, SAFRAN S.A. usw. steigen immens.

    Manfred Weber aus der EU, EVP Chef fordert die Umstellung in der EU auf Kriegswirtschaft.

    Die Bedrohungsphantasien steigern sich von Tag zu Tag und bestimmen zunehmend den Alltag. Hier einige Zitate, welche nachdenklich machen aber äußerst hilfreich für die Geschäfte der Rüstungsindustrie sind.

    “Bedrohungslage geht vor Kassenlage”, sagt Boris Pistorius.

    “Vielleicht ist dieser Sommer, der letzte den wir im Frieden erleben”, sagt Söhnke Neitzel, Historiker Militärgeschichte.

    “Wir befinden uns in der Vorkriegszeit. Wenn wir vom schlimmsten Fall ausgehen kann es dazu kommen das wir schon im kommenden Jahr einen größeren Krieg in Europa haben” sagt Gustav Gressel, Militärexperte und österreichischer Politikwissenschaftler.

    “Rüstungsinvestitionen sind Wachstumtreoiber” sagt Moritz Schularik, Ökonom, Präsident des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft (IfW).

    “Deutschland ist neben Frankreich das klassische Wehrpflichtland” sagt Söhnke Neitzel.

    “Die Wehrpflicht muß wieder eingeführt werden und zwar für beide Geschlechter” sagt Joschka Fischer.

    Wenn man durch Überregulierung ganze Industrien schädigt, dann folgt Abstrusität. Mir kommt das alles vor wie das “Hurra” Geschrei vergangener Zeiten.

    Was ist der militärisch-industrielle Komplex?

    Der Ausdruck „militärisch-industrieller Komplex“ (MIC) beschreibt die Beziehung zwischen dem Militär eines Landes und der Rüstungsindustrie, die es beliefert. Beide werden gemeinsam als eine Interessengruppe betrachtet, die Einfluss auf die öffentliche Politik hat.

    „Miltärisch-lndustrieller Komplex”(MIK) wurde als Begriff von Präsident Dwight D. Eisenhower geprägt und ist fester Bestandteil soziologischer Analysen und ideologischer Auseinandersetzungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Gut 20 Jahre vor Eisenhower war es bereits ein anderer amerikanischer Präsident, Franklin D. Roosevelt, der auf bedenkliche wechselseitige Beeinflussungen zwischen Militär und Industrie hinwies.

    Autos zu Rüstung. Wollen wir in Zukunft anstatt Autos Panzer bauen?

    Das rot/grüne Wirschaftswunder: Autoland zu Panzerland.

    Panzer zu Autos

    z.B. Aktienkurve Rheinmetall

    Rheinmetall Aktien