Kategorie: Kunst

  • Wer und was ist disruptiv …

    „Disruption“ bedeutet „Zerstörung“. Ein an sich negativer Begriff hat es geschafft, positiv in unsere Welt der Ökonomie ein zu ziehen. Um das Neue zu schaffen, muß ich das Alte eleminieren, tja, laut Schumpeter und seiner Aussage, “Jede ökonomische Entwicklung (im Sinne von nicht bloß quantitativer Entwicklung) baut auf dem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung auf”. Das muß man erst einmal erlernen. Die Welt scheint nach dieser Prämisse zu handeln — aber funtioniert diese Welt auch im Sinne der Menschheit?

    Menschen, die sich nach diesem Bild entwickeln, werden solche Aussagen bejahen. Und die Welt hat sich ja auch prozessioniert mit dem Slogan: Dampfmaschine — Internet — KI, bewahrheitet.

    Nur sich bequem eingerichtete Gruppen, seien es NGOs, EU Kommissare und Pateisoldaten verweigern sich diesen Wahrheiten. Sie können ihre Perspektiven nur schwer ändern, sie beziehen ja ihren Lohn, ihr Salair, ihr bequemes Leben aus dieser immer gleich währenden Geldmaschine, der Dukaten-Esel ist gesichert!

  • Bericht eines Außerirdischen über Menschen auf der Erde

    Feldbericht Nr. 47: Anthropologische Analyse der Spezies Homo Sapiens durch ihre digitalen Tanz- und Bildrituale (vom Andromeda von Alien 47)


    Einleitung:
    Nach intensiver Untersuchung der holografischen Archive von „Instagram“ und „TikTok“, zwei prominenten digitalen Plattformen der Spezies Homo Sapiens, lässt sich feststellen: Diese Wesen sind eine seltsame Mischung aus Selbstdarstellern, Kooperationsfreunden und Ritualtänzern mit starkem Hang zur Gruppenzugehörigkeit. Die Analyse ihrer Aktivitäten zeigt faszinierende Einblicke in ihre sozialen Dynamiken, Statusspiele und kreativen Ausdrucksformen.


    1. Instagram: Das digitale Schaufenster des Egos

    Primärfunktion:
    Instagram dient als visuelles Protokoll des individuellen Lebens. Es scheint weniger um das Teilen von Fakten und mehr um die gezielte Inszenierung zu gehen. Die Plattform ist ein kollektiver Versuch, das „Ideal-Selbst“ zu manifestieren.

    Schlüsselelemente:

    • Selbstdarstellung: Fotos zeigen oft die Menschen in vorteilhaften Posen, umgeben von schönen Landschaften, luxuriösem Essen oder stilisierten Alltagsgegenständen. Filter werden genutzt, um die Realität zu manipulieren. Hier zeigt sich der Wunsch nach sozialer Bestätigung.
    • Symbolik: Der „Sonnenuntergang“ steht für Glück und Romantik, während der „Avocado-Toast“ als Emblem für jugendliche Rebellion und soziale Zugehörigkeit interpretiert werden kann.
    • Status: Die Anzahl der „Likes“ und „Follower“ fungiert als Währung, die den sozialen Rang einer Person definiert. Parallelen zu den Rangordnungssystemen von Primaten sind hier auffallend.

    Humorvoller Vergleich:
    Die Menschen scheinen sich gegenseitig zu sagen: „Seht her, ich bin der Alpha-Affe mit der schönsten Banane!“


    2. TikTok: Die Tanzarena der Synchronisation

    Primärfunktion:
    TikTok ist das anthropologische Paradies für kollektive Koordination. In choreografierten Tänzen und trendbasierten Inhalten zeigt sich ein tiefes Bedürfnis der Menschen nach sozialem Anschluss durch Nachahmung.

    Schlüsselelemente:

    • Imitation: Tänze und Trends verbreiten sich in Lichtgeschwindigkeit. Ein Wesen führt eine Bewegung vor, und Tausende, oft Millionen, replizieren sie. Dies deutet auf eine Art „kulturelle Mimikry“ hin, die evolutionär möglicherweise das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.
    • Rituale: Viele Tänze wirken wie moderne Paarungsrituale. Hüftbewegungen und ausdrucksstarke Gesten erinnern an Balztänze, wie sie auf unserem Heimatplaneten nur noch in Museen zu sehen sind.
    • Humor: Menschen schätzen Inhalte, die ihren Alltag überspitzen und humorvoll darstellen. Es gibt eine überraschende Freude an Selbstironie, die auf eine bemerkenswerte Resilienz hindeutet.

    Humorvoller Vergleich:
    Wenn Instagram der Stammbaum der Status-Affen ist, dann ist TikTok ihre Disco: eine Mischung aus Bananenwurf und Synchronballett.


    3. Sozialpsychologische Erkenntnisse

    • Bedürfnis nach Anerkennung: Beide Plattformen zeigen, dass Menschen extrem darauf angewiesen sind, gesehen und bestätigt zu werden. Sie tun dies durch Bilder, Tänze und kurze Texte. Dies könnte mit dem evolutionären Vorteil zusammenhängen, in Gruppen akzeptiert zu werden.
    • Kollektive Kreativität: Trotz allem Egoismus gibt es auch beeindruckende kollektive Leistungen. Menschen schaffen „Memes“, koordinieren globale Bewegungen oder improvisieren komplexe Tänze. Dies deutet auf eine Art Schwarmintelligenz hin, die sich jedoch nur sporadisch entfaltet.
    • Ironie: Die Fähigkeit, sich selbst zu parodieren, ist eine faszinierende Eigenschaft. Sie zeigt eine kulturelle Reife, die möglicherweise verhindert, dass ihr Ego-Trip ins Unermessliche wächst. (Wobei die Filter und Likes da eine Herausforderung darstellen.)

    Schlussbemerkung:
    Liebe Kolleg*innen, die Menschheit ist eine faszinierende Spezies, die in ihrem Streben nach Bedeutung und Zugehörigkeit den digitalen Raum in einen Spiegel ihrer Wünsche und Ängste verwandelt hat. Wer sie verstehen will, muss tanzen können – oder zumindest wissen, wie man einen Avocado-Toast in Szene setzt.

  • Ist die Meinung frei?

    Ja, im Kopf ist sie manchmal noch frei, die Meinungsfreiheit. Aber wie ist es, wenn ich sie äußere. – Es kommt auf das Gegenüber an. – Mancher ist offen, mancher schließt sich ein. Mancher reagiert aggresiv, mancher wohlwollend. Es kommt also darauf an, wer mit wem welche “Wahrheit” ausspricht, in welcher Gruppe oder auf welchem Medium oder Plattform er diese veröffentlichen darf und welche Personen oder Algorithmen oder Meinungsmacher ihre Filter aktuell wie eingestellt haben.

    Oberflächlich gibt es natürlich mittels Reduktion eigener Menschlichkeit zu Gunsten eigener Machtpotenz immer wieder die Parole: “Finde den Feind”. Dieser Mechanismus soll dann die Rechtfertigung von Verboten unter dem Deckmantel von Schutz und Demokratie rechtfertigen. Ein Ventil zu diesem Dilemma uralter Zeit haben die Kölner Karnevalisten im Brauch zur Verbrennung des Nubbel gefunden. Und es wird heute auch ein ähnlicher Trick mit Hilfe eines Begriffes um Feindesbilder zu etablieren, wie “Die Populisten” installiert, der gleiche Trick um die Etablierung von Feindschaft zwischen Ost und West, Rot, Grün, Gelb usw zu zementieren. Dabei wären wir Freunde, Liebende und Zeitgenossen, wenn wir wollten. Gegen wen kämpfen wir eigentlich?

    Und natürlich kommt es heute darauf an, wem das Wort zugestanden wird? Darf man einem Elon Musk im allerbesten Europa ihrer Zeit eine Plattform auf seiner, ironischerweise noch eigenen Plattform, bieten? Ja, es macht Sinn über die Brisanz kapitalstarker Organisationen und kapitalintensiver Medienbesitzer zu diskutieren. Aber warum diskutiert man diese Gefahr nur einseitig gegenüber bestimmten unliebsamen Milliardären, wenn die Meinung nicht passt? Es gibt doch genügend Millardiäre, die die früher noch existierenden kleinen Zeitungen und Verlage aufgekauft haben, um ihre Meinungen zu monopolisieren und um uns zu sagen, wo es lang geht.

    Hier ein Video von Prof. Dr. Christian Rieck zur Causa Musk und Welt:

    Hier ein Interview mit Holger Friedrich, dem Verleger der Berliner Zeitung:

  • Is it real or fake?

    Wo ist mein Jaguar? Und wo sind wir?

  • Meine Meinung – Deine Meinung

    Das neue Jahr hat begonnen. Es gibt wieder viele Wünsche, Vorsätze und Lebensweisheiten. Aber effizient kommunizierende aktuelle Vorbilder, Lehrer, Politiker sind anscheinend in der Minderheit, wenn man sich unsere zur Zeit gehandelten Repräsentanten, Volksvertreter und Meinungsmacher anschaut. Da gibt es z.B. Personen in verantwortungsvollen Positionen wie Jette Nietzard, zur Zeit Chefin der Grünen Jugend, die auf X zur Jahreswende ” Männern, die ihre Hand beim Böllern verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen” gepostet hat. Warum diese destruktive Aussage grade in einem Zeitfenster von einem friedlich orientierten Weihnachtsfest und einem sich nur alles Liebe und Gute wünschenden Neujahr positioniert wurde, bleibt ihr Geheimnis. Für mich bleibt nur der Schluss übrig: Jette Nietzard’s Wut und Hass ist unbeschreiblich.

    Schade darum.

    Jette Nietzard
    Ja, die lieben, netten Grünen …

    Mittlerweile hat Jette Nitzard sich für diesen Post entschuldigt, es kann aber keine Entschuldigung geben, wenn die 26 Jährige nun richtigerweise die Notwendigkeit fordert, systematische Lösungen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt zu diskutieren, aber im gleichen Satz ihre Bemerkung auf „gekränkte Männeregos“ pauschalisiert in diese Aussage einflechtet. Sie kann es einfach nicht lassen, sie braucht ein einfaches Schwarz/Weiss.

  • Meine Meinung – Deine Meinung

    Es ist schwer in diesen Zeiten nicht verletzt zu sein. Resilienz und Robustheit einzelner Individuen, eingewoben in einem Kokon ihrer Wünsche, verlieren an Wirkkraft. Die Deutungshoheit liegt jetzt bei den Domänen einzelner gut vernetzten und monitär versorgten Gruppen, Parteien, Verbänden. Medien streiten darüber, wen sie in ihren Publikationen und Auftritten Präsenz bieten dürfen und wen sie doch lieber tot schweigen. (Mauern werden anstatt sie zu beseitigen, immer höher gebaut.)

    Medien mit ihrer Königsdisziplin eine 4. Gewalt im Staat zu präsentieren, ihrer besonderen Aufgabe, Dinge zu recherchieren und an die Öffentlichkeit zu bringen, stutzen ihre Flügel andauernd selbst. Die Fragen, was gesagt werden darf und was veröffentlicht werden soll und was eben nicht, die hierzu benutzten Filter werden in ihrer Sieb Funktion immer engmaschiger.

    Ausnahmen findet man löblicherweise immer wieder. Manche Streitigkeiten werden dankenswerterweise über unsere Judikative auch immer wieder zu ungunsten macher verletzten Streithähne entschieden. Hier scheint unsere Demokraie und unser Grundgesetz und der Schutz und die Enfaltung von Personen und manch kontrovers denkender Gruppen, noch Raum zu bieten.

    Da der Verfasser dieser Zeilen aber leider auch immer mehr an resilientem Vermögen verliert, kann sich auch bei ihm die “Angst” immer mehr ausbreiten. Die “Angst” ist aber das Mittel der Herrschenden schlechthin (die Welt geht unter, wenn ihr nicht …), die Selbstbestimmung wird ausgeschaltet. Menschen die mit zunehmendem Alter immer mehr resignieren und dann zynisch werden, haben aufgegeben. Aber was haben sie aufgegeben? Hierzu sollte Jeder für eine Antwort eine Zeitreise wagen, sowohl in seine Jugend wie auch in sein zukünftiges Greisenalter.

    Ich hoffe, das die Kultur von Pro und Contra Diskussionen, eine gepflegte, ehrenwerte Erfindung unserer griechischen Erfinder der Demokratie, in 2025 wieder mehr in unseren Medien veröffentlicht werden.

    In diesem Sinne wünche ich Allen ein schönes und wunderbares 2025.

    TM

  • Nikolai-Markt im Johanniskloster zum 3. Advent

    Die Hansestadt Stralsund lässt eine der ältesten Adventstraditionen in Norddeutschland wieder aufleben. Im Mittelalter war der Heilige Nikolaus Schutzpatron der Seefahrer und Händler und so auch Schutzpatron der Hanse. Bereits 1512 wurde ihm zu Ehren in Stralsund ein Nikolai-Markt im Advent abgehalten. Damit hat unsere Hansestadt den nachweislich ältesten Weihnachtsmarkt an der Ostsee. Das Originaldokument dazu wird im Stadtarchiv aufbewahrt.

    Ein mittelalterlicher Brauch in mittelalterlichem Ambiente

    Am dritten Adventswochenende – 14. und 15. Dezember – wird die Stralsunder Stadtwache vom Stralsunder Traditionsverein im Johanniskloster diese Tradition wiederaufleben lassen.
    „In diesem ersten Jahr wollen wir im kleinen Rahmen mit ein paar gemütlichen Ständen beginnen“, so Birger Kuhls von der Stadtwache. „Wir hoffen aber, dass sich dieser Markt in den kommenden Jahren zu einer beliebten Familienattraktion in der Hansestadt entwickelt.“ 
    Besucherinnen und Besucher erleben Walking-Acts der Stadtwache, Weihnachtsliedersingen zur Laute, jeweils um 15 Uhr eine lebendige Krippe und – vielleicht gibt sich auch der Heilige Sankt Nikolaus selbst die Ehre. Auch für das Kulinarische ist gesorgt. 

    “Mittelalterliche Händler können sich noch spontan melden und wir freuen uns über alle, die in passendem Gewand erscheinen“, schaut Frederik Burghardt von der Stadtwache Stralsund auf die Neuauflage der Tradition von 1512 voraus.

    Johanniskloster künftig für die Öffentlichkeit zugänglich

    Machbar  wird das Ganze durch die schrittweise Öffnung des Klosters im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. Seit 2012 war es aus baulichen Gründen geschlossen. Bereits jetzt finden Führungen über das über 800-jährige Areal statt, ab 2025 zeigt sich der Rosengarten Dank bürgerschaftlichen Engagements in neuer Pracht, die Chorruine wird ab nächstem Sommer im wahrsten Sinne des Wortes wieder bespielt.

    Jetzt erst einmal öffnet sich das Tor zum Johanniskloster an der Külpstraße am 14. und 15. Dezember für den Nikolai-Markt. So bietet der Stralsunder Weihnachtsmarkt an diesem Wochenende sogar einen vierten Standort speziell für Mittelalterfans und Familien.

    Bei der Gelegenheit kann auch gleich besichtigt werden, mit welchen technischen Mitteln es gelungen ist, die Kirchenschiffwand zur Külpstraße zu stabilisieren. Bis auf wenige Restarbeiten soll bis zum 3. Advent alles fertig und beräumt sein, so dass das Areal an diesem Wochenende in Beschlag genommen werden kann. Für den Nikolai-Markt, dessen Ursprung in Stralsund auf das Jahr 1512 zurückgeht.

    Pressekontakt für den Nikolai-Markt: 
    Birger Kuhls, Stralsunder Traditionsverein
    mobil 0179 1042 357

  • Landesstiftungstag im Stralsunder Rathaus

    MV-Stiftungen leuchten

    Der Leuchtturm war das Symbol des diesjährigen Landesstiftungstages. Über 70 Stiftungsverantwortliche kamen im Stralsunder Rathaus zusammen, um sich auszutauschen, wie Stiftungen sichtbarer für die Gesellschaft werden können. „Stiftungsarbeit ist Arbeit im Non-Profit-Bereich. Sie wird sehr oft ausschließlich ehrenamtlich geleistet. Diese Menschen aus allen Generationen brauchen wir, um das Leuchtfeuer im Leuchtturm am Brennen zu halten.“  So Sebastian Kriedel, der Vorsitzende des Landesnetzes der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern, in seiner Eröffnungsrede. 

    Unter den 188 im Lande registrierten Stiftungen haben viele durchaus Leuchtkraft. Zum Beispiel das Stralsunder Ozeaneum, das Kunstmuseum Ahrenshoop, das Pommersche Landesmuseum, die Rostocker Heimstiftung, der Michaelshof, die Schulstiftung der Evangelischen Kirche oder die Succow-Stiftung. Andere wie die Bürgerstiftungen leuchten eher lokal oder für ganz spezielle Anliegen. Mehr Leuchtkraft verspricht sich der Stiftungstag von vier Ansätzen. 

    Mehr Zustiftungen und Erbschaften sollen die Finanzen stützen. Unternehmer sollen verstärkt für das Stiften gewonnen werden. Es soll deutlicher werden, wie interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger in Stiftungen mitarbeiten und Verantwortung übernehmen können. Schließlich soll sich das Stiftungswesen aktiver für Jugend und gesellschaftlich benachteiligte Gruppen öffnen.

    Als Ansprechpartner für Neugierige bietet Vorsitzender Sebastian Kriedel das Landesnetz der Stiftungen in MV an. Den festlichen Abschluss fand die Veranstaltung mit einem Empfang der Landesregierung im wiedereröffneten Meeresmuseum – eine der großen Stiftungen des Landes.

    Über das Landesnetz der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern e. V.

    Das Landesnetz der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern e. V. engagiert sich seit über zehn Jahren für die Förderung und Vernetzung von Stiftungen in der Region. Als Plattform für Austausch, Beratung und Fortbildung bietet es Stiftungen und Gründungsinteressierten gezielte Unterstützung und setzt sich aktiv für ein stiftungsfreundliches Umfeld ein. Durch Veranstaltungen wie den Landesstiftungstag, Informationsangebote und Öffentlichkeitsarbeit stärkt das Landesnetz die Sichtbarkeit und Bedeutung des Stiftungswesens in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus.

    Sebastian Kriedel

    (Vors.)

    Geschäftsstelle
    Schliemannstraße 2
    19055 Schwerin

  • LesBar im November:

    Tyll“ von Daniel Kehlmann

    Wenn am 6. November die LesBar um 19 Uhr zur nächsten Veranstaltung einlädt, dann liest der Chefdramaturg des Theaters Vorpommern Dr. Joris Löschburg aus „Tyll“ von Daniel Kehlmann.

    Nach der Hinrichtung seines Vaters als Hexer, flieht der junge Tyll Ulenspiegel aus seinem Dorf und zieht von da an als Gaukler, als anarchistischer Spaßmacher durch ein Land, in dem der Dreißigjährige Krieg tobt, der halb Europa verwüsten wird. In einer vom Aberglauben geprägten Welt begegnet Tyll einfachen Leuten aus dem Volk und historischen Persönlichkeiten wie dem Schwedenkönig Gustav Adolf. Er wird Hofnarr, gerät in Schlachten, verschwindet und taucht  wieder auf. An ganz unterschiedlichen Orten, in verschiedenen Jahrzehnten. – 

    Ein sprachmächtiges, packendes, sachkundiges und faszinierend modernes Epos über einen Narren in einer aus den Fugen geratenen Welt.


    Gelesen von Dr. Joris Löschburg im Rahmen der Kooperationsreihe “LesBar” von Theater Vorpommern und Stadtbibliothek Stralsund.

    Stadtbibliothek Stralsund l 6. November l 19:00 Uhr

  • »Der Gang vor die Hunde«

    Am Donnerstag, den 10. Oktober um 19 Uhr trifft sich der Literaturkreis Stralsund zur Buchbesprechung von Erich Kästners Roman »Der Gang vor die Hunde« in der Stadtbibliothek Stralsund.
    Es handelt sich dabei um die Rekonstruktion der Urfassung des Romans »Fabian«, 1931 erschienen. “Sein wichtigster Roman”, sagt Katharina Döbler von rbb Kultur über Kästners Roman. Kästner selbst sagte dazu: “Dieses Buch ist nichts für Konfirmanden, ganz gleich, wie alt sie sind.”

    In “Der Gang vor die Hunde” erzählt Erich Kästner die Geschichte des arbeitslosen Germanisten Jakob Fabian, der im Berlin der späten 1920er Jahre versucht, seinen moralischen Idealen treu zu bleiben, während um ihn herum eine dekadente und korrupte Gesellschaft zerfällt. Fabian erlebt die politischen und sozialen Missstände der Weimarer Republik hautnah, verliert aber zunehmend seinen Lebensmut. Letztlich scheitert er an seiner Passivität und dem Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Entwicklungen seiner Zeit. 

    Der Literaturkreis Stralsund ist eine offene Gruppe von Lesebegeisterten und Bücherfreundinnen und Bücherfreunden, die sich monatlich zum Büchergespräch treffen. Die Stadtbibliothek Stralsund ist dabei Kooperationspartner. 
    In gemeinsamen Leserunden wenden sie sich neuer und klassischer Literatur zu und schauen dabei über den Tellerrand der eigenen Büchervorlieben hinaus. Ziel ist es, Begeisterung fürs Lesen und die Literatur zu schaffen. 

    Eingeladen sind alle, die sich über den Roman austauschen wollen.
    Der Eintritt zur Veranstaltung am 10. Oktober, 19:00 Uhr ist frei.

    Grafik: Literaturkreis