Kategorie: Kunst

  • La Cocina

    La Cocina ist ein Spielfilm von Alonso Ruizpalacios aus dem Jahr 2024. Die Tragikomödie basiert auf dem Bühnenstück The Kitchen von Arnold Wesker. Die internationale Koproduktion zwischen Mexiko und den USA wird im Februar 2024 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt.

  • Samen- und Pflanzentausch-börse

    in der Stadtbibliothek Stralsund.

    Am 24. Februar findet in der Stadtbibliothek Stralsund eine Pflanzen- und Samentauschbörse statt. In der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr können Interessierte in den Veranstaltungskeller der Stadtbibliothek einkehren und sich über und mit Saatgut und Pflanzen austauschen. Eigenes Saatgut kann gerne mitgebracht werden.

    Neben der Saatgutbörse steht dem Forum der gemeinsame Erfahrungsaustausch sowie die Fachliteratur der Sachgruppe Forst- und Landwirtschaft, Gartenbau im 2. Obergeschoss zur Verfügung. 
    Interessierte sind herzlich willkommen. 
    Der Eintritt ist frei.

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    Frühlingsfit ins Gartenjahr
    Vortrag und Workshop in der Stadtbibliothek

    Am Freitag, den 23. Februar, öffnet die Stadtbibliothek Stralsund von 15.00 bis 18.00 Uhr ihre Türen in der Badenstraße 13. In Zusammenarbeit mit “NaNa – natürlich nachhaltig”, dem Umweltprojekt Nord e.V. und dem Frauenwerk der Nordkirche findet dort ein Vortrag und ein Workshop statt. Der Event ist Teil des Projektes „Mut wächst – Klimabewusstsein erden“.

    Die Veranstaltung findet im Keller der Bibliothek statt. Dort gibt es drei Stationen, die auf das kommende Gartenjahr vorbereiten. Teilnehmer können Tetrapaks upcyceln und diese mit Anzuchterde für Setzlinge befüllen. Zudem können sie ihre eigenen Saatguttütchen gestalten, um gesammelte Samen aufzubewahren. Die Aktivitäten vermitteln gemeinschaftlich und familienfreundlich über das neue Gartenjahr. Alle selbstgemachten Materialien dürfen mitgenommen werden.

    Wer lieber zuhören als mitmachen möchte, kann zu jeder vollen Stunde vorbeikommen. Dann gibt es jeweils einen 20-minütigen Vortrag. Eike Loewke und der “Fruchwechsel e.V.” halten Vorträge zu verschiedenen Themen.

    Das Programm:
    15:00 Uhr Saatgut sammeln und bewahren
    16:00 Uhr Warum wir es uns gönnen dürfen – gebietstreues und samenfestes Saatgut
    17:00 Uhr Wintergärtnern jetzt planen

    Der Eintritt ist frei.

  • Wer hat Angst?

    Ja, heute protestierten zahlreiche Menschen gegen rechts. Es ist beeindruckend wie viele Menschen auf die Straße gehen. Viele von ihnen sind auch Migranten, und sie haben Angst vor der Zukunft.

    So sagt die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, “Viele Menschen, die Rassismus und Diskriminierung erleben, haben gerade große Zukunftsängste”. Ja, diese Zukunftsangst ist weit verbreitet und zwar auch bei Nicht-Emmigranten. Selbst bei den Eliten wächst die Furcht.

    Beschämend ist aber auch, wie Strategiespiele, die Angst und Furcht verbreiten sollen, von machen produktiv eingesetzt werden. Polemik und Propagande findet man überall und auf allen Seiten. Wenn Correctiv Mitarbeiter wie Jean Peters auf seiner Website schreibt:

    “Ich entwickele Aktionen und erfinde Geschichten, mit denen ich in das politische und ökonomische Geschehen interveniere“,

    dann hat er wegen seiner Ehrlichkeit meinen Respekt, er entlarvt aber durch diese Aussage auch sich selbst; Intention und Vorsatz sind seinen Arbeiten über geordnet, auch wenn sie journalistisch geprägt sind. Jeder Mensch, der sich einer Gruppe zugeordnet hat, versucht deren Interessen zu vertreten, er meint auf der Seite der Guten zu stehen, und er sieht sich als Kämpfer gegen das Böse. So sind “Alle” igendwie auf der Suche nach Identität. Und es heißt nach Peter Turchin:

    “Ein weiterer Faktor sind Gegen-Eliten, welche die Instabilität antreiben. Sie sind ein Resultat der Überproduktion von Eliten. Das heißt, es gibt zu viele Menschen, die an die Macht streben, aber zu wenige Positionen für sie. Da die Zahl dieser Aspiranten ansteigt, werden mehr und mehr frustriert. Sie kanalisieren die Unzufriedenheit gegen Eliten oder werden Revolutionäre. Man denke nur an Lenin, die Bolschewiken oder Fidel Castro”.

    Beschämend war auch, das ein Treffen von 20 Teilnehmern, davon 4 von der AFD, ansonsten CDU, Werteunion und Untertnehmersowohl von Correctiv anhand des Begriffes Deportation, der im Treffen gefallen sein soll, an die Wand gedrückt werden. Will man von Correctiv Beweise, wird nur auf Quellenschutz verwiesen. Mittlerweile rudert aber selbst die Correctiv Mitarbeiterin Anette Dowideit zurück. Sie hat mittlerweile zugegeben, das der Begriff Deportation wohl nicht gefallen ist und die Textstellen im Klappentext hinsichtlich der Vorwürfe der Phantasien um den Begriff Deportation, im neuen Buch gelöscht. Es gab wohl dieses Mißverständnis nur wegen der von Correctiv hingewiesenen Tatsache, das die Villa Adlon nicht weit vom Haus der Wannssee Konferenz liegt. Ein Schelm, der Böses denkt. Es ist erstaunlich wie z.B. das Wort “Remigration”, welcher unter anderem dem Aufgabenbereich der Sachbearbeiter bei den Ausländerbehörden zugeordnet werden kann und die Aufgaben “Ausreiseaufforderungen illegal eingereister Ausländer” oder “Entscheidungen über Abschiebungen” beinhaltet, wie, weil der Begriff mittlerweile auch von Rechtsradikalen benutzt wird, so schnell als das Unwort des Jahres definiert wurde. Der Begriff an sich war politisch lange eher neutral. Das der Xenophobie vollständig unverdächtige Osnabrücker Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien spricht seit Jahren in Forschungsarbeiten von Remigration.

    Auch auf der Website des neuen CDU Ministerpräsidenten Christian Herrgott in Thüringen gibt es Forderungen wie: Rücknahmen von abgelehnten Asylbewerbern durchsetzen, Thüringer Rückführungszentrum einrichten, Liste sicherer Herkunftsländer erweitern, Abschiebungen gesetzlich stärken.

    Wir waren ja eigentlich schon einmal weiter. Nehmen wir z.B. Sinan Güngör, ein seit 52 Jahren in Deutschland lebender Türke. Er ist maßgeblich an der Erschaffung der “Sendung mit der Maus” beteiligt, sei es an Otto, der Straßenhund oder dem Eisbären. Und als Friederich Streicher seinen Zeichenjob für die Maus bei der “Sendung mit der Maus” aufgab, erhielt Sinan Güngör den Job.

    Und so wie ihn, gibt es viele. Keiner will Menschen wie diese aus Deutschland ausweisen. Dennoch müssen wir für neue Zuwanderung die Kapazitätsgrenzen begrenzen und weitere Anforderungen minimieren.

    Selbst der Bundeskanzler Scholz sagte vor kurzem: Eine Begrenzung der Zuwanderung “macht uns nicht zu Unmenschen” und fordert Abschiebungen “im großen Stil”. Unbegrenzte Zuwanderung gefährde den Sozialstaat.

    Blick in die Schweiz zur NZZ: Es gab keien Masterplan…

  • Eldenaer Jazz Evenings

    43. Eldenaer Jazz Evenings am 05. & 06. Juli 2024

    Am ersten Wochenende im Juli treffen sich seit 1981 Jazzfreunde aus ganz Deutschland und darüber hinaus zu den Eldenaer Jazz Evenings in der Klosterruine Eldena in Greifswald. Inmitten des Symbols der deutschen Romantik werden internationale Größen und etablierte KünstlerInnen der deutschen Jazzszene ebenso präsentiert wie aufstrebende Formationen aus dem In- und Ausland. Genießen Sie zwei Abende mit je drei Konzerten in besonderer Atmosphäre. “Die Konzertnächte beginnen in der Abendsonne, die die backsteinroten Mauern im zum Himmel offenen Konzertraum fast magisch zum Leuchten bringt” (Heti Brunzel/NDR) und enden kurz vor Mitternacht inmitten der angestrahlten Mauern unterm Nachthimmel.

    [Quelle Stadt Greifswald]

  • Lesung in der Museumswerkstatt

    WINTERFERIEN im STRALSUND MUSEUM
    Winteratelier und Lesung in der Museumswerkstatt

    Am 7. Februar liest “Bücherfrau” Katrin Hoffmann für Kinder aller Altersgruppen zauberhafte Wintergeschichten aus dem reichhaltigen Sortiment der Strandläufer Verlagsbuchhandlung. Katrin Hoffmann setzt sich bereits seit Jahren für die Leseförderung ein, betreibt mit ihrem Mann den Buchladen im Museumshaus Mönchstraße 38 und ist mit vielen neuen Geschichten und alten Bekannten zu Gast in der Museumswerkstatt.

    Datum: Mittwoch, 7. Februar, 14 Uhr
    Der Eintritt ist frei, um Anmeldung bittet das STRALSUND MUSEUM bis zum 6. Februar
    Ort: Museumswerkstatt, Am Katharinenberg 35, 3. Obergeschoss

    Mit dem offenen Ferienatelier “Winterzauber in der Stadt” richtet sich das STRALSUND MUSEUM am Samstag, den 10. Februar an Familien, die in den Winterferien zuhause bleiben oder in Stralsund ein paar Urlaubstage verbringen. 
    Was macht ihn aus, den ganz besonderen Zauber des Winters in und um die Hansestadt Stralsund?
    Inspiriert von der Natur und den Farben des Winters und der Vorfreude auf den Frühling werden Schneeflocken und bunte Pompons aus verschiedenen Materialien sowie ein von der Stadtgeschichte inspiriertes Memory-Spiel hergestellt. 

    Datum: Samstag, 10. Februar, 14 bis 16 Uhr
    Kosten: 4 Euro / Kind 
    Ort: Museumswerkstatt, Am Katharinenberg 35, 3. Obergeschoss

    Das Ferienatelier  “Winterzauber in der Stadt” ist in den Ferien für Hortgruppen buchbar und eine Lesung mit Katrin Hoffmann für Hortgruppen findet am 14. Februar um 10.30 Uhr statt. Für weitere Informationen und Anmeldung ist Dr. Eirini Vasilopoulou im STRALSUND MUSEUM unter Tel. 03831 253616 sowie unter museum@stralsund.de erreichbar. 

    Bild-Repro: HANSESTADT Stralsund l STRALSUND MUSEUM

    Stralsund - Alter Markt - Winter
  • Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren

    Vorstellung Studie “MobiHUB Stralsund”

    Am Montag, den 29. Januar, 18:00 Uhr, lädt die Hansestadt Stralsund ins Rathaus in den Löwenscher Saal zu einer Informationsveranstaltung ein. Die Veranstaltung ist öffentlicher Auftakt zum vom Bund geförderten Beitrag Stralsunds im Rahmen des Programms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ).

    Themen sind dabei:
    Wie entwickelt sich der ruhende Verkehr in der Altstadt mit ihrer breiten Nutzungsmischung aus Gewerbe und Wohnen? Wie schaffen wir Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in welterbegeschützten Straßenräumen? Welche Möglichkeiten haben wir für eine Steigerung der Aufenthaltsqualität auch abseits der beiden großen Marktplätze?

    Als Einstieg in das breite Themenfeld wird auf der Veranstaltung die Machbarkeitsstudie für den sogenannten Mobility Hub vorgestellt. Diese Mobilitätsstation ist ein Ort, an dem verschiedene Verkehrsmittel und Mobilitätsservices räumlich zusammenkommen.
    Untersucht wurde, ob und wie auf dem Dach des Parkhauses am Meeresmuseum (Mönchstraße/ Mühlenstraße) Stellplätze und Ladeinfrastruktur für Anwohner und Gewerbetreibende sowie weitere Angebote für ergänzende Mobilitäts- und Logistikfunktionen wie Car-Sharing, Lastenfahrräder oder Paketlogistik entstehen können.

    Interessierte Stralsunderinnen und Stralsunder sind eingeladen, sich über die Erkenntnisse aus der Machbarkeitsstudie zu informieren und diese zu diskutieren. Dabei soll es neben den Angeboten des MobiHUB auch um allgemeine Möglichkeiten für eine zukunftsweisende Mobilitätsentwicklung Stralsunds gehen.

    Das Bundesprojekt „MobiHUB Stralsund“ 
    Das Projekt „MobiHUB Stralsund“ setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Der erste, die auf technische und wirtschaftliche Fragen abstellende Machbarkeitsstudie, wurde 2023 vom Berliner Büro GIVT Gesellschaft für Innovative VerkehrsTechnologien mbH erarbeitet. Wie sich die Angebote des MobiHUB auf die Freiflächen in der Altstadt auswirken könnten, wird derzeit von der UmweltPlan GmbH aus Stralsund untersucht. Gesamtkoordination und Management werden zusammen mit der Öffentlichkeitsbeteiligung vom Stadtentwicklungsbüro Urbanizers aus Berlin durchgeführt. 

    Das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ)
    Ziel des Programms ZIZ ist es, Städte und Gemeinden attraktiv zu erhalten und zukunftsfähig sowie widerstandsfähig weiter zu entwickeln. 221 Kommunen unterstützt der Bund zwischen 2022 bis 2025 mit insgesamt bis zu 250 Mio. Euro aus Bundesmitteln. Zu unterschiedlichen Schwerpunkten sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aufgerufen, Strategien und Konzepte zu entwickeln sowie erste Maßnahmen umzusetzen. Die Kommunen beteiligen sich an der Finanzierung mit einem Anteil von 25 %. 

    https://www.innenstadtprogramm.bund.de/Webs/ZIZ/DE/startseite/startseite-node.html
    Ansicht vom Areal, für welches das Projekt "MobiHUB Stralsund" entwickelt wird.

    Text und Foto: HANSESTADT Stralsund l Pressestelle
    Bildtext: Ansicht vom Areal, für welches das Projekt “MobiHUB Stralsund” entwickelt wird.

  • Geld aus Luft

    Passt das Geschäftsmodell der Banken noch in unsere heutige Zeit?

    Dieser Beitrag ist aus dem Jahre 2011, also zur Zeit 12 Jahre alt. Das Jahr 2008 mit seinem Banken Chaos war noch nicht lange her.

    1. Intro: Es ist zur Zeit recht schwierig über Geld, Zins und Banken zu reden, da den meisten von uns das Thema, immer wieder neu vorgeführt über unsere Politiker, Talk Shows und Medien, allmählich wohl aus den Ohren tropft. Ich aber meine, wir werden noch solange mit diesem leidigen Thema uns auseinandersetzen müssen, immer wieder den gleichen Chorus hören, bis wir nonkonforme, nicht stromlinienförmige Lösungsansätze realisieren können.

    Ich denke, daß das Thema Banken und Zins sehr gut zu unserem früheren Thema “Burn Out” paßt. Über die steigende Geldmenge im Vergleich zum tatsächlich gemeinschaftlich erarbeiteten Bruttoinlandsprodukt, wird das nicht mehr gedeckte, neu geschaffene Geld durch von Banken erdachte Finanzkonstrukte, Zins und Wirtschaftspolitik immer aggresiver und absurder genutzt. Dies weiter, schneller, höher führt letztendlich zum “Burn Out”, zu Hunger und Krieg. Bei unserer Diskussion über das “Burn Out” Syndrom sprachen wir über die Schwierigkeit einer Preisfindung für ein Bild oder eine anwaltliche Leistung. Ich denke, diese Preisfindungen sind u.a. so problematisch, da nicht wie zur Zeiten des Tauschhandels nur ein individueller Wert und Gegenwert getauscht werden muß, sondern die zusätzliche Last von Margen und Zins der durch die bei der Produktion beteiligten gewinnorientierten Banken, hinzu kommt. Das Individium wird benutzt vom “monitären Apparat” und den auf der Mauer lauernden “Leistungsabschöpfern”.

    Dieser Text besteht nun aus 3 Strängen, die mir wichtig sind, welche sind:

    A. Schulden und Zinsen

    B. Geld aus Luft

    C. Gemeinwohl Bilanz

    Diese Seite “Schulden und Zinsen” ist gegliedert in:

    01. Intro

    02. Schulden und Zinsen

    03. Wie verdient Ihre Bank ihr Geld

    04. Ethische Banken

    05. Wachstumsdruck durch Zinsen — Zinsen und Inflation

    06. Die Verschuldung in der EU

    07. Die Verschuldung Global

    08. Zukunft der Kredite, der Sparguthaben und des Zinses

    o9. Historische Zinsverbote

    10. Regionalgeld: Der Chiemgauer, Potsdamer Havelblüten, der Sterntaler, der Urstromtaler.

    Nun aber zum Thema:

    2. Schulden und Zinsen.

    Zinszahlungen auf Schulden nehmen Dimensionen an, die nicht mehr zu schultern sind. Überproportional wird Geld aus den nationalen Haushalten entwendet. Es fehlt daher an Geld für Schulen, Krankenhäuser und Sozialversicherungen.

    Es ist nicht ohne weiteres ersichtlich, warum ein Zins über 3% notwendig sein sollte. Es gibt eine gesetzliche Regelung bei Geschäftsbanken, eine 10%ige Mindestreserve für an seine Kunden gewährten Buchgelder, also Kredite, auf einem Zentralbankkonto zu hinterlegen. Für einen gewährten Kredit von z.B. über 10.000,- Euro muß die Bank also auf ihrem Zentralbankkonto 1000,- Euro tatsächlich besitzen. Die restlichen 9000,- Euro werden nur gebucht, sie existieren garnicht. Hierfür verlangt die Bank aber Zinsen. Wie darf es aber sein, daß jemand für eine garnicht erbrachte Leistung Geld nehmen kann?

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    Wem nutzt eigentlich die jetzige Geldwirtschaft? Viele würden vielleicht antworten, dem der dafür gearbeitet hat und der im Tausch dann schnell und einfach über Geld be(ent)lohnt wird. Dies ist aber falsch. Den meisten Nutzen bringt es denen, die es verteilen und damit aus dem aus einer Schuld neu geschöpften Geldes und des damit verbundenen Schuldenzinses an jeder Arbeit, an jedem Projekt des Kreditnehmers verdienen.

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    Geld war zunächst einmal eine Vereinfachung des Tauschhandels. Geldmünzen ergaben einen Indikator für den Wert einer Ware in Form einer Zahl. Geldmünzen boten hier einen gewissen Gegenwert in der Münze an sich. Beim Papiergeld war das schon anders, der Gegenwert im Papier selbst war nicht mehr gegeben. Zunächst waren Goldreserven als sicherer Gegenwert vorgeschrieben, diese wurden dann später aber aufgegeben. Die Verpflichtung zur Lagerung von Goldreserven waren auch als Regulativ gegen zu schnelles und einfaches Geld drucken gedacht, da Gold eben nicht so schnell zu verfielfältigen ist.

    aCampada Demonstration vom Brandenburger Tor zum Alex

    3. Wie verdient die Bank ihr Geld

    Ich möchte hier garnicht auf den Derivatehandel und konstruirte Wertpapiere eingehen. Hier soll das Augenmerk auf dem Einnahmezins liegen. Wenn 10 Leute auf einer Insel 100 Euro erhalten und der Geldgeber, der das Papier gedruckt und in Umlauf gebracht hat, nach einem Jahr 5% Zinsen Aufschlag verlangt, scheint dieses nur fair. Ist dieses aber wirklich fair? Beim Beispiel dieser 10 Menschen auf dieser Insel, die also jeder 100 Euro erhalten haben und nun zusammen 10000 + 500 Euro Zinsen zurück zahlen müssen, woher soll der Einzelne eigentlich die 50 Euro nehmen, es gibt ja eigentlich nur 10000 Euro im Umlauf. Man muß also dem anderen etwas wegnehmen, um den Zins zahlen zu können. Nun kann man Geld nachdrucken, dieses bedeutet aber immer eine Schuld und das Geld wird ohne Leistung erzeugt, quasi “Geld aus Luft”. (Ausdruck von Franz Hörmann, Wirtschaftsuniversität Wien)

    Ein Handwerker, ein Dienstleister verlangt eine gewisse Summe für seine Arbeit. Er schafft etwas, z.B. ein Haus. Was erbringt eine Bank aber an Leistung? Für ein Bankgeschäft braucht man eine Buchführung und einen Schuldner und fertig ist das lukrative Geschäftsmodell. Der Kreditnehmer muß den Wert schaffen und darüber die Zinsen erwirtschaften. Abverlangt wird ihm zudem eine dingliche Sicherung, also das Haus. Der Wert der Zinsen wird der normalen Wirtschaft erst einmal entzogen. Der Kreditnehmer kann mit diesem von ihm zu zahlenden Zinsgeld kein reales Gut erzeugen, keinen Handwerker beschäftigen.

    Ein Hausbesitzer bezahlt für sein neu gebautes Haus, sagen wir einmal 300.000,- Euro. Diese Summe ist für das Grundstück, Material, Handwerker. Dann, bei einer 20-jährigen Laufzeit eines Kredites bei dinglicher Absicherung, muß der Hausbesitzer noch einmal ca 100% für die Bank entrichten, also noch einmal 300.000,- Euro, dies für eine Kreditprüfung, Wertgutachten, einem möglichen Kreditausfall und für die Kosten der Administration. Diese Kosten liegen aber bei einem Vorgang über 300.000,- Euro bei ca 10.000,- Euro und nicht 300.000,- Euro. Hier würde also der fällige Zins, selbst bei Endfälligkeit der Tilgung, im Jahr ca 650,- Euro betragen. Bei heute üblichen Hypothekenzinsen von 5% fällt aber eine jährliche Zinszahlung von über 15.000,- Euro an.

    Jetzt wird gesagt, die Bank erbringe auch eine Leistung und habe ein Risiko. Hierfür sollte sie aber dann auch ganz normal über Gebühren entlohnt werden. Was aber bitteschön hat die erhobene “prozentuale” Gebühr auf eine zu überweisende Geldsumme bei einer Geldüberweisung von einem Land in ein anderes mit Fairness zu tun? Was bitteschön soll die Teilhabe von 5% an jeder erbrachten Leistung, wo die Bank doch selbst erst einmal gar keine Leistung, außer der Erstellung von einem virtuellen Buchungssatz, erbracht hat?

    Wohin geht's?

    Wohin geht’s?

    4. Ethische Banken

    Ein erster Schritt aus der Schockstarre ist einmal die allgemeine Akzeptanz von ethischen Banken. Diese Banken hatten in der Krise 2008 und jetzt auch nie Probleme. Sie mußten nicht unterstützt oder “rekapitalisiert” werden. Als Beispiel sei die “GLS“, “Bank, Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken” in Bochum genannt. Diese legt ihre Schwerpunkte auf Transparenz, auf nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften. Sie sind nicht auf hohe Rendite aus, sondern sie investieren in echte Wirtschaft. Hier wird jeder Kreditnehmer und die Kreditbeträge veröffentlicht. Die ethischen und ökologischen Richtlinien bei der Einsetzung ihres Kapitals, und die niedrige Zinserhebung an besonders förderungswürdige Unternehmen schaffen echten Mehrwert. Und es gibt sogar GLS Kunden, welche auf Grund ihres Vermögens genug haben, um gut zu leben und dabei nicht dem “Renditewahn” verfallen sind. 12% der GLS Anleger verzichten auf Grund der ethischen Arbeitsweise der Bank gänzlich auf ihre Zinsen. Dieses Geld erhalten dann besonders förderungswürdige Unternehmen.

    “Es ist ein Missverständnis, dass Banken Geld verdienen müssen”, sagt der Vorstandsvorsitzende der GLS. “Wir wollen das Kernbedürfnis befriedigen, den Geldtransfer zu regeln, Geld aufbewahren, Kredite ausreichen”.

    Andere alternative Banken sind die Triodos Bank und die Ethik-Bank. Attac ruft zur Krötenwanderung auf, eine Initiative zum Bankenwechsel.

    5. Wachstumsdruck durch Zinsen — Zinsen und Inflation

    Die realen Wirtschaftleistungen eines Staates, das BIP, bilden mittlerweile keinen Gegenwert mehr zu den Spareinlagen. Die Sparrate überflügelt immer mehr die Wachstumsrate. Zinsen werden aber aus der Wirtschaftsleistung bedient. Hier ein Vergleich: Ist das Geldvermögen 100 mal so groß wie die reale Wirtschaftsleistung, bräuchte es das gesamte BIP, um das Geldvermögen – nominell – mit einem Prozent zu verzinsen.

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    43 Billionen Euro produziert die Welt an Gütern in der Realwirtschaft. — 440 Billionen werden außerhalb der Börsen ohne Aufsicht auf den Finanzmärkten gehandelt. — Der Handel mit Währungen beträgt 733 Billionen. All dies sucht Rendite.

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    6. Die Verschuldung in der EU

    Über die Erichtung einer EU geförderten Subventionspolitik, haben manche Personen die Geldtöpfe der EU mißbraucht, um ihre Geschäfte zu machen. Z.B. Autobahnbau in Portugal, auf der nur wenige Autos pro Tag fahren. (Noch nicht einmal jeder Portugiese besitzt ein Auto.) Das 40% (Eigenkapital) zu 60% (Subventions) Modell einer EU Förderung verleitet manchen Bürgermeister, Landesfürsten usw. Projekte anzuschieben, welche einen kommunalen oder auch staatlichen Haushalt schnell überforden. Das einzulösende Eigenkapital wurde auch oft nur über Kredite finanziert, so daß die Rückzahlung aller Verpflichtungen über die zu saldierenden Zinsen unmöglich gemacht wurde. Viele Länder wie z.B. Portugal sind garnicht in der Lage, gemäß ihres realen Wirtschaftseinkommens hier die Zins- und Schuldlast zu begleichen, außer man privatisiert kollektiv erarbeitete Staatsunternehmen. Und hier liegt der Hase im Pfeffer, dies ist das Ziel der Kosmokraten. Es geht um die Privatisierung staatlicher Einrichtungen und nicht um die Entschuldung von Staaten oder auch Personengesellschaften, sondern vielmehr um regelmäßige Zahlungen von Zinsen und Aneignung von historisch kollektiv erarbeiteten Unternehmen wie z.B. Post, Bahn usw. Es ist eine Mär, bei der Privatisierung von z.B. Wasser, eine Verbesserung für den Verbraucher zu garantieren. Der totale Gegensatz ist der Fall: Ein kostenloses Produkt der Natur wird hier in den Besitz wohlhabender Menschen überführt.

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    Die horrende herumvagabundierende Geldmenge, welche ein Vielfaches der von der Welt erarbeitetem realen Bruttosozialprodukt entspricht, dieses Geld sucht Rendite. Bei einer zu groß angelegten Subvention über die EU in ein armes Land oder bei einem zu gierigen Investmentbanker ist es wie bei einem Drogenhändler, der seine Kunden anfixt und sie zu Junkies werden läßt. So wachsen und wachsen die Schulden.

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    Ein weiteres Beispiel ist z.B. eine Niedrigsteuer Politik für Unternehmen in Irland, welche zunächst neue Unternehmen in das Land brachte, Irland aber trotzdem in die Krise gehen ließ. Dies zeigt den Irrsinn einer quasi Steuerbefreiung für Unternehmen. Die zur Zeit von den Deutschen geforderte Kapitalertragssteuer von 0,01% bzw. 0,05% wird von Lobbyisten in der Luft zerissen. Das Horror Szenario wird beschrieben: Die Investoren gehen in ein anderes Land. Meine Güte, die Welt ist klein. Selbst China hat eine Kapitalertragssteuer von 0,1% eingeführt.

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    Übrigens, viele haben vergessen, daß es in Deutschland in den 80ern eine Kapitalertragssteuer bereits gegeben hat. Diese hieß bloß Börsenumsatzsteuer und wurde 1991 unter Helmut Kohl abgeschafft. Auch das oft geforderte Trennbankensystem, welches das Kunden- und Investmentgeschäft der Banken trennen möchte, wurde in den USA nach der großen Krise eingeführt und unter Clinton wieder abgeschafft, bekannt als Glass-Steagull Act, 1932.

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    7. Die Verschuldung Global

    Staaten der Dritten Welt investieren einen Großteil ihres Bruttosozialproduktes in die Zinslast ihrer Schuldenrückzahlung. “Im Jahr 2005 belief sich die öffentliche Entwicklungshilfe der Industrieländer des Nordens für die 122 Länder der Dritten Welt auf 58 Milliarden Dollar. Im selben Jahr haben die Länder der Dritten Welt den Kosmokraten der Banken des Nordens 482 Milliarden Dollar als Schuldendienst überwiesen.” (Jean Ziegler, Uno Beauftragter der UNO)

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    Schon eigenartig, es gibt in Deutschland nur 3,5 Millionen Aktienbesitzer und voll sind die Medien mit deren Interessen.

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    8. Zukunft der Kredite, der Sparguthaben und des Zinses

    In Zukunft wird es keine Kredit- und Sparzinsen mehr geben, die über 3-4 % gehen. Ein Ausgleich leicht über der Inflationsrate ist am Anfang vielleicht noch möglich. Das Zinsmodell wird abgelöst über eine Kreditgebühr, welche die Kosten der Bank sowie einen Ausgleich der Inflation begleicht. Die Zeiten der Slogans: “Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten” werden endgültig den Dinosaurieren überlassen. Es wird abgelöst von einem: Schauen Sie hin, was mit Ihrem Geld passiert.”

    9. Historische Zinsverbote

    Bei in früherer Zeit verordneten Zinsverboten muß man beachten, daß sie nur für die eigene Religionsgruppe, also Islam, Juden, Christen Gültigkeit besaß. Für Fremde galt dieses nicht.

    I. Zinsverbot im Islam. Im Koran, dessen Autorität bei Schari’a-Bestimmungen traditionell als unanfechtbar angesehen ist, steht in Sure 3, Vers 130 „Ihr Gläubigen! Nehmt nicht Zins, indem ihr in mehrfachen Beträgen wiedernehmt, was ihr ausgeliehen habt!“ Folglich sind sowohl festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen und Renten als auch Einnahmen von Zinsen aus Girokonten und ähnlichen Bankprodukten ausgeschlossen. Hingegen sind alle Erträge akzeptabel, welche auf einem Handel oder einer Investition in ein bestimmtes Produkt beruhen

    II. Zinsverbot im Alten Testament: Levitikus 25,36-37: “Du sollst nicht Zins von ihm [deinem Bruder] nehmen und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt. Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins geben, und deine Nahrungsmittel sollst du nicht gegen Aufschlag geben.”

    III. Zinsverbot im Neuen Testament. Noch 1745 sagte Papst Benedikt XIV.: “Die Sünde, die usura heißt und im Darlehensvertrag ihren eigentlichen Sitz und Ursprung hat, beruht darin, dass jemand aus dem Darlehen selbst für sich mehr zurückverlangt, als der andere von ihm empfangen hat […] Jeder Gewinn, der die geliehene Summe übersteigt, ist deshalb unerlaubt und wucherisch. Dazu heißt es an einer entsprechenden Stelle im Neuen Testament bei Lukas 6.33-35: “Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank wollt ihr dafür erwarten? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank wollt ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen. Ihr aber sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. …”

    Ein ausdrückliches Zinsnahmeverbot gab es im Mittelalter unter Papst Innozenz III. Martin Luther war auch noch dagegen, Calvin dagegen dafür. Innerhalb der katholischen Kirche wurde das Zinsverbot von Papst Pius VIII. in einem Schreiben vom 18. August 1830 an den Bischof von Rennes aufgehoben.

    10. Regionalgeld

    es gibt sie schon viele Orte, sei es Potsdamm mit seinen Havelblüten, oder Rosenheim mit seinem Chiemgauer und und und…, wo Regionalgeld eine faire Begegnung leisten möchte.

    [Klaus Kampe]

    PS. Hier ein Brain Storm Pad#Occupy Berlin

    zur Zeit:

    1. Forderungen / Ziele
    1.1 Grundrechte / Verfassung
    1.2 Regelung des Finanzmarktes
    1.3 Wirtschaftssystem – Dritte industrielle Revolution
    1.4 Sozialsystem
    1.5 Umwelt
    1.6 Politisches System – Echte Demokratie
    1.7 Internationale Politik
    Unkategorisierte Punkte (Bitte integrieren)
    2. Aufklärungsarbeit
    3. Organisation
    4. Anmerkungen

  • Aufruf in Baden-Würtemberg zum Stromsparen

    Während gestern um 7.30 Uhr die gesamte Stromerzeugung in Baden-Württemberg bei 4094 Megawatt lag, betrug die regionale Last zur gleichen Zeit mehr als das Doppelte: 9380 Megawatt. Der Netzbetreiber TransnetBW sagt hierzu, das man am Montag in der Zeit von 6:00 – 14:00 Strom sparen sollte und das man für Stromausfälle für mehrere Sunden immer vorbereitet sein muß. Schuld seien die überlasteten Transportkpazitäten der Leitungen aus dem Norden von Deutschland. Sie empfiehlt in diesen Zeiten weniger Strom zu verbrauchen oder zumindest den Zeitpunkt der Verbräuche zu verlagern.

  • Zawinul – Gulda – Hancock

    Herbie Hancock, Joe Zawinul & Friedrich Gulda in Concert (1989) auf den Salzburger Festspielen – Zusammen – ein Schatz, ein Traum.

    Verfolgen Sie diesen Traum auf Radio Stralsund am Dientag um 17:00 Uhr

    Playlist:

    0:25 Requiem for Karajan by Joe Zawinul playing the breath Control Synthesizer (Korg M1, Korg DW-6000, Prophet T8)

    8:49 Sonata in B-flat major, K. 333 | 2nd movement (Andante Cantabile) by Mozart performed by Friedrich Gulda with the piano

    13:50 Menuett by Friedrich Gulda 17:00 For Rico by Friedrich Gulda, playing the piano

    20:40 All Blues by Miles Davis performed by Friedrich Gulda & Herbie Hancock with the piano

    27:54 Maiden Voyage by Herbie Hancock playing the piano

    37:54 Body And Soul by Herbie Hancock & Joe Zawinul playing the piano

    45:44 Toys by Herbie Hancock & Joe Zawinul playing the piano

    49:29 In My Solitude by Joe Zawinul, playing the synthesizer (Korg M1, Korg DW-6000, Prophet 5)

    53:55 Improvisation by Joe Zawinul & Herbie Hancock & Friedrich Gulda, playing Friedrich Gulda & Herbie Hancock the piano and Joe Zawinul the breath control Synthesizer (Korg M1, Korg DW-6000, Prophet 5)

    1:06:03 With Computer by Joe Zawinul & Herbie Hancock & Friedrich Gulda playing the piano with loop sequencer and IBM Computer

    1:19:42 Night And Day by Joe Zawinul, Herbie Hancock & Friedrich Guld playing the piano (six hands)

    Der legendäre Musiker Joe Zawinul war einer der einflussreichsten Jazzmusiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Er war ein Pionier in der Verwendung elektronischer Musikinstrumente, der das elektrische Klavier in den Mainstream brachte, und besaß eine unvergleichliche Fähigkeit, den Synthesizer zu einem ausdrucksstarken Musikinstrument zu machen. Er komponierte einige der bekanntesten Standards des Jazz, darunter “Mercy, Mercy, Mercy” und “Birdland”. Zusammen mit Wayne Shorter gründete und leitete Joe Weather Report, die wohl kreativste und erfolgreichste Band des Jazz nach den sechziger Jahren. Seine einzigartige Kombination aus Jazz und ethnischer Musik aus aller Welt ebnete den Weg für das, was später als “Weltmusik” bezeichnet werden sollte. Letztendlich schuf Joe eine einzigartige musikalische Stimme, die sofort identifizierbar ist und sich jeder Kategorisierung entzieht.

    Friedrich Gulda (16. Mai 1930 – 27. Januar 2000) war ein österreichischer Pianist und Komponist, der sowohl im Bereich der Klassik als auch des Jazz tätig war. Geboren in Wien als Sohn eines Lehrers, begann Gulda im Alter von 7 Jahren am Wiener Volkskonservatorium bei Felix Pazofsky Klavier zu spielen. 1942 trat er in die Wiener Musikakademie ein, wo er bei Bruno Seidlhofer und Joseph Marx Klavier und Musiktheorie studierte. Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf gewann er 1946 den ersten Preis. Zunächst bevorzugte die Jury den belgischen Pianisten Lode Backx, doch in der Endabstimmung wurde Gulda zum Sieger erklärt. Eine der Juroren, Eileen Joyce, die Backx bevorzugte, stürmte hinaus und behauptete, die anderen Juroren seien von Guldas Anhängern unfair beeinflusst worden. Gulda begann, weltweit Konzerte zu geben.

    Herbie Hancock ist eine wahre Ikone der modernen Musik. Im Laufe seiner Erkundungen hat er Grenzen und Genres überwunden und dabei seine unverwechselbare Stimme beibehalten. Mit einer illustren Karriere, die sich über fünf Jahrzehnte erstreckt, und 14 Grammy™ Awards, darunter das Album des Jahres für River: The Joni Letters, verblüfft er nach wie vor das Publikum auf der ganzen Welt. 1940 in Chicago geboren, war Herbie ein Wunderkind am Klavier, das im Alter von 11 Jahren ein Klavierkonzert von Mozart mit dem Chicago Symphony Orchestra aufführte. In der High School begann er, Jazz zu spielen, zunächst beeinflusst von Oscar Peterson und Bill Evans. Außerdem entwickelte er eine Leidenschaft für Elektronik und Naturwissenschaften und absolvierte ein Doppelstudium in Musik und Elektrotechnik am Grinnell College. Heute ist Herbie Hancock dort, wo er schon immer war: an der Spitze von Weltkultur, Technologie, Wirtschaft und Musik. Obwohl man nicht genau weiß, wohin er als nächstes gehen wird, ist er sich sicher, dass er überall, wo er landet, seinen unnachahmlichen Stempel hinterlassen wird.

  • 900 Mio. Northvolt-Zuschüsse genehmigt

    Es soll zwar keine Steuererleichterungen für die Bauern geben, aber die Northvolt aus Schweden bekommt 900 Mio Zuschüsse für ihr Batteriewerk in Heide, Schleswig Holstein. Es sollen 3000 Arbeitsplätze entstehen. An sich eine feine Sache, und ja, im Zuge des schon seit 30 Jahren bestehenden Bauernsterbens können ja weitere Bauern hier ein 9to5 finden, wenn da eigentlich nicht die klammen Kassen wären – oder gibt es diese garnicht??

    Wie kann es sein, das so viele Wirtschaftsunternehmen wegen der zu hohen Kosten Deutschland verlassen aber Giga Unternehmen wie Intel, Northvolt, Tesla zu uns kommen? Wir werden es in 4 Jahren wissen.