Autor: stralsund

  • 850 Milliarden Euro Neuschulden

    Die 850 Milliarden Euro Neuschulden von Merz & Friends werden auch jeden einzelnen Bürger treffen. Ihr glaubt es nicht? Hier ein Versuch es für alle einzuordnen. Objektiv und mit Zahlen.

    Baum an dem Geldscheine wachsen

    Erst einmal: Schulden sind kein „Sondervermögen“. Schulden kosten. Schulden muss man zurückzahlen. Mit Zinsen. Das kennt jeder, der mal einen Kredit aufgenommen hat. Beim Staat ist es nicht anders. Mit zusätzlichen 850 Milliarden Euro Schulden – ja, so viele stehen in den vorgelegten Haushaltsplänen! – werden die Kosten regelrecht explodieren. Ende 2024 haben wir Zinsen in Höhe von 37,5 Milliarden gezahlt. 2021 waren wir noch bei 3 Milliarden Euro! Wenn es so weitergeht, kommen wir in den nächsten Jahren auf 70 bis 80 Milliarden Euro. Wohlgemerkt: Pro Jahr.

    2,5 BILLIONEN (=2.500 Milliarden!) Euro Schulden wird jetzt nur der Bund haben (Länder und Kommunen außen vor)! Nur als Vergleich: 2019 waren wir bei 1,2 Billionen. Also mehr als verdoppelte Schulden. Anders ausgedrückt: Zwischen 1950 und 2020 – also in 70 Jahren – haben ALLE Bundesregierungen WENIGER Schulden zusammen gemacht als die Ampel + Merz & Friends in nur ein paar Jahren. Das steht für sich.

    Nun kommen nicht nur gigantische Zinszahlungen dazu, sondern – Überraschung! – auch die Tilgung. In den nächsten Jahren beginnen wir mit der Tilgung der Corona-Kredite (ca. 450 Milliarden beim Bund) und mit dem Sondervermögen Bundeswehr (100 Milliarden). Das heißt, dass wir in den nächsten Jahren so ca. 20% des Bundeshaushaltes nur für Kredite und die damit verbundene Kosten ausgeben werden. 20 Prozent! Dazu kommen noch die Ausgaben für die Bundeswehr (was ungefähr ein Drittel des Haushaltes demnächst ausmachen wird). Ihr merkt: Es bleibt kaum noch was übrig im Haushalt.

    „Einfach mal machen“, das ist der Spruch von CDU-Linnemann. In keinem Unternehmen dieser Welt läuft das so. Denn man „macht nicht einfach irgendwas“ und vor allem nicht mit Kredit-Geld, was man einfach ins blaue hinausschleudert. Es braucht eine Strategie. Einen Plan wofür genau und wie. Und genau das machen Merz & Friends NICHT. Es gibt keine Konzepte, keine Pläne, keine Reformen. Nur Zahlen. Und wenn man nicht so richtig weiß, wofür und wie man das Geld ausgeben will, dann ist das in etwa so, als würde man Kredite aufnehmen, um mal in den Urlaub zu fahren, schicke Klamotten kaufen, Parties machen, sich einen neuen Pool einbauen und sich dann irgendwann wundern, dass die Kreditkartenabrechnung kommt.

    Und jetzt die Gretchenfrage: Wer zahlt diese Rechnungen? Natürlich die Bürger. Genau gesagt die deutschen Bürger, die schon jetzt die höchsten Steuern und Abgaben der Welt zahlen, die das mickrigste Rentenniveau in ganz Europa haben und die eins der niedrigsten Medianvermögen in Europa verzeichnen. Der höhere CO2-Preis, die hohen Stromkosten und immer höhere Steuern- und Abgabenlast (Stichwort: kalte Progression) sind kein Zufall. Zur Not bastelt sich die neue Regierung einen „neuen“ Solidaritätszuschlag 2.0 und nennt es dann „Demokratieabgabe“ oder so.

    Das alles ist notwendig, damit die Maschinerie weiterläuft. Damit auch die Abertausende (links-grüne)-NGOs gefördert werden können, damit die Blackrock- und Rheinmetall-Aktien weiter steigen, damit weitere Parteikollegen mit Pöstchen in der Besoldungsgruppe B6 oder B9 versorgt werden können und damit man sich den 777-Millionen Euro teuren Kanzleramts-Erweiterungs-Bau leisten kann (mit einem privaten Gym, einer 250 qm großen Kanzler-Residenz-Wohnung, mehreren 5-etagigen Wintergärten, einem Hubschrauberlandeplatz, einer Kita für 15 ausgewählte Kinder und und und). Und nicht zu vergessen: Auch unter dieser Regierung werden die grünen Projekte (#Heizungshammer, #Grüne Transformation) weiter verfolgt.

    Und so haben wir es liebe Mitbürger. Eine Regierung, die in bester „Versailles-Manier“ mit Kaviar und Schampus in Saus und Braus lebt, Geld verteilt als gebe es kein Morgen und auf der anderen Seite die Bürger, die diese Party bezahlen dürfen. Habe ich schon erwähnt, dass für die Ukraine explizit schon mal 42,5 Milliarden „reserviert“ sind? Das Zauberwort heißt: „Hilfe für völkerrechtswidrig angegriffene Staaten“. Mal sehen ob darunter demnächst auch dem Iran geholfen wird.

  • Einstürzende Neubauten

    Haus der Lüge

    Erstes Geschoss:
    Hier leben die Blinden,
    die glauben was sie sehen,
    und die Tauben,
    die glauben was sie hören,
    festgebunden auf einem Küchenhocker
    sitzt ein Irrer, der glaubt
    alles was er anfassen kann.
    (seine Hände liegen im Schoss)
    Zweites Geschoss:
    Rolle für Rolle
    Bahn für Bahn
    Rauhfaser tapeziert
    in den Gängen stehen Mieter herum
    Betrachten die Wände aufmerksam
    suchen darauf Bahn um Bahn
    nach Druck- und Rechtschreibfehlern
    könten nicht mal ihren Namen entziffern
    Auf ins nächste Geschoss:
    Welches, oh Wunder! nie fertiggestellt
    nur über die Treppe erreicht werden kann


    hier lagern Irrtümer, die gehören der Firma
    damit kacheln sie die Böden
    an die darf keiner ran
    Viertes Geschoss:
    Hier wohnt der Architekt
    er geht auf in seinem Plan
    dieses Gebäude steckt voller Ideen
    es reicht von Funda- bis Firmament
    und vom Fundament bis zur Firma
    Im Erdgeschoss:
    Befinden sich vier Türen
    die führen
    direkt ins Freie
    oder besser gesagt. in den Grundstein
    da kann warten wer will
    um zwölf kommt Beton
    Grundsteinlegung!
    Gedankengänge sind gestrichen
    in Kopfhöhe braun
    infam oder katholisch violett
    zur besseren Orientierung
    Dachgeschoss:
    Es hat einen Schaden
    im Dachstuhl sitzt ein alter Mann
    auf dem Boden tote Engel verstreut
    (deren Gesichter sehen ihm ähnlich)
    zwischen den Knien hält er ein Gewehr
    er zielt auf seinen Mund
    und in den Schädel
    durch den Schädel
    und aus dem Schädel heraus
    in den Dachfirst
    dringt das Geschoss
    Gott hat sich erschossen
    ein Dachgeschoss wird ausgebaut
    Gott hat sich erschossen
    Ein Dachgeschoss wird ausgebaut
    Ein Dachgeschoss wird ausgebaut
    EPILOG
    Untergeschoss:
    Dies ist ein Keller
    hier lebe ich
    dies hier ist dunkel
    feucht und angenehm
    dies hier ist ein Schoss

  • Historische Berufswappen

    Berufswappen, Motive erhältlich unter https://exlibris-insel.de

    Berufe und Wappen
    Zum PDF-Inhalt springen
  • Gibt es eine Heimatmüdigkeit in Deutschland?

    Ja, das Thema „Heimatmüdigkeit“ wird in Deutschland zunehmend diskutiert. Es beschreibt das Gefühl, dass Menschen sich von ihrer Heimat oder ihrer kulturellen Identität entfremden oder überdrüssig werden. Dieses Gefühl kann aus verschiedenen Gründen entstehen, und es lässt sich auf unterschiedliche gesellschaftliche Phänomene zurückführen.

    Einige mögliche Ursachen für Heimatmüdigkeit in Deutschland könnten sein:

    1. Globalisierung und Migration: Durch die verstärkte Vernetzung der Welt und den Zuzug von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen verändert sich das Bild der „Heimat“ in vielen Regionen. Für manche Menschen bedeutet dies eine Verwässerung oder Verlust des traditionellen Heimatgefühls.
    2. Politische Unzufriedenheit: In den letzten Jahren gab es in Deutschland einen spürbaren Anstieg politischer Spannungen, sei es durch die Flüchtlingskrise, die zunehmende politische Polarisierung oder die Diskussionen um soziale Gerechtigkeit und Integration. Menschen, die sich von der politischen Entwicklung nicht mehr vertreten fühlen, könnten das Gefühl der Heimatmüdigkeit entwickeln.
    3. Überforderung durch Veränderungen: Manche Menschen sind von den schnellen gesellschaftlichen Veränderungen überfordert oder haben das Gefühl, dass ihre Werte nicht mehr anerkannt oder respektiert werden. Dies kann zu einem Gefühl der Entfremdung führen.
    4. Kritik an der eigenen Geschichte und Kultur: Es gibt auch eine Bewegung, die sich verstärkt mit der Geschichte Deutschlands auseinandersetzt, insbesondere mit den dunklen Kapiteln wie dem Nationalsozialismus. Das kann zu einer kritischen Reflexion führen, bei der Menschen sich von bestimmten Aspekten der eigenen kulturellen Identität distanzieren.
    5. Landflucht und Urbanisierung: In ländlichen Gegenden gibt es eine wachsende Tendenz zur Abwanderung in größere Städte, weil dort berufliche Perspektiven, bessere Infrastruktur und ein vielfältiges Freizeitangebot locken. Für einige könnte der ländliche Raum, den sie als ihre „Heimat“ empfunden haben, weniger attraktiv erscheinen.

    Heimatmüdigkeit muss jedoch nicht unbedingt mit Ablehnung oder Negativität einhergehen. Es kann auch eine Reaktion auf das Bedürfnis nach Veränderung oder Weiterentwicklung sein. Manche Menschen sehen die Entfremdung von ihrer Heimat auch als Teil eines größeren Prozesses der Selbstfindung und der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität.

    Wie gehen andere Länder mit dem Begriff Heimat um?

    Der Begriff „Heimat“ wird in vielen Ländern unterschiedlich interpretiert und hat jeweils spezifische kulturelle, historische und gesellschaftliche Konnotationen. Die Bedeutung und der Umgang mit dem Begriff „Heimat“ sind stark geprägt von der jeweiligen nationalen Geschichte, Identität und den sozialen Strukturen. Hier einige Beispiele, wie „Heimat“ in anderen Ländern behandelt wird:

    1. Frankreich – „Patrie“ und „Terre natale“

    In Frankreich wird der Begriff „Heimat“ oft mit „Patrie“ (Vaterland) verbunden, was stark nationalistische und patriotische Bedeutungen hat. In der französischen Geschichte, insbesondere während der Revolution und der beiden Weltkriege, hat das Konzept der Heimat mit einem sehr stark ausgeprägten nationalen und politischen Bewusstsein zu tun.
    „Terre natale“ (Geburtsland) ist eine etwas neutralere Variante und bezieht sich eher auf den geografischen Ursprung. Frankreich legt großen Wert auf universelle Werte wie Liberté, Égalité, Fraternité, und Heimat wird oft mit dem kollektiven Wohl und dem Ideal eines gemeinsamen, republikanischen Staatsverständnisses verbunden.
    Heimatmüdigkeit ist hier weniger verbreitet, obwohl sich in den letzten Jahren auch in Frankreich eine Diskussion über Einwanderung, Integration und nationale Identität entwickelt hat.

    2. USA – „Homeland“

    In den USA ist der Begriff „Heimat“ häufig mit dem Wort „Homeland“ verbunden, besonders seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Das Konzept von „Homeland“ betont den Schutz und die Sicherheit des Landes und wird durch das Ministerium für Heimatschutz (Department of Homeland Security) verwaltet. Der Begriff kann eine starke emotionale Bindung an das Land und das Verständnis von Freiheit und Individualismus hervorrufen, aber auch nationale Bedrohungen oder Krisen wie die „amerikanischen Werte“ in den Vordergrund stellen.
    Die Diskussion über „Heimat“ in den USA ist oft von Themen wie Patriotismus, Nationalismus und der Identität von Einwanderern geprägt. Für viele Einwanderer bleibt ihre „alte Heimat“ auch dann noch ein zentraler Punkt ihrer Identität, was zu einer doppelt gefühlten Zugehörigkeit führen kann.

    3. Indien – „Bharat Mata“

    In Indien wird die „Heimat“ oft als „Bharat Mata“ (Mutter Indien) personifiziert, was tief in der indischen Geschichte und Spiritualität verwurzelt ist. In vielen Kulturen Indiens hat Heimat auch religiöse und spirituelle Dimensionen. Der Begriff kann nationalistische Konnotationen annehmen, insbesondere in Zeiten politischer Mobilisierung, etwa im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit von Großbritannien oder den heutigen politischen Bewegungen.
    Die Heimat ist hier sowohl geografisch als auch kulturell stark verbunden mit Traditionen, spirituellen Werten und dem kulturellen Erbe. Heimat ist also auch der Ausdruck einer tiefen emotionalen Bindung an das Land und seine Geschichte.

    4. Türkei – „Vatan“

    In der Türkei bezeichnet „Heimat“ oft das Wort „Vatan“, was auch mit „Vaterland“ übersetzt werden kann. Es ist stark mit der nationale Identität und dem Staatsbewusstsein verbunden, besonders durch die Gründung der modernen Türkei unter Mustafa Kemal Atatürk. Die Geschichte des Landes und die politischen Umbrüche sind eng mit dem Begriff „Heimat“ verknüpft.
    Der Begriff „Vatan“ trägt eine emotionale Bedeutung und symbolisiert nicht nur geografische Zugehörigkeit, sondern auch eine gemeinsame politische und kulturelle Identität, die für viele mit einer starken patriotischen Haltung verbunden ist.

    5. Japan – „Furusato“

    In Japan hat der Begriff „Heimat“ oft eine mehr romantische oder nostalgische Bedeutung. Das Wort „Furusato“ beschreibt nicht nur den physischen Geburtsort, sondern auch die kulturellen und emotionalen Wurzeln. Es geht um eine tief empfundene Verbindung zur Natur, zur Familie und zur Tradition.
    In ländlichen Gegenden wird „Furusato“ als ein Ort des Wohlstands und der Einfachheit verstanden, oft idealisiert und mit einer gewissen Verklärung in Verbindung gebracht. Der Begriff spielt eine große Rolle in der japanischen Literatur und Kunst, in denen Heimat oft als Symbol für Verbindung zur Vergangenheit und zur japanischen Identität verwendet wird.

    6. Schweden – „Hemma“

    In Schweden hat „Heimat“ häufig mit dem Wort „Hemma“ (zu Hause) zu tun. Es steht nicht nur für den geografischen Ort, sondern auch für die persönliche Zufriedenheit und Geborgenheit. Die Vorstellung von Heimat in Schweden ist stark mit Privatsphäre und persönlichem Wohlbefinden verknüpft, oft in Form von modernen, gut eingerichteten Häusern, umgeben von der Natur.
    Schweden legt großen Wert auf soziale Gerechtigkeit und Integration, und der Begriff Heimat wird oft auch mit einem starken kollektiven Bewusstsein über das Wohl der Gesellschaft und die Gleichberechtigung aller verbunden.

    7. Israel – „Eretz Israel“

    In Israel ist der Begriff „Heimat“ mit der Heiligen Erde und der wiedergegründeten jüdischen Heimat im Zusammenhang mit dem Konzept von „Eretz Israel“ verbunden. Es ist tief in der jüdischen Geschichte und Religion verwurzelt, wobei Heimat als der Ort verstanden wird, an dem das jüdische Volk nach Jahrhunderten der Diaspora wieder zusammenkommt.
    Für viele Israelis ist „Heimat“ nicht nur ein geografischer Begriff, sondern auch eine religiöse und politische Identität, die mit der jüdischen Geschichte und dem Zionismus verbunden ist.

    Fazit:

    „Heimat“ wird weltweit unterschiedlich wahrgenommen, basierend auf den jeweiligen kulturellen, politischen und historischen Kontexten. In vielen Ländern ist „Heimat“ ein stark emotionaler Begriff, der mit Identität, Tradition, Nationalismus und Familiengeschichte verknüpft ist. In Ländern, die mit Migration und Globalisierung konfrontiert sind, kann Heimat jedoch auch zu einem flexiblen und dynamischen Konzept werden, das ständigen Veränderungen unterliegt.

    Was denkst du, inwiefern beeinflussen diese unterschiedlichen Interpretationen des Begriffs „Heimat“ die Gesellschaften und ihre politischen Diskussionen?

    Gibt es im englischen einen Begriff für “Volk”?

    Im Englischen gibt es mehrere Begriffe für “Volk”, abhängig vom Kontext.Die gebräuchlichsten sind “people” (als Plural von Person, aber auch als Bezeichnung für eine Menschenmenge oder eine Nation) und “nation” (wenn es sich um eine definierte Gemeinschaft mit gemeinsamer Geschichte, Kultur oder Staatsangehörigkeit handelt)

    Weitere Möglichkeiten, je nach Nuance, sind:

    • “folk”: Oft verwendet, um eine bestimmte Gruppe von Menschen zu bezeichnen, oft mit Bezug auf Traditionen oder eine bestimmte soziale Schicht. 

    “populace”:

    Bezeichnet die gesamte Bevölkerung eines bestimmten Ortes oder Landes. 

    “peoples”:

    Eine Mehrzahl von “people”, wird oft verwendet, um verschiedene ethnische Gruppen innerhalb einer Nation oder Welt zu beschreiben. 

    “tribe”:

    Bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die durch gemeinsame Abstammung, Kultur und Lebensweise verbunden sind, oft mit Bezug auf indigene Völker. 

    Die Wahl des richtigen Begriffs hängt also davon ab, welche Art von “Volk” gemeint ist. 

  • Wird in Magdeburg ein extra Gerichtsgebäude für einen Attentäter gebaut?

    Ja, in Magdeburg wird tatsächlich ein spezielles Interims-Gerichtsgebäude extra für den Prozess gegen den Attentäter des Weihnachtsmarkt-Anschlags errichtet:

    • Die bestehenden Gerichtssäle im Land Sachsen-Anhalt reichen nicht aus, um Hunderte von Nebenklägern, zahlreiche Zeugen, Pressevertreter und Sicherheitsbedürfnisse unterzubringen welt.de+15tag24.de+15sao.de+15volksstimme.de+9n-tv.de+9mdr.de+9.
    • Deshalb plant das Justizministerium einen Leichtbau‑Gerichtssaal auf einem landeseigenen Grundstück in Magdeburg. Der Bau umfasst rund 2 000 m² auf einem 5 000 m² Gelände und bietet Platz für bis zu 700 Personen mdr.de+4volksstimme.de+4stern.de+4.
    • Die Anlage wird voraussichtlich bis Ende September 2025 fertiggestellt, die Bauarbeiten haben bereits im Juni begonnen mdr.de.
    • Die kalkulierten Kosten liegen im mittleren einstelligen Millionenbereich – konkret zwischen drei und fünf Millionen, mit Betriebskosten für die Dauer des Prozesses tag24.de+6volksstimme.de+6tag24.de+6.

    🔹 Fazit: Ja, ein temporärer Gerichtssaal in Leichtbauweise wird derzeit eigens für den Mammutprozess gegen den Attentäter von Magdeburg gebaut, um den besonderen Anforderungen gerecht zu werden.

    Wird das gebäude nach dem prozess wieder abgebaut?

    Ja – das Interims-Gerichtsgebäude in Magdeburg ist **ausschließlich temporär geplant **:

    • Es handelt sich um einen Leichtbau-Saal, der extra für den Prozess errichtet wird – inklusive kompletter Ausstattung durch ein beauftragtes Unternehmen reddit.com+11volksstimme.de+11faz.net+11.
    • Sobald der Prozess abgeschlossen ist, wird das Gebäude wieder abgebaut. Der Anbieter ist darauf spezialisiert – vergleichbare Lösungen wurden z. B. schon bei anderen großen Verfahren eingesetzt .

    🔍 Fazit: Ja, das Gebäude wird nach Abschluss des Prozesses wieder demontiert – es handelt sich um ein reines Zwischenbauwerk ohne langfristige Nutzungsperspektive.

  • Was bedeutet Populismus

    Der Begriff Populismus geht auf das lateinische Wort populus für das “Volk” zurück. In Demokratien geht alle Macht vom Volk aus.

    Der Begriff “Populisten” wird heutzutage in Europa von einigen negativ konnektiert, weil man das Narrativ entwickelt hat, das Populisten bestrebt sind, im Bestfall nur einem einzigen Politiker oder nur eine einzige Partei die Macht zu erteilen. Man fürchtet sich also vor Autokraten.

    Fakt ist, das Demokratie kompliziert ist. Wahlen dienen nicht der Ermittlung einer Wahrheit, sie fördern nur den Dialog zwischen Kontrahenten und deren sich widerstreitenden Interessen. Die Mehrheiten, und eben auch die Minderheiten in einer Demokratie dürfen sich nicht dazu verleiten lassen, den “Anderen” zu verunglimpfen oder zu schikanieren, gleich auf welcher politischen Seite sie stehen.

    Die heute anzutreffende Respektlosigkeit von Menschen gegenüber dem politischen Gegner entlarvt das eigentliche Dilemma: Die meist überforderten Menschen suchen Gleichgesinnte für ihre Wagenburg, um sozial und oft dann auch monitär (Verbände, Parteien, NGOs) sich bequem einzurichten. Dies ist nicht verwerflich. Verwerflich ist aber, wenn aus allen Rohren der Wagenburg unlauter und respektlos auf Andersdenkende geschossen wird.

    Menschen im Disput

  • Philosophie Konflikt

    In einem entscheidenden Moment der griechischen Geschichte war der Peloponnesische Krieg (431–404 v. Chr.) nicht nur ein Konflikt zwischen zwei Städten, sondern eine Konfrontation zwischen zwei Modellen von Souveränität:

    Athen, die Demokratie: wo Entscheidungen sich in Reden und Interessen auflösen. Und Sparta, die Souveränität: wo Handeln vor der Theoretisierung geschieht. Athen repräsentierte die Demokratie: eine Volksversammlung, Beratungen, Redefreiheit und Interessenkonflikte. Doch, wie Thukydides beschrieb, geriet sie in die Falle der Bürokratie, die zwischen Entscheidung und Zögern schwankte.

    Jeder sprach, und niemand entschied.

    Sparta war das genaue Gegenteil: ein Staat, der nicht viel redet, sondern entscheidet. Und damit näher an Carl Schmitts Verständnis von Souveränität:

    «Der wahre Herrscher ist derjenige, der im Ausnahmezustand entscheidet.»

    Schmitt sieht den Politiker nicht als bloßen Verwalter der Institutionen, sondern als denjenigen, der das Schicksal gestaltet, wenn das gewohnte System zusammenbricht.

    Machiavelli hätte in Sparta die Verkörperung von «Virtù» gesehen:

    die politische Tugend, die ohne Illusionen entscheiden kann, während Athen die Gefahr der «Beratung als Ersatz für Handlung» darstellt.

    Agamben wiederum sieht in Athen einen «permanenten Ausnahmezustand»:

    Macht ohne Träger, Entscheidung ohne Gesicht. So stellt die Geschichte eine Frage, die nichts von ihrer Aktualität verloren hat:

    Wird Souveränität im Namen des Rechts oder im Namen der Entscheidungsfähigkeit ausgeübt?

    Ist der Politiker die Institution oder der Moment, in dem das Leben den Ausnahmezustand im Namen der Bedeutung durchbricht?

    Philosophie Athen Demokratie
  • Moving Gelatine Plates: The World of Genius Hans

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    “The World of Genius Hans” ist das zweite Studioalbum der französischen Band Moving Gelatine Plates, die 1968 von Gitarrist Gérard Bertram und Bassist Didier Thibault gegründet wurde.

    “The World of Genius Hans” hat eines der auffälligsten Cover der Rockgeschichte. Das Cover zeigt ein Schwein (oder ist es eine Kuh?) in einer Pilotenjacke, das eine Zigarre raucht und Petersilie in den Nasenlöchern und Ohren hat. Das ungewöhnliche Cover spiegelt treffend die faszinierende Natur dieses Albums wider.

    Der jazzige Avantgarde-Sound von The World of Genius Hans erinnert ein wenig an die frühen Soft Machine, Supersister und Frank Zappa, aber das Endergebnis ist völlig einzigartig. Die Musik von The World of Genius Hans ist stellenweise recht komplex, wird aber durch einen gewissen Humor und eine Wärme zugänglich gemacht, die für die Canterbury-Szene typisch, aber schwer zu beschreiben sind.

    Das beste Stück des Albums ist der 14-minütige Titeltrack, der eine hervorragende thematische Entwicklung aufweist und manchmal sogar Anklänge an symphonischen Prog aufweist. Allerdings vergisst die Band nicht, in unregelmäßigen Abständen Wendungen und Albernheiten in den Mix einzubauen, so dass man sie nicht mit Yes oder Genesis verwechseln kann.

    Der Schwachpunkt des Albums ist der Gesang von Bassist Didier Thibault, der nicht besonders beeindruckend ist. Thibaults Stimme ist hochtonig und dünn. Glücklicherweise spielt der Gesang auf dem Album eine relativ geringe Rolle, und eine erfreuliche Vielfalt von Blasinstrumenten wie Fagott, Posaune und Saxophone erhalten mehr Raum.

    The World of Genius ist kein voller Erfolg, aber es ist sehr empfehlenswert für Hörer, die an einer etwas avantgardistischeren Version des Canterbury-Prog interessiert sind.

    Beste Stücke: „The World of Genius Hans“

  • Gentle Giant: Three Friends

    gentle giant three friends

    “Three Friends” ist das dritte Album von Gentle Giant und das erste Konzeptalbum der Band. Das Thema des Albums sind drei Schulfreunde, die erwachsen wurden und unterschiedliche Karrierewege einschlugen. Einer wurde Geschäftsmann, ein anderer Arbeiter und der dritte Künstler. Das Konzept ist lose, aber es bietet eine Art Rahmen für Songs, die für sich genommen perfekt funktionieren.

    Musikalisch ist Three Friends nicht ganz so eklektisch und experimentell wie sein Vorgänger Acquiring The Taste. Im Durchschnitt ist das Album etwas rockiger und weniger doppelbödig. Die Arrangements sind geradliniger und weniger reichhaltig instrumentiert als zuvor. Natürlich ist auch die Musik auf Three Friends meilenweit vom durchschnittlichen Rock entfernt, was die Komplexität angeht.

    Mit Ausnahme des Schlagzeugers blieb die Besetzung der Band die gleiche wie zuvor. Der neue Schlagzeuger Malcolm Mortimore macht auf dem Album einen guten Job, aber er ist bei weitem nicht so interessant und kreativ wie sein Vorgänger Martin Smith. Smith wurde offenbar vor allem deshalb entlassen, weil er sich mit dem inoffiziellen Leiter der Band, Phil Shulman (Saxophone, Gesang), nicht verstand. Mortimers Zeit mit der Band war nur von kurzer Dauer, da er kurz nach der Fertigstellung von Three Friends bei einem Motorradunfall verletzt wurde. Smith war zwar nicht dauerhaft arbeitsunfähig, aber aufgrund von Tourneeverpflichtungen engagierte GG John Weathers als Ersatz. Mit ihm klappte es so gut, dass Weathers bald zum festen Mitglied der Band gemacht wurde. Das war bedauerlich für Mortimer, aber eine gute Nachricht für die Band und ihre Fans, denn Weathers erwies sich als der perfekte Schlagzeuger für Gentle Giant. Mortimer kehrte in den 2000er Jahren zur Musik von Gentle Giant zurück und spielte in einer Spin-off-Band namens Three Friends, in der auch Gary Green und Kerry Minnear zeitweise mitwirkten.

    Das Highlight von Three Friends ist das kraftvolle, meist instrumentale Eröffnungsstück ‚Prologue‘, das die Themen der späteren Songs einleitet, und das leichtere ‚Schooldays‘, das den für die Band typischen mehrstimmigen Gesang effektiv einsetzt. Auch das vielseitige ‚Mister Class And Quality?‘ ist größtenteils ein großartiger Song, der jedoch durch das gelegentlich langweilige Schlagzeugspiel von Drummer Mortimer etwas getrübt wird.

    Der schwächste Track ist ‚Peel The Paint‘, bei dem Derek Shulmanns ‘Hard Rock Vocals’

  • Statuten und Bürokratie im Jahre 1851

    Der Albrecht-Dürer-Verein wäre zum Zenit aufgestiegen, “wenn nicht ein engherziges Festhalten an spießbürgerlichen Statuten, Habsucht und Neid der freien künstlerischen Entwicklung stets entgegen gewirkt hätten. Wohl hatte man eingesehen, daß jene Statuten zwar theilweise für einen Lokalverein, keineswegs aber für einen projektierten Central-Kunstverein passend wären. Was man aber, um dem Uebel abzuhelfen, that, trug nicht zum Gedeihen des Ganzen bei, im Gegenteil die vielversprechende Blüthe wurde dadurch zerstört; man schuf neue Statuten welche zum Theil noch unpraktischer, ja sogar gefährlich wurden, und viele Verwirrungen und Verdrießlichkeiten hervorriefen. Man konnte nun die den Mitgliedern gemachten Versprechungen nicht erfüllen, schützte bei Ehrenausgaben Mangel an Geld vor, das für einen so großen Verein nicht hinreichend vorhanden sey u.s.f., ohne zu bedenken, daß die Einnahme stets mit der wachsenden Mitgliederzahl im Verhältnis stehe, und das bei Gelegenheiten, wo es sich um die Ehre und das Ansehen des Vereins handelt, knickern und sparen verwechselt nur Nachtheil bringen kann.”

    Carl Alexander Heideloff