WINTERFERIEN im STRALSUND MUSEUM Winteratelier und Lesung in der Museumswerkstatt
Am 7. Februar liest “Bücherfrau” Katrin Hoffmann für Kinder aller Altersgruppen zauberhafte Wintergeschichten aus dem reichhaltigen Sortiment der Strandläufer Verlagsbuchhandlung. Katrin Hoffmann setzt sich bereits seit Jahren für die Leseförderung ein, betreibt mit ihrem Mann den Buchladen im Museumshaus Mönchstraße 38 und ist mit vielen neuen Geschichten und alten Bekannten zu Gast in der Museumswerkstatt.
Datum: Mittwoch, 7. Februar, 14 Uhr Der Eintritt ist frei, um Anmeldung bittet das STRALSUND MUSEUM bis zum 6. Februar Ort: Museumswerkstatt, Am Katharinenberg 35, 3. Obergeschoss
Mit dem offenen Ferienatelier “Winterzauber in der Stadt” richtet sich das STRALSUND MUSEUM am Samstag, den 10. Februar an Familien, die in den Winterferien zuhause bleiben oder in Stralsund ein paar Urlaubstage verbringen. Was macht ihn aus, den ganz besonderen Zauber des Winters in und um die Hansestadt Stralsund? Inspiriert von der Natur und den Farben des Winters und der Vorfreude auf den Frühling werden Schneeflocken und bunte Pompons aus verschiedenen Materialien sowie ein von der Stadtgeschichte inspiriertes Memory-Spiel hergestellt.
Datum: Samstag, 10. Februar, 14 bis 16 Uhr Kosten: 4 Euro / Kind Ort: Museumswerkstatt, Am Katharinenberg 35, 3. Obergeschoss
Das Ferienatelier “Winterzauber in der Stadt” ist in den Ferien für Hortgruppen buchbar und eine Lesung mit Katrin Hoffmann für Hortgruppen findet am 14. Februar um 10.30 Uhr statt. Für weitere Informationen und Anmeldung ist Dr. Eirini Vasilopoulou im STRALSUND MUSEUM unter Tel. 03831 253616 sowie unter museum@stralsund.de erreichbar.
Bild-Repro: HANSESTADT Stralsund l STRALSUND MUSEUM
Am Montag, den 29. Januar, 18:00 Uhr, lädt die Hansestadt Stralsund ins Rathaus in den Löwenscher Saal zu einer Informationsveranstaltung ein. Die Veranstaltung ist öffentlicher Auftakt zum vom Bund geförderten Beitrag Stralsunds im Rahmen des Programms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ).
Themen sind dabei: Wie entwickelt sich der ruhende Verkehr in der Altstadt mit ihrer breiten Nutzungsmischung aus Gewerbe und Wohnen? Wie schaffen wir Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in welterbegeschützten Straßenräumen? Welche Möglichkeiten haben wir für eine Steigerung der Aufenthaltsqualität auch abseits der beiden großen Marktplätze?
Als Einstieg in das breite Themenfeld wird auf der Veranstaltung die Machbarkeitsstudie für den sogenannten Mobility Hub vorgestellt. Diese Mobilitätsstation ist ein Ort, an dem verschiedene Verkehrsmittel und Mobilitätsservices räumlich zusammenkommen. Untersucht wurde, ob und wie auf dem Dach des Parkhauses am Meeresmuseum (Mönchstraße/ Mühlenstraße) Stellplätze und Ladeinfrastruktur für Anwohner und Gewerbetreibende sowie weitere Angebote für ergänzende Mobilitäts- und Logistikfunktionen wie Car-Sharing, Lastenfahrräder oder Paketlogistik entstehen können.
Interessierte Stralsunderinnen und Stralsunder sind eingeladen, sich über die Erkenntnisse aus der Machbarkeitsstudie zu informieren und diese zu diskutieren. Dabei soll es neben den Angeboten des MobiHUB auch um allgemeine Möglichkeiten für eine zukunftsweisende Mobilitätsentwicklung Stralsunds gehen.
Das Bundesprojekt „MobiHUB Stralsund“ Das Projekt „MobiHUB Stralsund“ setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Der erste, die auf technische und wirtschaftliche Fragen abstellende Machbarkeitsstudie, wurde 2023 vom Berliner Büro GIVT Gesellschaft für Innovative VerkehrsTechnologien mbH erarbeitet. Wie sich die Angebote des MobiHUB auf die Freiflächen in der Altstadt auswirken könnten, wird derzeit von der UmweltPlan GmbH aus Stralsund untersucht. Gesamtkoordination und Management werden zusammen mit der Öffentlichkeitsbeteiligung vom Stadtentwicklungsbüro Urbanizers aus Berlin durchgeführt.
Das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) Ziel des Programms ZIZ ist es, Städte und Gemeinden attraktiv zu erhalten und zukunftsfähig sowie widerstandsfähig weiter zu entwickeln. 221 Kommunen unterstützt der Bund zwischen 2022 bis 2025 mit insgesamt bis zu 250 Mio. Euro aus Bundesmitteln. Zu unterschiedlichen Schwerpunkten sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aufgerufen, Strategien und Konzepte zu entwickeln sowie erste Maßnahmen umzusetzen. Die Kommunen beteiligen sich an der Finanzierung mit einem Anteil von 25 %.
Passt das Geschäftsmodell der Banken noch in unsere heutige Zeit?
Dieser Beitrag ist aus dem Jahre 2011, also zur Zeit 12 Jahre alt. Das Jahr 2008 mit seinem Banken Chaos war noch nicht lange her.
1. Intro: Es ist zur Zeit recht schwierig über Geld, Zins und Banken zu reden, da den meisten von uns das Thema, immer wieder neu vorgeführt über unsere Politiker, Talk Shows und Medien, allmählich wohl aus den Ohren tropft. Ich aber meine, wir werden noch solange mit diesem leidigen Thema uns auseinandersetzen müssen, immer wieder den gleichen Chorus hören, bis wir nonkonforme, nicht stromlinienförmige Lösungsansätze realisieren können.
Ich denke, daß das Thema Banken und Zins sehr gut zu unserem früheren Thema “Burn Out” paßt. Über die steigende Geldmenge im Vergleich zum tatsächlich gemeinschaftlich erarbeiteten Bruttoinlandsprodukt, wird das nicht mehr gedeckte, neu geschaffene Geld durch von Banken erdachte Finanzkonstrukte, Zins und Wirtschaftspolitik immer aggresiver und absurder genutzt. Dies weiter, schneller, höher führt letztendlich zum “Burn Out”, zu Hunger und Krieg. Bei unserer Diskussion über das “Burn Out” Syndrom sprachen wir über die Schwierigkeit einer Preisfindung für ein Bild oder eine anwaltliche Leistung. Ich denke, diese Preisfindungen sind u.a. so problematisch, da nicht wie zur Zeiten des Tauschhandels nur ein individueller Wert und Gegenwert getauscht werden muß, sondern die zusätzliche Last von Margen und Zins der durch die bei der Produktion beteiligten gewinnorientierten Banken, hinzu kommt. Das Individium wird benutzt vom “monitären Apparat” und den auf der Mauer lauernden “Leistungsabschöpfern”.
Dieser Text besteht nun aus 3 Strängen, die mir wichtig sind, welche sind:
A. Schulden und Zinsen
B. Geld aus Luft
C. Gemeinwohl Bilanz
Diese Seite “Schulden und Zinsen” ist gegliedert in:
01. Intro
02. Schulden und Zinsen
03. Wie verdient Ihre Bank ihr Geld
04. Ethische Banken
05. Wachstumsdruck durch Zinsen — Zinsen und Inflation
06. Die Verschuldung in der EU
07. Die Verschuldung Global
08. Zukunft der Kredite, der Sparguthaben und des Zinses
Zinszahlungen auf Schulden nehmen Dimensionen an, die nicht mehr zu schultern sind. Überproportional wird Geld aus den nationalen Haushalten entwendet. Es fehlt daher an Geld für Schulen, Krankenhäuser und Sozialversicherungen.
Es ist nicht ohne weiteres ersichtlich, warum ein Zins über 3% notwendig sein sollte. Es gibt eine gesetzliche Regelung bei Geschäftsbanken, eine 10%ige Mindestreserve für an seine Kunden gewährten Buchgelder, also Kredite, auf einem Zentralbankkonto zu hinterlegen. Für einen gewährten Kredit von z.B. über 10.000,- Euro muß die Bank also auf ihrem Zentralbankkonto 1000,- Euro tatsächlich besitzen. Die restlichen 9000,- Euro werden nur gebucht, sie existieren garnicht. Hierfür verlangt die Bank aber Zinsen. Wie darf es aber sein, daß jemand für eine garnicht erbrachte Leistung Geld nehmen kann?
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Wem nutzt eigentlich die jetzige Geldwirtschaft? Viele würden vielleicht antworten, dem der dafür gearbeitet hat und der im Tausch dann schnell und einfach über Geld be(ent)lohnt wird. Dies ist aber falsch. Den meisten Nutzen bringt es denen, die es verteilen und damit aus dem aus einer Schuld neu geschöpften Geldes und des damit verbundenen Schuldenzinses an jeder Arbeit, an jedem Projekt des Kreditnehmers verdienen.
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Geld war zunächst einmal eine Vereinfachung des Tauschhandels. Geldmünzen ergaben einen Indikator für den Wert einer Ware in Form einer Zahl. Geldmünzen boten hier einen gewissen Gegenwert in der Münze an sich. Beim Papiergeld war das schon anders, der Gegenwert im Papier selbst war nicht mehr gegeben. Zunächst waren Goldreserven als sicherer Gegenwert vorgeschrieben, diese wurden dann später aber aufgegeben. Die Verpflichtung zur Lagerung von Goldreserven waren auch als Regulativ gegen zu schnelles und einfaches Geld drucken gedacht, da Gold eben nicht so schnell zu verfielfältigen ist.
3. Wie verdient die Bank ihr Geld
Ich möchte hier garnicht auf den Derivatehandel und konstruirte Wertpapiere eingehen. Hier soll das Augenmerk auf dem Einnahmezins liegen. Wenn 10 Leute auf einer Insel 100 Euro erhalten und der Geldgeber, der das Papier gedruckt und in Umlauf gebracht hat, nach einem Jahr 5% Zinsen Aufschlag verlangt, scheint dieses nur fair. Ist dieses aber wirklich fair? Beim Beispiel dieser 10 Menschen auf dieser Insel, die also jeder 100 Euro erhalten haben und nun zusammen 10000 + 500 Euro Zinsen zurück zahlen müssen, woher soll der Einzelne eigentlich die 50 Euro nehmen, es gibt ja eigentlich nur 10000 Euro im Umlauf. Man muß also dem anderen etwas wegnehmen, um den Zins zahlen zu können. Nun kann man Geld nachdrucken, dieses bedeutet aber immer eine Schuld und das Geld wird ohne Leistung erzeugt, quasi “Geld aus Luft”. (Ausdruck von Franz Hörmann, Wirtschaftsuniversität Wien)
Ein Handwerker, ein Dienstleister verlangt eine gewisse Summe für seine Arbeit. Er schafft etwas, z.B. ein Haus. Was erbringt eine Bank aber an Leistung? Für ein Bankgeschäft braucht man eine Buchführung und einen Schuldner und fertig ist das lukrative Geschäftsmodell. Der Kreditnehmer muß den Wert schaffen und darüber die Zinsen erwirtschaften. Abverlangt wird ihm zudem eine dingliche Sicherung, also das Haus. Der Wert der Zinsen wird der normalen Wirtschaft erst einmal entzogen. Der Kreditnehmer kann mit diesem von ihm zu zahlenden Zinsgeld kein reales Gut erzeugen, keinen Handwerker beschäftigen.
Ein Hausbesitzer bezahlt für sein neu gebautes Haus, sagen wir einmal 300.000,- Euro. Diese Summe ist für das Grundstück, Material, Handwerker. Dann, bei einer 20-jährigen Laufzeit eines Kredites bei dinglicher Absicherung, muß der Hausbesitzer noch einmal ca 100% für die Bank entrichten, also noch einmal 300.000,- Euro, dies für eine Kreditprüfung, Wertgutachten, einem möglichen Kreditausfall und für die Kosten der Administration. Diese Kosten liegen aber bei einem Vorgang über 300.000,- Euro bei ca 10.000,- Euro und nicht 300.000,- Euro. Hier würde also der fällige Zins, selbst bei Endfälligkeit der Tilgung, im Jahr ca 650,- Euro betragen. Bei heute üblichen Hypothekenzinsen von 5% fällt aber eine jährliche Zinszahlung von über 15.000,- Euro an.
Jetzt wird gesagt, die Bank erbringe auch eine Leistung und habe ein Risiko. Hierfür sollte sie aber dann auch ganz normal über Gebühren entlohnt werden. Was aber bitteschön hat die erhobene “prozentuale” Gebühr auf eine zu überweisende Geldsumme bei einer Geldüberweisung von einem Land in ein anderes mit Fairness zu tun? Was bitteschön soll die Teilhabe von 5% an jeder erbrachten Leistung, wo die Bank doch selbst erst einmal gar keine Leistung, außer der Erstellung von einem virtuellen Buchungssatz, erbracht hat?
Wohin geht’s?
4. Ethische Banken
Ein erster Schritt aus der Schockstarre ist einmal die allgemeine Akzeptanz von ethischen Banken. Diese Banken hatten in der Krise 2008 und jetzt auch nie Probleme. Sie mußten nicht unterstützt oder “rekapitalisiert” werden. Als Beispiel sei die “GLS“, “Bank, Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken” in Bochum genannt. Diese legt ihre Schwerpunkte auf Transparenz, auf nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften. Sie sind nicht auf hohe Rendite aus, sondern sie investieren in echte Wirtschaft. Hier wird jeder Kreditnehmer und die Kreditbeträge veröffentlicht. Die ethischen und ökologischen Richtlinien bei der Einsetzung ihres Kapitals, und die niedrige Zinserhebung an besonders förderungswürdige Unternehmen schaffen echten Mehrwert. Und es gibt sogar GLS Kunden, welche auf Grund ihres Vermögens genug haben, um gut zu leben und dabei nicht dem “Renditewahn” verfallen sind. 12% der GLS Anleger verzichten auf Grund der ethischen Arbeitsweise der Bank gänzlich auf ihre Zinsen. Dieses Geld erhalten dann besonders förderungswürdige Unternehmen.
“Es ist ein Missverständnis, dass Banken Geld verdienen müssen”, sagt der Vorstandsvorsitzende der GLS. “Wir wollen das Kernbedürfnis befriedigen, den Geldtransfer zu regeln, Geld aufbewahren, Kredite ausreichen”.
5. Wachstumsdruck durch Zinsen — Zinsen und Inflation
Die realen Wirtschaftleistungen eines Staates, das BIP, bilden mittlerweile keinen Gegenwert mehr zu den Spareinlagen. Die Sparrate überflügelt immer mehr die Wachstumsrate. Zinsen werden aber aus der Wirtschaftsleistung bedient. Hier ein Vergleich: Ist das Geldvermögen 100 mal so groß wie die reale Wirtschaftsleistung, bräuchte es das gesamte BIP, um das Geldvermögen – nominell – mit einem Prozent zu verzinsen.
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43 Billionen Euro produziert die Welt an Gütern in der Realwirtschaft. — 440 Billionen werden außerhalb der Börsen ohne Aufsicht auf den Finanzmärkten gehandelt. — Der Handel mit Währungen beträgt 733 Billionen. All dies sucht Rendite.
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6. Die Verschuldung in der EU
Über die Erichtung einer EU geförderten Subventionspolitik, haben manche Personen die Geldtöpfe der EU mißbraucht, um ihre Geschäfte zu machen. Z.B. Autobahnbau in Portugal, auf der nur wenige Autos pro Tag fahren. (Noch nicht einmal jeder Portugiese besitzt ein Auto.) Das 40% (Eigenkapital) zu 60% (Subventions) Modell einer EU Förderung verleitet manchen Bürgermeister, Landesfürsten usw. Projekte anzuschieben, welche einen kommunalen oder auch staatlichen Haushalt schnell überforden. Das einzulösende Eigenkapital wurde auch oft nur über Kredite finanziert, so daß die Rückzahlung aller Verpflichtungen über die zu saldierenden Zinsen unmöglich gemacht wurde. Viele Länder wie z.B. Portugal sind garnicht in der Lage, gemäß ihres realen Wirtschaftseinkommens hier die Zins- und Schuldlast zu begleichen, außer man privatisiert kollektiv erarbeitete Staatsunternehmen. Und hier liegt der Hase im Pfeffer, dies ist das Ziel der Kosmokraten. Es geht um die Privatisierung staatlicher Einrichtungen und nicht um die Entschuldung von Staaten oder auch Personengesellschaften, sondern vielmehr um regelmäßige Zahlungen von Zinsen und Aneignung von historisch kollektiv erarbeiteten Unternehmen wie z.B. Post, Bahn usw. Es ist eine Mär, bei der Privatisierung von z.B. Wasser, eine Verbesserung für den Verbraucher zu garantieren. Der totale Gegensatz ist der Fall: Ein kostenloses Produkt der Natur wird hier in den Besitz wohlhabender Menschen überführt.
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Die horrende herumvagabundierende Geldmenge, welche ein Vielfaches der von der Welt erarbeitetem realen Bruttosozialprodukt entspricht, dieses Geld sucht Rendite. Bei einer zu groß angelegten Subvention über die EU in ein armes Land oder bei einem zu gierigen Investmentbanker ist es wie bei einem Drogenhändler, der seine Kunden anfixt und sie zu Junkies werden läßt. So wachsen und wachsen die Schulden.
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Ein weiteres Beispiel ist z.B. eine Niedrigsteuer Politik für Unternehmen in Irland, welche zunächst neue Unternehmen in das Land brachte, Irland aber trotzdem in die Krise gehen ließ. Dies zeigt den Irrsinn einer quasi Steuerbefreiung für Unternehmen. Die zur Zeit von den Deutschen geforderte Kapitalertragssteuer von 0,01% bzw. 0,05% wird von Lobbyisten in der Luft zerissen. Das Horror Szenario wird beschrieben: Die Investoren gehen in ein anderes Land. Meine Güte, die Welt ist klein. Selbst China hat eine Kapitalertragssteuer von 0,1% eingeführt.
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Übrigens, viele haben vergessen, daß es in Deutschland in den 80ern eine Kapitalertragssteuer bereits gegeben hat. Diese hieß bloß Börsenumsatzsteuer und wurde 1991 unter Helmut Kohl abgeschafft. Auch das oft geforderte Trennbankensystem, welches das Kunden- und Investmentgeschäft der Banken trennen möchte, wurde in den USA nach der großen Krise eingeführt und unter Clinton wieder abgeschafft, bekannt als Glass-Steagull Act, 1932.
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7. Die Verschuldung Global
Staaten der Dritten Welt investieren einen Großteil ihres Bruttosozialproduktes in die Zinslast ihrer Schuldenrückzahlung. “Im Jahr 2005 belief sich die öffentliche Entwicklungshilfe der Industrieländer des Nordens für die 122 Länder der Dritten Welt auf 58 Milliarden Dollar. Im selben Jahr haben die Länder der Dritten Welt den Kosmokraten der Banken des Nordens 482 Milliarden Dollar als Schuldendienst überwiesen.” (Jean Ziegler, Uno Beauftragter der UNO)
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Schon eigenartig, es gibt in Deutschland nur 3,5 Millionen Aktienbesitzer und voll sind die Medien mit deren Interessen.
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8. Zukunft der Kredite, der Sparguthaben und des Zinses
In Zukunft wird es keine Kredit- und Sparzinsen mehr geben, die über 3-4 % gehen. Ein Ausgleich leicht über der Inflationsrate ist am Anfang vielleicht noch möglich. Das Zinsmodell wird abgelöst über eine Kreditgebühr, welche die Kosten der Bank sowie einen Ausgleich der Inflation begleicht. Die Zeiten der Slogans: “Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten” werden endgültig den Dinosaurieren überlassen. Es wird abgelöst von einem: Schauen Sie hin, was mit Ihrem Geld passiert.”
9. Historische Zinsverbote
Bei in früherer Zeit verordneten Zinsverboten muß man beachten, daß sie nur für die eigene Religionsgruppe, also Islam, Juden, Christen Gültigkeit besaß. Für Fremde galt dieses nicht.
I. Zinsverbot im Islam. Im Koran, dessen Autorität bei Schari’a-Bestimmungen traditionell als unanfechtbar angesehen ist, steht in Sure 3, Vers 130 „Ihr Gläubigen! Nehmt nicht Zins, indem ihr in mehrfachen Beträgen wiedernehmt, was ihr ausgeliehen habt!“ Folglich sind sowohl festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen und Renten als auch Einnahmen von Zinsen aus Girokonten und ähnlichen Bankprodukten ausgeschlossen. Hingegen sind alle Erträge akzeptabel, welche auf einem Handel oder einer Investition in ein bestimmtes Produkt beruhen
II. Zinsverbot im Alten Testament: Levitikus 25,36-37: “Du sollst nicht Zins von ihm [deinem Bruder] nehmen und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt. Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins geben, und deine Nahrungsmittel sollst du nicht gegen Aufschlag geben.”
III. Zinsverbot im Neuen Testament. Noch 1745 sagte Papst Benedikt XIV.: “Die Sünde, die usura heißt und im Darlehensvertrag ihren eigentlichen Sitz und Ursprung hat, beruht darin, dass jemand aus dem Darlehen selbst für sich mehr zurückverlangt, als der andere von ihm empfangen hat […] Jeder Gewinn, der die geliehene Summe übersteigt, ist deshalb unerlaubt und wucherisch. Dazu heißt es an einer entsprechenden Stelle im Neuen Testament bei Lukas 6.33-35: “Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank wollt ihr dafür erwarten? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank wollt ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen. Ihr aber sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. …”
Ein ausdrückliches Zinsnahmeverbot gab es im Mittelalter unter Papst Innozenz III. Martin Luther war auch noch dagegen, Calvin dagegen dafür. Innerhalb der katholischen Kirche wurde das Zinsverbot von Papst Pius VIII. in einem Schreiben vom 18. August 1830 an den Bischof von Rennes aufgehoben.
10. Regionalgeld
es gibt sie schon viele Orte, sei es Potsdamm mit seinen Havelblüten, oder Rosenheim mit seinem Chiemgauer und und und…, wo Regionalgeld eine faire Begegnung leisten möchte.
Während gestern um 7.30 Uhr die gesamte Stromerzeugung in Baden-Württemberg bei 4094 Megawatt lag, betrug die regionale Last zur gleichen Zeit mehr als das Doppelte: 9380 Megawatt. Der Netzbetreiber TransnetBW sagt hierzu, das man am Montag in der Zeit von 6:00 – 14:00 Strom sparen sollte und das man für Stromausfälle für mehrere Sunden immer vorbereitet sein muß. Schuld seien die überlasteten Transportkpazitäten der Leitungen aus dem Norden von Deutschland. Sie empfiehlt in diesen Zeiten weniger Strom zu verbrauchen oder zumindest den Zeitpunkt der Verbräuche zu verlagern.
Herbie Hancock, Joe Zawinul & Friedrich Gulda in Concert (1989) auf den Salzburger Festspielen – Zusammen – ein Schatz, ein Traum.
Verfolgen Sie diesen Traum auf Radio Stralsund am Dientag um 17:00 Uhr
Playlist:
0:25 Requiem for Karajan by Joe Zawinul playing the breath Control Synthesizer (Korg M1, Korg DW-6000, Prophet T8)
8:49 Sonata in B-flat major, K. 333 | 2nd movement (Andante Cantabile) by Mozart performed by Friedrich Gulda with the piano
13:50 Menuett by Friedrich Gulda 17:00 For Rico by Friedrich Gulda, playing the piano
20:40 All Blues by Miles Davis performed by Friedrich Gulda & Herbie Hancock with the piano
27:54 Maiden Voyage by Herbie Hancock playing the piano
37:54 Body And Soul by Herbie Hancock & Joe Zawinul playing the piano
45:44 Toys by Herbie Hancock & Joe Zawinul playing the piano
49:29 In My Solitude by Joe Zawinul, playing the synthesizer (Korg M1, Korg DW-6000, Prophet 5)
53:55 Improvisation by Joe Zawinul & Herbie Hancock & Friedrich Gulda, playing Friedrich Gulda & Herbie Hancock the piano and Joe Zawinul the breath control Synthesizer (Korg M1, Korg DW-6000, Prophet 5)
1:06:03 With Computer by Joe Zawinul & Herbie Hancock & Friedrich Gulda playing the piano with loop sequencer and IBM Computer
1:19:42 Night And Day by Joe Zawinul, Herbie Hancock & Friedrich Guld playing the piano (six hands)
Der legendäre Musiker Joe Zawinul war einer der einflussreichsten Jazzmusiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Er war ein Pionier in der Verwendung elektronischer Musikinstrumente, der das elektrische Klavier in den Mainstream brachte, und besaß eine unvergleichliche Fähigkeit, den Synthesizer zu einem ausdrucksstarken Musikinstrument zu machen. Er komponierte einige der bekanntesten Standards des Jazz, darunter “Mercy, Mercy, Mercy” und “Birdland”. Zusammen mit Wayne Shorter gründete und leitete Joe Weather Report, die wohl kreativste und erfolgreichste Band des Jazz nach den sechziger Jahren. Seine einzigartige Kombination aus Jazz und ethnischer Musik aus aller Welt ebnete den Weg für das, was später als “Weltmusik” bezeichnet werden sollte. Letztendlich schuf Joe eine einzigartige musikalische Stimme, die sofort identifizierbar ist und sich jeder Kategorisierung entzieht.
Friedrich Gulda (16. Mai 1930 – 27. Januar 2000) war ein österreichischer Pianist und Komponist, der sowohl im Bereich der Klassik als auch des Jazz tätig war. Geboren in Wien als Sohn eines Lehrers, begann Gulda im Alter von 7 Jahren am Wiener Volkskonservatorium bei Felix Pazofsky Klavier zu spielen. 1942 trat er in die Wiener Musikakademie ein, wo er bei Bruno Seidlhofer und Joseph Marx Klavier und Musiktheorie studierte. Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf gewann er 1946 den ersten Preis. Zunächst bevorzugte die Jury den belgischen Pianisten Lode Backx, doch in der Endabstimmung wurde Gulda zum Sieger erklärt. Eine der Juroren, Eileen Joyce, die Backx bevorzugte, stürmte hinaus und behauptete, die anderen Juroren seien von Guldas Anhängern unfair beeinflusst worden. Gulda begann, weltweit Konzerte zu geben.
Herbie Hancock ist eine wahre Ikone der modernen Musik. Im Laufe seiner Erkundungen hat er Grenzen und Genres überwunden und dabei seine unverwechselbare Stimme beibehalten. Mit einer illustren Karriere, die sich über fünf Jahrzehnte erstreckt, und 14 Grammy™ Awards, darunter das Album des Jahres für River: The Joni Letters, verblüfft er nach wie vor das Publikum auf der ganzen Welt. 1940 in Chicago geboren, war Herbie ein Wunderkind am Klavier, das im Alter von 11 Jahren ein Klavierkonzert von Mozart mit dem Chicago Symphony Orchestra aufführte. In der High School begann er, Jazz zu spielen, zunächst beeinflusst von Oscar Peterson und Bill Evans. Außerdem entwickelte er eine Leidenschaft für Elektronik und Naturwissenschaften und absolvierte ein Doppelstudium in Musik und Elektrotechnik am Grinnell College. Heute ist Herbie Hancock dort, wo er schon immer war: an der Spitze von Weltkultur, Technologie, Wirtschaft und Musik. Obwohl man nicht genau weiß, wohin er als nächstes gehen wird, ist er sich sicher, dass er überall, wo er landet, seinen unnachahmlichen Stempel hinterlassen wird.
Es soll zwar keine Steuererleichterungen für die Bauern geben, aber die Northvolt aus Schweden bekommt 900 Mio Zuschüsse für ihr Batteriewerk in Heide, Schleswig Holstein. Es sollen 3000 Arbeitsplätze entstehen. An sich eine feine Sache, und ja, im Zuge des schon seit 30 Jahren bestehenden Bauernsterbens können ja weitere Bauern hier ein 9to5 finden, wenn da eigentlich nicht die klammen Kassen wären – oder gibt es diese garnicht??
Wie kann es sein, das so viele Wirtschaftsunternehmen wegen der zu hohen Kosten Deutschland verlassen aber Giga Unternehmen wie Intel, Northvolt, Tesla zu uns kommen? Wir werden es in 4 Jahren wissen.
Sozio-technische Entwicklungen — Erwartungen an den Cyberspace — Der Geist des Internets — Bionische Engel — Teilhabe an Gewinnen geschöpfter Energie — Blockchain — Open Data /Open Access — MOOCs – Maker Faires
Der frühe Geist
Ja, der frühe Geist in der wilden Phase des ursprünglichen Internet wird assoziert mit einem kooperativen sozialen Raum, einer Tauschökonomie für Software und Information, einer graswuzelbasierten Selbstorganisation sich entwickelnder Communitys und einem Hackergeist, der jede Beschränkung des Zugangs und des freien Informationsflusses zu umgehen weiß.
In den 1980ern filmte ich mit großen Video-Umatic Systemen meine Umwelt. Brecht´s Radiotheorie bekam eine Praxis. Jeder konnte jetzt filmen und über eingerichtete „Offene Kanäle“ mit festen Sendeplätzen seine Projekte im Bürgerfernsehen publizieren. Als dann das Usenet, die Mailboxen, die Bulletin Board Systeme hinzu kamen, versprach all dies einen emanzipatorischen Fortschritt in der Kommunikations- und Machtstruktur jener Zeit. Man träumte von einer horizontalen und nicht vertikalen Demokratie. Dies alles beförderte eine Euphorie in den 1990ern, die jeden zur Mitarbeit für eine gerechtere Welt aufrief. Der gesellschaftspolitische Alltag zog in das Internet. Es war dann ein Buch von Gundolf S. Freyermuth: „Cyberland aus dem Jahre 1996“, welches mich in die digitale Welt hineinzog. Freyermuth beschrieb eine typisch kalifornisch utopische Energie, einen Willen, sich selbst und das eigene Leben neu zu erfinden. Und das Kommunikations-Werkzeug hierfür sollte nach den Drogenerfahrungen und einhergehenden Bewußtseinserfahrungen der Hippies, nun das Internet werden. Über Jahrhunderte zog die „Neue Welt“ die Menschen an, weil sie dem Einzelnen und unterdrückten Minderheiten sowie politischen Utopisten und religiösen Sekten einen Neuanfang bot. Hier war die Sehnsucht nach Veränderung und Abenteuer stärker als der ängstliche Wunsch nach Erhalt des Erreichten. Und hier bereiteten die zahlreichen Subkulturen und avantgardistische High-Tech-Pioniere die Eroberung des Cyberspace vor. Es kursierten Begriffe wie Gehirnhacking, Körperhacking, Bionische Engel, Cyborgs, Cyberpunks. Heute wird gehackt, was nicht bei 4 auf den Bäumen ist. Gehackt werden soll die Denkfähigkeit durch Gehirn-Upgrades und Vernetzung (Brain Hack). Gehackt werden sollen die Sinne (Sensory Hack), indem das Vorhandene gesteigert oder modifiziert wird – besser sehen, hören, riechen sowie Ohren und Nasen, die sich schließen lassen – oder, indem ganz neue Wahrnehmungsbereiche eröffnet werden: Sinne für andere Frequenzen, Schallwellen, Radar oder Radiaktivität. Diese Utopie des Cyberland, damals quasi gedacht als eine Parallelwelt zu unserer vorhandenen Welt, war noch nicht im Focus ökonomischer Prioritäten. Die Grabber AOL, Facebook usw. gab es noch nicht. Man befand sich im Wildwest der sozio-technischen Evolution und in Deutschland war man mit seiner geschulten Medienkritik recht gut positioniert gegenüber den Denkstrukturen des Silicon Valley. Es waren zu jener Zeit Organisationen aus Kunst und Kultur, die an der Programmierung von Webportalen gearbeitet haben. Interessant sind hier z.B. „De Digitale Stad Amsterdam“ aus dem Jahre 1994. Die DDS wurde von einem Kulturzentrum und einem Hackerkollektiv ins Leben gerufen. Der Grund für die Initiative waren grade stattfindende Kommunalwahlen in Amsterdam und man erhoffte sich über die neuen Informationssysteme einen regen Diskussions-Austausch aller Beteiligten. Ein anderes interessantes Projekt war „Die internationale Stadt“, gegründet von einer Berliner Kunstinitiative aus dem Jahre 1995.
Und, wo liegt nun der Geist des Fortschritts, die Idee des Mensch-Seins und des Sharing? Wie können wir Menschen die neuen Technologien nicht einzeln und egoistisch als Gadgets nutzen, sondern in Gesellschaft an den neuen Möglichkeiten partizipieren?
Heute möchten datengetriebene Technologiemodelle uns „The paradise of human beeings“ bescheren. Mittlerweile weiß aber wohl jeder, auch ohne Gadget Messung, daß es zu viele Emmissionen von zu vielen Dreckschleudern gibt. Die CO2 Mess Spots erfüllen nur noch, -ja welche Zwecke eigentlich? Blockchain / Dokumentation von Geld und Besitz. Monetariesirungsmodelle über Emmissionszertifikate oder Klagemodelle wie z.B der Deutschen Umwelthilfe.
Vor Jahren haben wir im Argos-Salon schon einmal über „das Geschäftsmodell der Banken“ und das digitale Geld anhand des Bitcoin, einer Kryptowährung, gesprochen. Zur Zeit hat dieses Thema wieder Hochkonjunktur. Der Code des Bitcoin basiert auf der sogenannten „Block Chain“. Mit dieser Technologie wird bei jedem Besitzerwechsel dem transferierten Geld ein neuer Codeschnipsel angehängt (von daher der Begriff Block) um eben diesen Artikel zu referenzieren und einwandfrei bisher stattgefundene Besitzerwechsel zu dokumentieren. Dieser Code wird dezentral auf verschiedenen Servern gespeichert. Der eigentlich umwerfende Aspekt ist hier zum einen, daß man den angehängten Code nur bis zu 24 Millionen Bitcoins realisieren kann, die Geldmenge wäre dann also gedeckelt. Der andere interessante Aspekt der Nutzung der „Block Chain Technologie“ ist die mögliche Verwaltung der Eigentumsnachweise und Dokumentantion von Besitzerwechseln wie bei Hausbesitz, Urkundenbesitz, Testamente, Patentverzeichnisse usw. usf. Die Speicherung der „Block Chain“ Daten läuft dezentral. Jede zentrale Speicherung von Daten, wie sie z.B. Banken über das Geld und die Kunden ausüben, wäre dann obsolet. Die Banken wissen das mittlerweile auch und arbeiten in einem Konsortium an eigenen digitalen Währungen und sammeln und kaufen hierfür fleißig Patente.
Opendata und Open Access
Auf http://www.daten.berlin.de/ werden auf einer Karte Obstbäume, welche der Allmende zuzurechnen sind und die von daher von jedem beerntet werden können, verzeichnet. In Berlin gibt es schon einige wenige Opendata Applikationen unter http://www.daten.berlin.de zu sehen. Open Data legt einfach die API’s / Schnittstellen offen, so daß jeder bereits erstellte Datenbanken benutzen kann. Ein Beispiel wäre hier die Visualisierung der Verbrauchsdaten derBerliner Bezirke von Strom. Hier kann man einen Bezirk, z.B. Berlin Mitte aufrufen und sieht dann die Daten für z.B. Erzeugte Energie, Verbrauch absolut, Einwohnerzahl, Verbrauch pro Einwohner usw. In Wien entwickelt man das Open Access Network Austria (OANA). Diese schreibt: „Wissenschaft ist ein öffentliches Gut, das erst durch Teilen und Weiterverwendung nutzbar wird. Da die digitale Revolution es ermöglicht, viele Informationen von jedem Ort und jeder Zeit zugänglich zu machen, ist es das Ziel von Open Access, alle wissenschaftlichen Publikationen frei im Internet zur Verfügung zu stellen. Hierfür gibt es auch eine Agenda. Auch die European Research Area (ERA) oder die Max-Planck-Gesellschaft entwickeln hierzu Roadmaps. Wenn man über Open Data spricht, muß man über die Diskrepanz von freien Zugängen zu Datenbanken mittels freier API’s und über die alten Geschäftsmodelle, Wissen und Erfindungen geheim zu halten, sprechen. Große Konzerne, z.B. die aus der Pharmaindustrie, haben durch z.B. in Deutschland geeignete Rechtsmodelle, Erfindungen, die oft über die staatlichen Universitäten erarbeitet wurden, über lange Zeit zu monetarisieren gewußt. Länder wie Indien konnten das über Druck teilweise reduzieren, Länder wie Deutschland befinden sich in der Falle. Zumal mittlerweile auch einzelne Pharma Konzerne öffentlich zugeben, daß Forschung und Entwicklung nicht mehr in ihren Bereich gehören, sondern das diese outgesourct werden müssen. Hier sollten generell einige neue Fragen gestellt werden.
Heute, im digitalen Zeitalter werden all diese Problematiken wieder neu besprochen. Man fragt sich, ob das Geschäftsmodell wissenschaftlicher Verlage noch zeitgemäß ist? Die OANA ( Open Access Network Austria) in Österreich möchte bis 2025 die gesamte wissenschaftliche Publikationstätigkeit auf Open Access umstellen. Das bedeutet, daß alle wissenschaftlichen Publikationen, die aus Unterstützungen mit öffentlichen Mitteln hervorgegangen sind, ohne Zeitverzögerung und in der finalen Version im Internet frei zugänglich sind. Die notwendigen Mittel werden den AutorInnen zur Verfügung gestellt, – oder die Kosten der Publikationsorgane werden direkt von den Wissenschaftsorganisationen getragen. Österreicher erhalten erstmals ein grundsätzliches Recht darauf, mit Steuergeldern finanzierte Dokumente für eigene Zwecke zu gebrauchen. Im Juli 2015 trat eine Nouvelle des Informationsweiterverwendungsgesetzes in Kraft, das die Nutzung von Dokumenten regelt, die sich im Besitz öffentlicher Stellen befinden.
Bildung und MOOCs
Wie der Erziehungswissenschaftler Sugata Mitra 2013 einmal über die Geschichte der Lernmethodeen referierte, beschrieb er einmal die zu Zeiten des britischen Empire ausgeübten schulischen Ziele: eine gute Handschrift, weil alle Daten mit der Hand geschrieben wurden, sie mußten lesen können, und sie mußten in der Lage sein, im Kopf zu multiplizieren, zu dividieren, zu addieren und zu subtrahieren. Es wurde für den globalen bürokratischen Verwaltungsapparat ein Schule benötigt, um einen globalen Computer aus Menschen zu schaffen.
Heute gibt es MOOCs (Massive Online Open Courses) – offene Online-Kurse für alle. Hier können die besten aller Lehrer ihre Lehre betreiben und in Schulen können hierzu dann die Besprechungen und Hausaufgaben ablaufen. So hatte das berühmte MIT (Massachussets Institute of Technology) einmal einen Kurs mit Prüfung weltweit online gestellt, und die 400 besten Teilnehmer waren dann gar nicht mehr vom MIT selbst, sondern es waren Menschen die online dazu gestoßen waren.
Maker Faires
Hacker-, DIY- (Do It Yourself) und Maker-Kulturen sind in den Mainstream eingegangen. Ihre Formate und Methoden gelten mittlerweile als “moderne” Aspekte vieler Politik-, Kultur- und Bildungsprogramme. Dieser Umbruch zeigt sich auch im Wiederaufleben von Craft-Kulturen und im Aufkommen neuer Formen kritischen und aktivistischen Designs als mögliche Gegenpole. All diese Praktiken haben jedoch nie isoliert existiert: Eingebettet in größere soziokulturelle, ökonomische und politische Kontexte haben sich Hacker-, DIY- und Maker-Kulturen schon immer gegen vorherrschende Narrative des Marktes positioniert.
Transmediale 2016 und Kunsprojekt Autonomy Cube
Hier noch ein Anmerkung zur Transmediale, dem Mediumkunst-Festival im Haus der Kulturen der Welt. Hier heißt es: Angesichts zahlreicher Probleme und globaler Krisen müssen wir uns fragen, wie eine Gesprächskultur im digitalen Zeitalter aussehen kann? Im internationalenWettbeweb zwischen Staaten, Unternehmen, Netzwerken und Individuen werden wichtige globale Angelegenheiten auf Worthülsen reduziert. Die Macher der Transmediale sagen: wir sprechen von Flüchtlingskrise, Finanzkrise, Klimawandel, Big Data, dabei ist längst nicht klar, worüber wir reden. Wie tauscht man in einer global vernetzten Medienwelt Argumente und Ansichten über komplexe Sachverhalte aus? In Zeiten sich überlagernder Krisen möchten viele Menschen aktiv werden. Aber wie? Die Ambivalenz zwischen Tatendrang und Resignation bildete den inhaltlichen Nährboden der Transmediale 2016. „Anxious to Act, Anxious to Make, Anxious to Share, Anxious to Secure“ (bestrebt zu handeln, bestrebt zu kreiren, bestrebt zu teilen, bestrebt zu sichern), so formulierten es die Veranstalter. Der Drang zu handeln und zu teilen ist groß, gleichzeitig wissen wir nicht, wie wir es richtig machen können, ohne etwa Großkonzernen in die Hände zu spielen. Zum Abschluss noch eine Bemerkung zum „Autonomy Cube“ Projekt von Tevor Paglen und Jakob Appelbaum. Sie bauten einen transparenten Cube mit 4 Rechnern und einem offenen Wifi-Hotspot. Implementiert wurde die Software TOR, welche eine Anonymisierung von Daten ermöglicht. Diese Skulptur wurde in Oldenburg 4 Monate im Edith-Russ-Haus ausgestellt und konnte auch praktisch als Einwahlknoten voll benutzt werden.
Auswirkungen des Internet in den USA versus EUROPA
Steven Hills, ein Fellower der American Academy in Berlin untersuchte die Auswirkungen der Share Ökonomie. Ich selbst war damals begeistert von den ersten Mitfahrzentralen, war fasziniert davon, einfache materielle Dinge zu teilen. Und heute? Steven Hills beobachtet die Unternehmen, die meist nur eine Webseite und ein paar Apps haben und mit ihrem Mischmodell aus Technologie à la Silicon Valley und der Gier à la Wall Street ihre lukrativen Unternehmen aufgebaut haben. Dies sind Unternehmen wie „Uber“, „Upwork“ und „Task Rabbit“. Hier wird vorgegeben, daß jeder Mensch ein selbständiger Unternehmer, ein Geschäftsführer, ein Selbstständiger werden kann. Was früher von Unternehmen an Arbeit einfach in Billig Lohn Länder outgesourct wurde, wird heute mit Schein-Selbständigen im eigenen Land zum Billig-Lohn Tarif praktiziert. Und dieser Steven Hill möchte in seiner Studie den prekären Zustand von ¾ der Amerikaner, die mittlerweile sich nur noch in ihren Jobs von Gehaltsabrechnung zu Gehaltsabrechnung durchhangeln, vergleichen mit den Auswüchsen einer Sharing Ökonomy in einem Wohlfahrtsstaat mit einflussreicheren Gewerkschaften und stärkerer staatlicher Regulierung. Können wir Wohlstand erhalten, wenn unsere Wirtschaftssystem auf einseitigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmer Beziehungen basieren? Oder erfordert Wohlstand mehr Mitbestimmung zwischen den Akteuren?
Die Versicherung Generali
Der Versicherer plant das Sammeln von Gesundheitsdaten per App. Die Generali-Gruppe steigt ins Telemonitoring ein und kooperiert dazu mit dem südafrikanischen Versicherer Discovery. Die Südafrikaner haben das Gesundheitsprogramm Vitality entwickelt. Kunden, die auf Fitness, Lebensstil und Ernährung achten, werden mit Gutscheinen, Geschenken und Rabatten belohnt. Die,Daten werden mittels App an den Versicherer übermittelt. So sollen beispielsweise Vorsorgetermine dokumentiert, Schritte gezählt und sportliche Aktivitäten gemessen werden. Generali selbst beschreibt Vitality so: Mit Generali Vitality bieten wir zukünftig eine Produktoption für die stetig wachsende Gruppe gesundheitsorientierter Menschen an. Die Vitality-Produkte unterstützen die Kunden auf für sie nachvollziehbare Weise dabei ein gesünderes Leben zu führen. Von der Idee her vergleichbar mit den Bonussystemen von Krankenkassen wird eine gesunde Lebensweise gefördert und belohnt, indem der Kunde beispielsweise Vergünstigungen (bei der Mitgliedschaft im Fitnessstudio, beim Kauf von Sportausrüstungen und gesunden Lebensmittel) oder Bonuspunkte erhält. Innovativ ist an dem Modell, dass es ganzheitlich ist, d.h. vom Gesundheits-Check über die Vergünstigungen bis zu Bonuspunkten geht und dass dabei auch digitale Anwendungen zum Tragen kommen, die eine intuitive und für den Versicherten einfache Nutzung ermöglichen. Kunden erhalten Prämiennachlässe. In der ersten Stufe erhalten Versicherte die genannten Vergünstigungen, in einer zweiten Stufe sollen auch Prämiennachlasse beim Versicherungsschutz möglich sein. Damit ist Generali der erste große Versicherer, der Ernst macht mit „Big Data“. Nach Medienberichten sollen auch Allianz, Axa und weitere an ähnlichen Projekten arbeiten. Vorreiter dieser Entwicklung ist der US-amerikanische Krankenversicherer United Healthcare. Dort erhalten Versicherte nach entsprechendem Nachweis schon seit Jahren Preisnachlässe. „In Europa werden die Produkte zunächst in Deutschland, Frankreich und Österreich erhältlich sein und die Märkte dann sukzessive ausgeweitet. Weltweit ist der Kooperationspartner bereits in vielen Ländern aktiv, darunter Südafrika, USA, China, England, Australien und Südostasien“, sagt Generali-Unternehmenssprecherin Silvia Lorger-Michel. Hierzulande erntet das Vorhaben deutliche Kritik. Verbraucherschützer wie Peter Grieble von der Verbraucherzentralen Baden-Württemberg verweisen auf das Manko hinsichtlich Datenschutz. Der Kunde wisse gar nicht, wie seine Daten im Konzern verarbeitet werden und wer Zugriff darauf habe. Einige Kommentatoren in Publikumsmedien mokieren zudem, dass so das Prinzip der Versicherung ad adsurdum geführt werde. Denn es werden nicht mehr verschiedene Risiken zwischen vielen Kunden und über die Zeit ausgeglichen, sondern die Versicherer versuchen so die „guten“ Risiken für sich zu gewinnen und der Konkurrenz die „schlechten“ Risiken überzuhelfen. Ein Trend, der bei genauerer Betrachtung wahrlich nicht neu erscheint. Felix Hufeld, oberster Versichungsaufseher bei der BaFin, sagte in der Süddeutschen Zeitung: „Wenn wir den Gedanken zu Ende denken, kann das letztlich zu einer Atomisierung des Kollektivs führen.“ Und auch Schriftstellerin Juli Zeh schaltet sich in die Debatte ein: „Wir werden manipulierbar und unfrei“. Sie sieht totalitäre Strukturen im Gewand von Serviceangeboten. Von Zeh ist der Roman „Corpus Delicti“, der vor der Problematik einer Gesundheitsdiktatur in naher Zukunft warnt. Anhang von Gert Lovink http://thing.desk.nl/bilwet/Geert/Aufsaetze/dds.txt
*1. Was ist eine ‘digitale Stadt’?
Digitale Staedte oder ‘Freenets’ sind frei zugängliche, kostenlose Informationssysteme innerhalb des Internets. Es handelt sich dabei um eine lokale Sammlung ‘virtueller Gemeinschaften’ (Rheingold), wobei das gemeinsameInteresse die geografische Lage und die Muttersprache ist. Seit Januar 1994 gibt es in Amsterdam eine solche digitale Stadt. Sie wurde von “De Balie” gegruendet, einem Zentrum fuer Politik, Theater und Kultur, sowie der “Hacktic”-Gruppe (Computerhacker, die den ‘XS4all’ Internetserver betreiben). Das Ziel war anfaenglich, ein Experiment durchzufuehren, welches das Verhältnis zwischen den Buergern und dem Bereich der Politik im elektronischen Zeitalter untersucht. Anlass waren die Wahlen des Gemeinderats. Bald ging die Entwicklung dahin, die Diskussion über die Planung der ‘Datenautobahn’ in Holland voranzubringen. Für viele war ‘dds’ die erste Bekanntschaft mit dem Internet. Das System brach aufgrund des grossen Zuspruchs bald zusammen. Mittlerweile hat dds-Amsterdam 20.000 ‘Bewohner’ und bis zu 4000 log-ins pro Tag. Seit Oktober 1994 laeuft das System ueber das World Wide Web und die Bewohner haben die Moeglichkeit, eigene Homepages zu gestalten. Die Version 3.0 (Juni 1995) legt noch mehr Wert auf die individuelle Positionierung der einzelnen Benutzer, um das wachsende System weiter zu differenzieren. Im folgenden Text werden eine Anzahl von Alternativen und Dilemmas dargestellt, um so, ohne Einfuehrung, gleich einen Eindruck davon zu geben, welche Fragen sich bei der Planung öffentlicher Netzsysteme ergeben. Kein elektronisches Kaufhaus, sondern Public Domain. Die digitale Stadt ist kein in sich geschlossenes Einkaufszentrum oder Ladenpassage. Sie ist ein öffentlicher Raum, der zwar Zugang zu kommerziellenSystemen oder Diensten ermoeglicht, selbst jedoch keine Waren aufnötigt oder Mautgebuehren an den Zugangspforten erhebt. So wie es nichts kostet, auf der Strasse zu laufen, muss auch der Zugang zur Digitalen Stadt frei sein. Es herrscht das Recht der freien Meinungsaeusserung. Man kann sich ueber die ‘Strasse’ in ein anderes System einloggen, in dem man für Information bezahlen muss, aber der öffentliche Raum im Netz hat damit nichts zu tun. Wenn dieser grundlegende Unterschied zwischen oeffentlichem Raum und Privatheit nicht gemacht werden kann, gibt es keine Existenzberechtigung mehr fuer eine digitale Stadt und sie wird ein Computernetzwerk wie alle anderen. Eine digitale Stadt kann zwar ‘Verkaufsraum’ vermieten, darf aber nicht darauf reduziert werden. Kommerzielle Systeme dagegen werden sich von Natur aus nicht mit dem Problem befassen, ob sie ein ‘Aussen’ haben. Sie werden höchstens Werbung für andere machen, indem sie ihnen die Möglichkeit geben, eine Anzeige zu plazieren. Laut Joost Flint, zusammen mit Marleen Stikker einer der Koordinatoren, ist die Digitale Stadt sowohl eine Antwort auf die drohende Kommerzialisierung des Netzes, als auch ein Trendsetter. “dds” schafft keinen Markt. In dieser Hinsicht sind wir Hippietouristen, die ein Fernes Land kennenlernen. Ich hoffe, dass Die Digitale Stadt ein Raum für nicht-kommerzielle Information bleibt, mit Gratiszugang und Moeglichkeiten, die man in kommerziellen Systemen nicht hat. Es ist angenehm für Menschen, zu wissen, dass sie nicht ‘gemonitort’ werden. Jeder Schritt, den man in einem anderen Internetsystem tut, wird registriert. Die Information wird an eine Direkt-Marketing-Agentur verkauft. Privacy wird ab einem bestimmten Zeitpunkt ein Thema werden.
*2. Die digitale Stadt ist eine Metapher
Rob van der Haar ist einer der Designer des Interface fuer Die Digitale Stadt 3.0. In einem Vortrag mit dem Thema ‘Die Stadt als Metapher’ führt er aus: “Warum sollte man einer elektronischen Umgebung den Namen ‘digitale Stadt’ geben? Zunaechst einmal, weil er als Metapher dienen kann, er erklärt unbekannte Dinge anhand von bekannten. Das Verhalten der elektronischen Stadt wird daher mehr oder weniger an das Bild (mentales Modell) anschliessen muessen, das die Zielgruppe von einer wirklichen Stadt hat. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine digitale Stadt eine exakte Kopie einer wirklichen Stadt werden muss. Im Gegenteil, Phantasiestaedte wie Disneyland und symbolische Staedte wie ‘The Legible City’ des Kuenstlers Jeffrey Shaw sprechen die Phantasie viel mehr an. In manchen Punkten darf eine digitale Stadt durchaus vom Erwartungsmuster des Benutzers abweichen, gerade Ueberraschungen und Entdeckungen laden ein, die Stadt oefter zu besuchen.” Ein Teil des Erfolgs der Digitalen Stadt ist sicher ihrem Namen zu verdanken. Die Stadtmetapher foerdert nicht nur die Wiedererkennbarkeit, es ist vor allem eine produktive Formel, welche sowohl die Phantasie der Macher, als auch der Benutzer reizt. Die ‘Stadt’ zieht Ideen an und provoziert dazu, wilde Plaene zu schmieden. Diese Metapher erlaubt sowohl die Arbeit an einem strikten, uebersichtlichen Plan, in dem Funktionalitaet und Benutzerfreundlichkeit dominieren, als auch an einem Labyrinth von Gassen und kleinen Strassen, in denen sich dunkle, illegale, abenteuerliche Dinge abspielen. Eine Stadt kann so reich (und so arm) sein wie das Leben. Ausschlussmechanismen koennen aufgrund der zielbewussten Komplexitaet der Struktur nicht effektiv durchgefuehrt werden. Die Unuebersichtlichkeit schuetzt die Bewohner gegen die destruktiven Seiten der Transparenz und der Allgegenwaertigkeit. In der Computerterminologie bedeutet das, dass der kuehle, kalte High-Tech durch menschliche Exzesse und nichtvorgesehene Abweichungen gemildert wird. Neben dem Rathaus muessen auch der Sexshop und der Koffieshop ihre Annehmlichkeiten anbieten koennen. Man kann in die Schule gehen, aber auch schwaenzen. Die Digitale Stadt muss nicht per se sauber und gesund zu sein. Es muss auch anonyme Plätze geben. Das System wird staendig umgebaut, mit lästigen Baustellen und aufgebrochenen Strassen. In der Literaturkritik ist die Metapher ein vertrautes Problem. Es ist an der Literaturwissenschaft, dieses Wissen in den Cyberspace zu verpflanzen und den Metaphergebrauch innerhalb von Systemen wie Die Digitale Stadt einer kritischen Untersuchung zu unterziehen. Die Stadtmetapher erscheint im Cyberspace zu einem Zeitpunkt, in dem es mit der Stadt Amsterdam als Verwaltungseinheit endgueltig vorbei ist, und die Stadt sich in der Region (“ROA”) aufloest. Selbst in der reaktionaeren Vorstellung des Stadtstaates sehen wir, dass die Stadt sich als eine verdichtete Infrastruktur redefiniert, zu der auch die weitentfernten Aussenbezirke, Flughaefen, Industriegebiete, edge cities, Autobahnen, Handelszentren und Randgemeinden gerechnet werden. Die frühere Stadt dagegen hatte eine deutliche Grenze (und Identitaet). Die digitale Stadt kann nun als zurückgekehrte Metapher einen gewissen Schutz gegen die hochaufloesende Fähigkeit der neuen Technologien bieten. Sie hat neben utopischen auch nostalgische Züge. Sie will den vergangenen Glanz der Stadt wieder zum Leben erwecken, nicht indem man gebaute Umgebung mit postmodernen Fassaden versieht oder die Bewachung verstärkt, sondern indem man die Künstlichkeit konsequentnausbaut: digitaler Konstruktivismus. http://thing.desk.nl/bilwet/Geert/Aufsaetze/dds.txt http://www.digitalcraft.org/?artikel_id=249 http://www.digitalcraft.org/dateien/358_0730164807.pdf
Sächsischer Landrat verbietet von 31 angemeldeten, 24 Bauern Demonstrationen am 8. Januar. Es heißt, die öffentliche Ordnung sei gefährdet. Demokratie und Versammlungsfreiheit sind am 8. Januar gefordert und dann sowas??? Der Landrat Rico Anton (CDU) hat 24 Versammlungen verboten, zudem wurden Spontanversammlungen präventiv untersagt. In diesem Sinne: “Freiheit ich komme. Mein Ziel, das ist die Autobahn. Hans im Glück”
[Quelle Kolja Barghoorn]
Mein Ziel, das ist die Autobahn, Freiheit ich komme!
Hans im Glück
Die Tür ist offen Und der Himmel ist rot Die Entscheidung ist getroffen Und die Reise geht los Unter seinen Stiefeln Knirscht der Kies im Garten Erinnerungen kommen Doch er darf nicht darauf warten Hey, hey!
Und die Zeit drängt Was hab’ ich nur verschenkt? Freiheit, ich komme!
Sein Ziel das ist die Autobahn Er will in and’re Orte Das war sein lang erfasster Plan Doch denkt er an die Worte “Deine Haare sehen dreckig aus Seit Wochen keine Arbeit Ich schmeiß dich schon noch einmal raus Mit dir hat man nur Streit” Ein Auto hält, man fragt wohin Hans sagt ganz schnell nur “fort” Er denkt zurück an den Beginn Sie sprechen nicht ein Wort Hey, hey!
Und die Zeit drängt Was hab’ ich nur verschenkt? Freiheit, ich komme!
Hans im Glück Nimm mich mit Nicht nur ein Stück sondern für immer! Wie früher dir So geht’s jetzt mir Ich will heraus aus meinem Zimmer!
Um 12 Uhr ist er in der Stadt Sein Ziel das ist erreicht Wo kann er bleiben über Nacht Zuhaus’ wär’s jetzt so leicht Sein Bett das ist bestimmt gemacht Und glaubt er kommt zurück Der Bruder hat gewiss gelacht Das bricht Hans das Genick So geht er dann die Straße lang Die Leute seh’n ihn nicht Da kommt ein Typ und fragt nicht lang’ Und nimmt ihn mit zu sich Hey hey!
Und die Zeit drängt Was hab’ ich nur verschenkt? Freiheit, ich komme!
Hans im Glück Nimm mich mit Nicht nur ein Stück sondern für immer! Wie früher dir So geht’s jetzt mir Ich will heraus aus meinem Zimmer!
Am nächsten Morgen in der Stadt Hält vor ihm ein grüner Wagen Die Suchmeldung zeigt sein Gesicht Sie packen ihn am Kragen Zuhause geht’s erst richtig los Die Mutter beginnt zu weinen Der Vater schreit “ich zog dich groß Dank dafür kennst du keinen” So geht’s dann ein paar Wochen lang Er kann’s nicht mehr ertragen Sein Ziel das ist die Autobahn Er wird es immer wieder wagen
Hans im Glück Hans im Glück Dich gibt es so oft Es wird dich immer geben Solang man noch hofft Und die Tür ist wieder offen Und der Himmel wieder rot Und die Entscheidung ist getroffen Und die Reise geht wieder los Unter seinen Stiefeln Knirscht der Kies im Garten Erinnerungen kommen Doch er will nicht auf sie warten Hey, hey!
Hans im Glück Nimm mich mit Nicht nur ein Stück sondern für immer! Wie früher dir So geht’s jetzt mir Ich will heraus aus meinem Zimmer!
Am nächsten Morgen in der Stadt Hält vor ihm ein grüner Wagen Die Suchmeldung zeigt sein Gesicht Sie packen ihn am Kragen Zuhause geht’s erst richtig los Die Mutter beginnt zu weinen Der Vater schreit “ich zog dich groß Dank dafür kennst du keinen” So geht’s dann ein paar Wochen lang Er kann’s nicht mehr ertragen Sein Ziel das ist die Autobahn Er wird es immer wieder wagen
Und die Zeit drängt Was hab’ ich nur verschenkt? Freiheit, ich komme!
Hans im Glück Nimm mich mit Nicht nur ein Stück sondern für immer! Wie früher dir Ergeht’s jetzt mir Ich will heraus aus meinem Zimmer!
Hans im Glück Nimm mich mit Nicht nur ein Stück sondern für immer! Wie früher dir Ergeht’s jetzt mir Ich will heraus aus meinem Zimmer!
Hans im Glück Nimm mich mit Nicht nur ein Stück sondern für immer! Wie früher dir Ergeht’s jetzt mir Ich will heraus aus meinem Zimmer!
Wenzel Pawlitzky liest am 17. Januar um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Stralsund „In Plüschgewittern“ von Wolfgang Herrndorf
Worum geht’s? Der namenlose Ich-Erzähler in Herrndorfs Debüt-Roman ist nach der Trennung von seiner Freundin unterwegs aus der westdeutschen Provinz nach Berlin. Hier strauchelt er ziellos durch die trunkene Hauptstadt-Szene, bekommt das Leben nicht recht zu fassen und verliebt sich unglücklich. Skurril, etwas düster, aber heiter und sehr intelligent erzählt Herrndorf von der Identitätssuche eines 30-jährigen.
Stralsunds “Museum auf der Straße” beantwortet sieben der häufigsten Fragen an die Archäologie.
Eine neue Plakat- und Onlineausstellung auf Stralsunds Litfaßsäulen beantwortet typische Fragen, die Archäologinnen und Archäologen sehr häufig hören. Dabei begegnen dem Betrachter der sieben Plakate und der dazugehörigen Webseiten Highlights der zukünftigen Ausstellungen des STRALSUND MUSEUM im Katharinenkloster.
Dank archäologischer Grabungen, Funden ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger sowie Schenkungen und Ankäufen verfügt das STRALSUND MUSEUM über eine der größten archäologischen Museumssammlungen des Bundeslandes. Viele Funde stammen von der Insel Rügen. Besonders bedeutsam ist die urgeschichtliche Sammlung des Friedrich von Hagenow. Weltbekannt ist das Wikingergold, dessen Weg von Hiddensee in die Museumssammlung im Jahre 1873 die Frage aufwirft, was heute zu tun wäre, sollte man einen Schatz finden. Was ist aus Sicht der Archäologie überhaupt wertvoll, und gibt es überhaupt noch etwas auszugraben? Es muss jedenfalls nicht immer Gold sein, was das Archäologenherz höher schlagen lässt.
Museumsdirektorin Dr. Maren Heun möchte mit der neuen Plakatausstellung einen lockeren Zugang zur regionalen Ur- und Frühgeschichte bieten. „Unsere Archäologin Claudia Hoffmann beantwortet typische Kinderfragen und wir begegnen im Vorbeigehen sieben Objekten, die wir mit Wiedereröffnung des STRALSUND MUSEUM im Katharinenkloster wieder im Original zeigen werden.“ Neben den 4.000 Jahre alten Langendorfer Goldschalen, Keramik aus der Trichterbecherkultur und einem seltenen Textilfund wurde rund um Stralsund auch ein menschlicher Schädel ausgegraben, der auf ca. 5.000 v. Chr. datiert wird. Sind solche Knochenfunde eigentlich eklig? Nicht für Wissenschaftler. Ihnen geben z.B. die Spuren an dem bei Drigge gefundenen Schädel Hinweise auf den Menschen. Wir können herausfinden, dass der Mensch an der Küste aufgewachsen ist und viel Fisch aß. Seine DNA, die sich im Ohr erhalten hatte, gibt uns Aufschluss darüber, wie er ausgesehen hat. Auf dem zugehörigen Plakat für “Museum auf der Straße” wird dazu ein Vorschlag gemacht, der auf einem Schädelscan basiert. Ein gutes Beispiel, wie die Archäologie Techniken und Erkenntnisse vieler anderer Wissenschaften nutzt.