Kategorie: Bücher

  • Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas

    ein Buch von Hans Magnus Enzensberger. Europa ist derzeit in aller Munde. Mißtrauen herrscht gegen die fernen Institutionen in Brüssel. Was, fragen sich immer mehr Europäer, treiben unsere weithin unbekannten Vormünder hinter verspiegelten Fassaden, meist verschlossenen Türen und mit einer höchst fragwürdigen Legitimation? In einem Essay hat sich Hans Magnus Enzensberger der Aufgabe gestellt, zur Aufklärung über die Gebräuche und Spielregeln beizutragen, mit denen das Europa von ‚Brüssel’ uns zu regieren beansprucht: lakonisch und treffsicher, wohlinformiert und bissig, dabei um Gerechtigkeit bemüht, denn das Monster, dem er ins Auge blickt, ist nicht immer nur furchterregend, sondern auch sanft. Dennoch muß der Leser Nebenwirkungen in Kauf nehmen.

    Brüssel regiert und baut seine Macht aus. Wir merken es nicht, weil wir bei ihren gezielt unverständlichen Botschaften nicht mehr hinhören. Wir nehmen den Ausbau des Moloch nicht zur Kenntnis, weil uns die vierbuchstabigen Abkürzungen noch nie etwas sagen.

    Wir nehmen achselzuckend hin, dass die EU-Beamten sich jedes Jahr neue hochbezahlte (15 bis 40k€ pro Monat) Positionen für ihre Kinder ausdenken. Zuletzt den EU-Außendienst, der 3.500 Sprösslingen in Brot und Arbeit brachte, und die seitdem nach Aufgaben suchen. Mit 63 (!) gehen sie in Pension. Und was für Pensionen!

    Der Moloch sucht sich seine Arbeit und achtet dabei darauf, dass er unseren Alltag regiert. Nur so gewinnt er das, was er für Respekt hält: Gurken, Glühbirnen, Duschköpfe. Demnächst dreißigstellige Kontonummern, die sich keiner mehr im Kopf merken kann.

    Noch, so schreibt Enzensberger, sind diese EU-Beamten Diener und Vertreter eines Staates, den es gar nicht gibt. Noch nicht, muss man ihm antworten. Denn im Zuge der Kapitalismus- und EURO-Krise sucht man am Ende der Fahnenstange nach Lösungen. Doch alle volkswirtschaftlichen Zaubertricks wurden schon probiert: Inflation, Staatsschulden, Privatschulden (Subprime).

    Die EU-Kommission hat erkannt: Der friedliche Kapitalismus kann künftig nicht mehr erkauft werden. Er wird erzwungen werden müssen. Weniger Mitsprache, mehr Polizei. Mehr Durchgriff – auf Gesetze und Konten.

    Und diesen Zwecken dient die Architektur der EU: Eine Kommission, die sich niemandem verantworten muss. Und ein Parlament, dessen Abgeordnete fürstlich bezahlt werden, aber nichts zu melden haben.

  • Wie können wir uns vor den Rettern retten?

    “Es hat sich ein unüberschaubares Heer von Tätern formiert, sie erscheinen in den Masken der Coaches, der Therapeuten, der Politiker und Aktivisten, der gläubigen Technokraten und Kaufleute, der Bürokraten und Verwalter, der Lehrer und Karitativen, die unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unsere Verhältnisse manipulieren wollen, damit wir ihrer Gesinnung entsprechen. Sie dringen in unsere Körper und unsere Seelen und operieren in ihnen herum.“

    Das Buch “Der begehbare Affe” von Oliver Ruppel erklärte wunderbar die Entfremdung des Menschen von seinem eigentlichen Wesen. Oliver Ruppel beschränkt sich hierbei ausschließlich auf jene Aspekte des Lebens, die wir auch wirklich prüfen können, indem wir hinschauen oder ausprobieren.
    Nach der Lektüre versteht man, warum die Welt ist wie sie ist und ab diesem Punkt ist man auch eher in der Lage die Aussagen von Philosophie und Religionen zu verstehen.

  • Projekte des Umweltprojekte Nord e.V.

    …für KITAs und Grundschulen.

    Der Verein Umweltprojekte Nord e.V. aus Stralsund hat mit seinem Projekt Umweltkisten interessante Lektionen für Kita-Gruppen und Grundschulklassen entwickelt.

    Themen sind z.B. die Eine-Welt-Kiste “Alle meine Freunde” oder “Umweltspione” für Grundschulen” oder die Geräuschekiste “Krachmacher und Leisetreter” uvm.

    https://umweltprojekte-nord.de/umweltkisten/

  • Auf den Spuren von …

    Radio Stralsund begibt sich auf die Spuren der Exilanten an der Coté d’Azur aus der Zeit der 1930er. Hierzu gibt es bereits ein Pitch. Radio Stralsund ist auf der Suche nach Sponsoren und Mitstreitern zu diesem Thema.

    “Auf den Spuren deutscher Exilanten: Cote d’Azur, Nizza und Sanary”

    Einleitung

    • Seite 1–5:
      • Vorstellung des Themas: Deutsche Exilanten in den 1930er Jahren an der Cote d’Azur.
      • Historischer Hintergrund: Flucht vor dem NS-Regime, Bedeutung der Region für Künstler, Intellektuelle und Schriftsteller.
      • Ziel des Buches: Eine Mischung aus historischem Reisebericht, Routenführer und Hommage an die Exilkultur.
      • Kurze Übersicht über die Kapitel und Besuchspläne.

    Kapitelübersicht

    Kapitel 1: Historischer Kontext und Exil in Südfrankreich

    • Seite 6–15:
      • Politische Situation in Deutschland und Fluchtgründe.
      • Südfrankreich als Zufluchtsort: Geografische und kulturelle Attraktivität.
      • Überblick über die wichtigsten Exilanten (u.a. Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Berthold Brecht, Heinrich Mann).
      • Erste Siedlungen in Nizza und Sanary.

    Kapitel 2: Exilanten in Nizza – Die Stadt der Zuflucht

    • Seite 16–25:
      • Beschreibung von Nizza in den 1930er Jahren.
      • Liste der Exilanten und ihre Wohnorte (Adressen, wenn möglich).
      • Porträts: Wer lebte wo, und wie beeinflusste die Stadt ihr Werk?
      • Interessante Anekdoten aus dem Leben der Exilanten.

    Kapitel 3: Sanary-sur-Mer – Das “deutsche Dorf”

    • Seite 26–35:
      • Überblick über Sanary als Zentrum deutscher Exilanten.
      • Exilanten-Netzwerke und kulturelles Leben.
      • Details zu den Wohnorten: Adressen, Gebäude und ihre heutige Nutzung.
      • Die Rolle von Exilbuchhandlungen und Cafés.

    Kapitel 4: Berühmte Persönlichkeiten im Exil

    • Seite 36–45:
      • Detaillierte Porträts ausgewählter Exilanten:
        • Thomas Mann
        • Heinrich Mann
        • Lion Feuchtwanger
        • Erika Mann
        • Berthold Brecht
      • Literatur, Kunst und Werke, die in Südfrankreich entstanden sind.

    Kapitel 5: Die Wohnorte heute – Historische Orte entdecken

    • Seite 46–55:
      • Überblick über erhaltene Gebäude und Erinnerungsorte.
      • Vergleich von historischen und heutigen Fotografien.
      • Hinweise zur Besichtigung und zum kulturellen Wert der Gebäude.

    Kapitel 6: Routenplaner Nizza

    • Seite 56–65:
      • Route 1: Spaziergang durch die Altstadt von Nizza (3 Stunden).
        • Beginn: Promenade des Anglais.
        • Haltepunkte: Wohnhäuser, kulturelle Hotspots und Cafés der Exilanten.
      • Route 2: Nizza und die Riviera (ganztägig).
        • Besuch von Gärten, Villen und Museen mit Bezug zu Exilanten.

    Kapitel 7: Routenplaner Sanary-sur-Mer

    • Seite 66–75:
      • Route 1: Stadtführung durch Sanary (2 Stunden).
        • Fokus auf die Wohnorte von Lion Feuchtwanger und Berthold Brecht.
      • Route 2: Rundgang durch das Umland von Sanary (halbtägig).
        • Besuch von Buchhandlungen und Landschaften, die das Exil prägten.

    Kapitel 8: Besuchspläne für Touristen – Praktische Tipps

    • Seite 76–85:
      • Vorschläge für 1-, 2- und 3-Tages-Aufenthalte.
      • Unterkunftstipps: Hotels und Pensionen mit historischem Flair.
      • Restaurants und Cafés, die an Exiltraditionen erinnern.
      • Tipps zur Reisezeit und kulturellen Veranstaltungen.

    Kapitel 9: Kulturelles Erbe und Erinnerung

    • Seite 86–95:
      • Wie erinnert man heute an die Exilanten?
      • Gedenktafeln, Museen und Ausstellungen in Nizza und Sanary.
      • Die Bedeutung des Exils für die Region und die Welt.

    Kapitel 10: Anhang und weiterführende Ressourcen

    • Seite 96–100:
      • Literaturliste und Werke, die vor Ort entstanden.
      • Verweise auf weiterführende Literatur, Websites und Filme.
      • Karten und Übersicht der Routen.

    Besonderheiten und Mehrwert

    • Illustrationen: Historische Fotos und moderne Bilder von Wohnorten und Stadtansichten.
    • Interaktive Karten: QR-Codes für digitale Karten und Audioguides.
    • Zitate und Anekdoten: Originalzitate der Exilanten über ihr Leben in Frankreich.

    Zielgruppe: Kulturinteressierte Reisende, Geschichtsfreunde und Leser mit Interesse an Literatur und Exilgeschichte.

  • Bericht eines Außerirdischen über Menschen auf der Erde

    Feldbericht Nr. 47: Anthropologische Analyse der Spezies Homo Sapiens durch ihre digitalen Tanz- und Bildrituale (vom Andromeda von Alien 47)


    Einleitung:
    Nach intensiver Untersuchung der holografischen Archive von „Instagram“ und „TikTok“, zwei prominenten digitalen Plattformen der Spezies Homo Sapiens, lässt sich feststellen: Diese Wesen sind eine seltsame Mischung aus Selbstdarstellern, Kooperationsfreunden und Ritualtänzern mit starkem Hang zur Gruppenzugehörigkeit. Die Analyse ihrer Aktivitäten zeigt faszinierende Einblicke in ihre sozialen Dynamiken, Statusspiele und kreativen Ausdrucksformen.


    1. Instagram: Das digitale Schaufenster des Egos

    Primärfunktion:
    Instagram dient als visuelles Protokoll des individuellen Lebens. Es scheint weniger um das Teilen von Fakten und mehr um die gezielte Inszenierung zu gehen. Die Plattform ist ein kollektiver Versuch, das „Ideal-Selbst“ zu manifestieren.

    Schlüsselelemente:

    • Selbstdarstellung: Fotos zeigen oft die Menschen in vorteilhaften Posen, umgeben von schönen Landschaften, luxuriösem Essen oder stilisierten Alltagsgegenständen. Filter werden genutzt, um die Realität zu manipulieren. Hier zeigt sich der Wunsch nach sozialer Bestätigung.
    • Symbolik: Der „Sonnenuntergang“ steht für Glück und Romantik, während der „Avocado-Toast“ als Emblem für jugendliche Rebellion und soziale Zugehörigkeit interpretiert werden kann.
    • Status: Die Anzahl der „Likes“ und „Follower“ fungiert als Währung, die den sozialen Rang einer Person definiert. Parallelen zu den Rangordnungssystemen von Primaten sind hier auffallend.

    Humorvoller Vergleich:
    Die Menschen scheinen sich gegenseitig zu sagen: „Seht her, ich bin der Alpha-Affe mit der schönsten Banane!“


    2. TikTok: Die Tanzarena der Synchronisation

    Primärfunktion:
    TikTok ist das anthropologische Paradies für kollektive Koordination. In choreografierten Tänzen und trendbasierten Inhalten zeigt sich ein tiefes Bedürfnis der Menschen nach sozialem Anschluss durch Nachahmung.

    Schlüsselelemente:

    • Imitation: Tänze und Trends verbreiten sich in Lichtgeschwindigkeit. Ein Wesen führt eine Bewegung vor, und Tausende, oft Millionen, replizieren sie. Dies deutet auf eine Art „kulturelle Mimikry“ hin, die evolutionär möglicherweise das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.
    • Rituale: Viele Tänze wirken wie moderne Paarungsrituale. Hüftbewegungen und ausdrucksstarke Gesten erinnern an Balztänze, wie sie auf unserem Heimatplaneten nur noch in Museen zu sehen sind.
    • Humor: Menschen schätzen Inhalte, die ihren Alltag überspitzen und humorvoll darstellen. Es gibt eine überraschende Freude an Selbstironie, die auf eine bemerkenswerte Resilienz hindeutet.

    Humorvoller Vergleich:
    Wenn Instagram der Stammbaum der Status-Affen ist, dann ist TikTok ihre Disco: eine Mischung aus Bananenwurf und Synchronballett.


    3. Sozialpsychologische Erkenntnisse

    • Bedürfnis nach Anerkennung: Beide Plattformen zeigen, dass Menschen extrem darauf angewiesen sind, gesehen und bestätigt zu werden. Sie tun dies durch Bilder, Tänze und kurze Texte. Dies könnte mit dem evolutionären Vorteil zusammenhängen, in Gruppen akzeptiert zu werden.
    • Kollektive Kreativität: Trotz allem Egoismus gibt es auch beeindruckende kollektive Leistungen. Menschen schaffen „Memes“, koordinieren globale Bewegungen oder improvisieren komplexe Tänze. Dies deutet auf eine Art Schwarmintelligenz hin, die sich jedoch nur sporadisch entfaltet.
    • Ironie: Die Fähigkeit, sich selbst zu parodieren, ist eine faszinierende Eigenschaft. Sie zeigt eine kulturelle Reife, die möglicherweise verhindert, dass ihr Ego-Trip ins Unermessliche wächst. (Wobei die Filter und Likes da eine Herausforderung darstellen.)

    Schlussbemerkung:
    Liebe Kolleg*innen, die Menschheit ist eine faszinierende Spezies, die in ihrem Streben nach Bedeutung und Zugehörigkeit den digitalen Raum in einen Spiegel ihrer Wünsche und Ängste verwandelt hat. Wer sie verstehen will, muss tanzen können – oder zumindest wissen, wie man einen Avocado-Toast in Szene setzt.

  • Büchertürme: Die Reise zum Roten Planeten

    Die kosmische Fahrt in Blauberts und Astrids Raumschiff geht mit ganz viel frischem Wasser im Gepäck weiter. Von den vielen gelesenen Geschichten und Abenteuer angetrieben, fliegen Bibliotheksmastkottchen Blaubert und seine Astronautenfreundin Astrid nun weiter von der Erde zu ihrem nächsten Zielplaneten.

    Die Klasse 4c mit ihrer Klassenlehrerin Miriam Callies aus der Grundschule „Gerhart Hauptmann“ hatte im Lesemonat Dezember viele Bücher gelesen, um die Astronautenfreunde sicher zum Mars zu bringen. Hier ist alles von rotem Staub bedeckt. Der Mars besteht zu einem großen Teil aus Eisen und rostet dadurch. Deshalb ist manchmal am Nachthimmel der Erde ein rötlich scheinender Himmelskörper zu erkennen. So hat der Mars auch seinen Namen „Der rote Planet“ erhalten.

    Genau wie die Venus hat auch er viele große Vulkane. Auf ihm thront sogar der größte Vulkan in unserem Sonnensystem. Der schläft jedoch schon seit fast zwei Millionen Jahren. Trotzdem wird den beiden Freunden etwas mulmig zumute. Sie wollen bloß schnell wieder weg. Nicht, dass der Vulkan doch noch aus seinem Schlaf erwacht! Und außerdem freuen sich die Beiden schon auf ihren nächsten Zielplaneten Ceres. Wer noch mehr zu den Planeten unseres Sonnensystems wissen möchte, findet dazu tolle Medien in der Stadtbibliothek.

    Hintergrund Büchertürme Stralsund:
    Das Projekt „Büchertürme Stralsund“ wurde 2017 von der Stadtbibliothek Stralsund ins Leben gerufen, um Kindern Freude am Lesen zu vermitteln. In jedem Jahr werden dafür Lesedistanzen in die Höhe oder, wie in diesem Jahr, in die Länge erlesen. Das gemeinsame Ziel der Schüler und Schülerinnen im Schuljahr 2023/24 war die neugestaltete Umzäunung des Stralsunder Zoos mit seinen tierischen Etappen. Insgesamt wartete eine Länge von 120 Metern, also 1.200 PISA, darauf von den Kindern erreicht zu werden. Dieses Ziel haben die lesebegeisterten Grundschülerinnen und Grundschüler weit übertroffen. Mit der Hochschule Stralsund als neuen Jahrespartner lesen sich die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr durch unser Sonnensystem. Gemeinsam reisen sie von Planet zu Planet. Dabei werden neue Lesewelten entdeckt und der Spaß am Lesen weiter gefördert.

  • LesBar im November:

    Tyll“ von Daniel Kehlmann

    Wenn am 6. November die LesBar um 19 Uhr zur nächsten Veranstaltung einlädt, dann liest der Chefdramaturg des Theaters Vorpommern Dr. Joris Löschburg aus „Tyll“ von Daniel Kehlmann.

    Nach der Hinrichtung seines Vaters als Hexer, flieht der junge Tyll Ulenspiegel aus seinem Dorf und zieht von da an als Gaukler, als anarchistischer Spaßmacher durch ein Land, in dem der Dreißigjährige Krieg tobt, der halb Europa verwüsten wird. In einer vom Aberglauben geprägten Welt begegnet Tyll einfachen Leuten aus dem Volk und historischen Persönlichkeiten wie dem Schwedenkönig Gustav Adolf. Er wird Hofnarr, gerät in Schlachten, verschwindet und taucht  wieder auf. An ganz unterschiedlichen Orten, in verschiedenen Jahrzehnten. – 

    Ein sprachmächtiges, packendes, sachkundiges und faszinierend modernes Epos über einen Narren in einer aus den Fugen geratenen Welt.


    Gelesen von Dr. Joris Löschburg im Rahmen der Kooperationsreihe “LesBar” von Theater Vorpommern und Stadtbibliothek Stralsund.

    Stadtbibliothek Stralsund l 6. November l 19:00 Uhr

  • Das Recht zu lesen

    Das Recht zu lesen.

    Der Rechtsstreit zwischen den Verlagen und dem Internet Archive (Hachette vs. Internet Archive) wird morgen (28. Juni) vor dem amerikanischen Berufungsgericht verhandelt. Unsere Position ist einfach: Wir wollen, dass unsere Bibliotheksbesucher die Bücher, die wir besitzen, ausleihen und lesen können, wie jede andere Bibliothek auch. Die Verlage, die uns verklagen, argumentieren jedoch, dass wir die Bücher, die wir besitzen, nicht ausleihen dürfen, was dazu geführt hat, dass über eine halbe Million Bücher aus unserer Bibliothek entfernt wurden.

    Sind Sie von dem Verlust des Zugangs zu diesen Büchern bei Ihrer Lektüre oder Recherche betroffen? Da wir weiterhin gegen die Entfernung von Büchern und den Zugang zu Lernmaterialien kämpfen, bitten wir unsere Nutzer dringend, uns auf verschiedene Weise zu unterstützen, von der Weitergabe Ihrer Geschichte bis hin zur Unterzeichnung eines offenen Briefes an die Verleger im Fall Hachette gegen Internet Archive. Im Folgenden erfahren Sie mehr darüber, wie Sie helfen können.

  • Medienpädagogischer Workshop in der Kinderbibliothek Stralsund

    An Ozobot’s Fairytale
    Ein medienpädagogischer Workshop in der Kinderbibliothek Stralsund

    Die Kinderbibliothek der Hansestadt Stralsund freut sich, neugierige und kreative Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren zu einem einzigartigen medienpädagogischen Projekt einzuladen: “An Ozobot’s Fairytale”. Das findet demnächst statt in Zusammenarbeit mit der Medienwerkstatt Identity Films e.V. und dem Makerport Stralsund.
    Dieses aufregende Theaterprojekt vereint digitale Lesekompetenz, kulturelle Bildung und MINT-Förderung auf spielerische Weise. Damit können Teilnehmerinnen und Teilnehmern in die faszinierende Welt der Ozobots eintauchen. Wenn kleine Roboter die Bretter erobern.

    Unter der Leitung des Medienpädagogen Stefan Koeck von der Medienwerkstatt Identity Films e.V. treffen Robotik, Making, Storytelling und Theater aufeinander. Erschaffen werden soll ein farbenfrohes DIY*-Spektakel. Die Kinder entwickeln gemeinsam ein Theaterstück zu einem Thema ihrer Wahl. Sie erschaffen Charaktere und entwerfen eine abenteuerliche Reise voll fantastischer Erlebnisse.

    Die Ozobots übernehmen dabei die Hauptrolle. Liebevoll gestaltet in eigens angefertigten Kostümen durchfahren sie das von den Kindern programmierte Theaterstück. Gemeinsam gestalten die Kinder ein originelles Bühnenbild für dieses erlebnisreiche Ozobot-Abenteuer. Sie verwenden verschiedene Materialien wie Textilien, Papier, Pappe, LEDs, selbstgedruckte 3-D-Requisiten und mehr.

    Interessierte Kinder sind herzlich zur Kick-Off-Veranstaltung am 06. Juli von 10:00 bis 14:00 Uhr und zu den Folgetreffen eingeladen, die an mehreren Samstagen und im Rahmen von Ferienprogrammen bis Ende 2025 in der Stadtbibliothek Stralsund stattfinden werden.

    “Seid dabei und entdecke die Magie des Theaters und der Technologie”, lädt die Leiterin der Stadtbibliothek Stralsund, Sylvia Lieckfeldt, zu diesem spannenden und kreativen Projekt ein.

    Für weitere Informationen und Anmeldungen wenden Sie sich bitte an die Kinderbibliothek per E-Mail: stadtbibliothek@stralsund.de oder Telefon 03831 253678

    Wir freuen uns auf eine kreative und inspirierende Zusammenarbeit!

    *DIY = Do it yourself

    Hintergrund
    Mit dem Programm „Gemeinsam Digital! Kreativ mit Medien“ fördert der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) im Rahmen der dritten Förderphase von „Kultur macht stark“ (2023-2027) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) lokale Projekte der digitalen Leseförderung für Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu erreichen und ihnen zusätzliche Bildungschancen zu eröffnen.

    Foto: Medienwerkstatt Identity Films e.V.
    Bildtext: Ozobotrotober auf der Bühne

  • Internationaler Hansetag

    Stralsund präsentierte sich auf dem Internationalen Hansetag in Danzig.


    „Der Wandel beginnt hier!“ – Unter diesem Motto fand der 44. Internationale Hansetag der Neuzeit vom 13. bis 16. Juni in Danzig statt. Insgesamt 84 Hansestädte aus 14 Ländern Europas waren während dieser Tage zu Gast in der polnischen Stadt an der südlichen Ostseeküste. 

    Mit in Danzig dabei war eine Stralsunder Delegation unter der Leitung von Bürgerschaftspräsident Peter Paul. Gemeinsam mit den anderen fünf Hansestädten aus Mecklenburg-Vorpommern – Rostock, Greifswald, Wismar, Anklam und Demmin – hatten die Stralsunderinnen und Stralsunder auf dem Hansemarkt das traditionelle “MV-Dorf” errichtet. Das zog mit kleinen Hütten, einem Kinderprogramm, jeder Menge Informationsmaterial und schwungvollen Auftritten der Pomeranian Brass Band nicht nur die Danziger, sonder auch viele Gäste der Stadt an. 
    Auch in diesem Jahr bot der Internationale Hansetag der Stralsunder Delegation wertvolle Gedanken- und Erfahrungsaustausche mit den Mitgliedern des Städtebundes. Dazu trug das abwechslungsreiche Programm maßgeblich bei. Viele Gelegenheiten zu Gesprächen und Themen der Zusammenarbeit boten u.a. Wirtschaftsforum, Bürgermeistergipfel, Delegiertenkonferenz, HANSEartWORKS-Ausstellung, Empfänge, Festumzüge, Arbeitsgruppen, Konzerte und das Programm der Jugendhanse.
    Visby auf Gotland wird 2025 Ausrichterin für den Internationalen Hansetag sein. 
    Im Jahr darauf, also 2026, wird dann Stralsunds polnische Partnerstadt Stargard die Hanse-Familie begrüßen.

    HINTERGRUND Städtebund “Die Hanse” 
    Sie ist eines der größten Städtenetzwerke in Europa und verfolgt die Vision der europäischen Zusammenarbeit und eines gemeinsamen Strebens nach einer besseren und nachhaltigeren Zukunft. Der Internationale Hansetag ist eine jährlich stattfindenden Plattform für Führungskräfte aus Unternehmen, Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Kultur der Hansestädte Europas. Jedes Jahr möchte der Städtebund damit aufzeigen, dass das kulturelle Erbe der Hansestädte nicht nur ein Überbleibsel der Vergangenheit ist, sondern auch eine treibende Kraft für die Zukunft.

    Fotos: HANSESTADT Stralsund
    Bildtext: Impressionen vom Internationalen Hansetag der Neuzeit in Danzig mit Stralsunder Delegation