Kategorie: Energie

  • Abdruck aus “Zukunft erfinden”

    WIE MACHT, GELD UND LOBBYISMUS DEN FORTSCHRITT BREMSTEN – UND
    WIE WIR ES ÄNDERN KÖNNEN, ein Buch von Klaus Kampe

    EINLEITUNG
    Fortschritt ist eine der mächtigsten Triebkräfte in der Geschichte der Menschheit. Seit dem ersten gezähmten Feuer, dem Rad, der Dampfmaschine und der Elektrizität war die technische Entwicklung stets eng mit dem Wunsch nach Freiheit, Bequemlichkeit und Überwindung der Grenzen des Möglichen verbunden. Doch dieser Fortschritt verlief nie linear. Immer wieder wurde er gebremst, umgelenkt oder gar ganz gestoppt – nicht etwa, weil die Ideen unbrauchbar waren, sondern weil sie zu gut, zu gefährlich oder schlicht zu unprofitabel für bestehende Machtstrukturen waren.

    Das 20. und 21. Jahrhundert sind in besonderem Maße Zeugen dieses paradoxen Verhältnisses zwischen Innovation und Behinderung geworden. Auf der einen Seite erleben wir eine explosionsartige Entwicklung neuer Technologien, von künstlicher Intelligenz bis hin zur Gentechnik. Auf der anderen Seite offenbart sich eine Schattenseite: wirtschaftliche und politische
    Interessengruppen, die den Fortschritt dort aufhalten, wo er bestehende Monopole, Märkte oder Machtgefüge bedroht. Die Geschichte des modernen Kapitalismus ist damit zugleich eine Geschichte der verhinderten Erfindungen – eine Chronik des stillen Kampfes zwischen kreativen Geistern und den Architekten der wirtschaftlichen Kontrolle.

    DIE DIALEKTIK DES FORTSCHRITTS
    Der Mythos vom genialen Erfinder, der mit einer bahnbrechenden Idee die Welt verändert, prägt bis heute unser Bild der Innovation. Doch die Realität zeigt, dass der Weg von der Idee zur Umsetzung selten nur von wissenschaftlicher Leistung abhängt. Oft sind es wirtschaftliche Interessen, juristische Hürden oder gezielte „Desinformationskampagnen“ , die bestimmen, welche Technologie sich durchsetzt und welche in Vergessenheit gerät. Ein prägnantes Beispiel hierfür ist der Konflikt zwischen Nikola Tesla und Thomas Edison. Teslas Konzept des Wechselstroms war technisch überlegen, effizienter und sicherer – doch Edison, unterstützt von Investoren und industriellen Partnern, führte einen beispiellosen Propagandafeldzug gegen den Wechselstrom. Teslas Ideen von drahtloser Energieübertragung, globaler Kommunikation und nahezu unbegrenzter Energieversorgung galten als revolutionär – und zugleich als Bedrohung für jene, die an der zentralisierten Stromversorgung verdienten. Der „Krieg der Ströme“ wurde letztlich nicht nur mit wissenschaftlichen Argumenten, sondern mit wirtschaftlicher Macht entschieden. Dieser Konflikt steht stellvertretend für ein wiederkehrendes Muster in der Geschichte der Technik: Fortschritt wird nicht allein an seiner Nützlichkeit gemessen, sondern an seiner Vereinbarkeit mit den Interessen derjenigen, die über Kapital und politische Einflussmöglichkeiten verfügen. Eine bahnbrechende Idee kann zur Weltveränderung führen – oder in einer Schublade verschwinden, wenn sie bestehende Strukturen infrage stellt.

    Inhaltsverzeichnis:

    • Die Dialektik des Fortschritts
    • Das Prinzip der strukturellen Innovationshemmung
    • Beispiele eines unterdrückten Fortschritts
    • Die ethische Dimension des Fortschritts
      Teil I – Die frühen Fälle des technischen Lobbyismus
      Kapitel 1: Nikola Tesla und der Kampf um den Strom
    • 1.1 Ein Erfinder zwischen Genie und System
    • 1.2 Der Krieg der Ströme: Gleichstrom gegen
      Wechselstrom
    • 1.3 Der Traum der freien Energie
    • 1.4 Die Manipulation der öffentlichen Meinung
    • 1.5 Die Lehre aus Teslas Scheitern
    • 1.6 Parallelen zur Gegenwart
    • 1.7 Fazit: Der Sieg der Macht über die Vernunft
      Kapitel 2: Die Glühbirne und das Kartell der Lichtindustrie
    • 2.1 Der Beginn eines neuen Zeitalters
    • 2.2 Wer hat die Glühbirne erfunden?
    • 2.3 Das Phoebus-Kartell – Der Beginn geplanter
      Obsoleszenz
    • 2.4 Wirtschaftliche Motive und gesellschaftliche Folgen
    • 2.5 Patentrecht als Machtinstrument
    • 2.6 Geplante Obsoleszenz als ökonomisches Prinzip
    • 2.7 Der lange Schatten des Kartells
    • 2.8 Lehren für Gegenwart und Zukunft
    • 2.9 Fazit: Zwischen Innovation und Kontrolle
      Kapitel 3: Der unterdrückte Fortschritt im Automobilbau:
      Vom Elektroauto zum Verbrenner
    • 3.1 Die Anfänge: Elektromobilität im 19. Jahrhundert
    • 3.2 Der Aufstieg des Verbrennungsmotors
    • 3.3 Energie, Macht und Monopol
    • 3.4 Der „Great American Streetcar Scandal“
    • 3.5 Vergessene Innovationen und unterdrückte Patente
    • 3.6 Der Fall GM EV1 – Eine moderne Wiederholung
    • 3.7 Die Rolle der Politik und der Konsument
    • 3.8 Wandel im 21. Jahrhundert: Ein verspätetes Comeback
    • 3.9 Fazit: Fortschritt im Kreis
      Kapitel 4: Pharmaindustrie und die Blockade alternativer
      Heilmethoden
    • 4.1 Medizin zwischen Fortschritt und Marktlogik
    • 4.2 Die Logik der Patente – Schutz und Barriere zugleich
    • 4.3 Innovation im Schatten der Profitlogik
    • 4.4 Der Fall der HIV-Medikamente – Patente gegen
      Menschenrechte
    • 4.5 COVID-19 und die Debatte um Impfstofflizenzen
    • 4.6 Alternative und komplementäre Heilmethoden –
      zwischen Forschung und Regulierung
    • 4.7 Lobbyismus und Einflussnahme
    • 4.8 Wege zu einer gerechteren Arzneimittelinnovation
    • 4.9 Fazit: Medizin als Gemeingut
      Kapitel 5: Agrarwirtschaft und die Kontrolle über Saatgut
    • 5.1 Nahrung als Machtfaktor
    • 5.2 Die Entstehung des industriellen Saatgutmarktes
    • 5.3 Marktkonzentration und die „Big Four“
    • 5.4 Der Fall Monsanto – Kontrolle durch Patente
    • 5.5 Auswirkungen auf Biodiversität und
      Ernährungssouveränität
    • 5.6 Wissenschaftliche Innovation oder ökonomische
      Kontrolle?
    • 5.7 Politische Einflussnahme und Agrarlobbyismus
    • 5.8 Wege zu einer nachhaltigen und gerechten Agrarpolitik
    • 5.9 Fazit: Das Saatgut der Zukunft gehört allen
      Kapitel 6: Digitale Monopole und Informationskontrolle
    • 6.1 Vom Industriezeitalter zum Datenzeitalter
    • 6.2 Die Entstehung digitaler Monopole
    • 6.3 Patente, Urheberrecht und geistiges Eigentum im
      Digitalzeitalter
    • 6.4 Daten als Eigentum – oder als Gemeingut?
    • 6.5 Politische Einflussnahme der Tech-Konzerne
    • 6.6 Die neue Form des Lobbyismus:
      Informationsgestaltung
    • 6.7 Der Kampf um digitale Souveränität
    • 6.8 Offene Technologien und Gemeingüter
    • 6.9 Fazit: Freiheit im Zeitalter der Datenökonomie
      Teil III: Zukunftsperspektiven: Wie sich Innovationsblockaden
      verhindern lassen
    • 7.1 Innovation als gesellschaftliche Verantwortung
    • 7.2 Das Dilemma des modernen Patentrechts
    • 7.3 Neue Eigentumsmodelle für Wissen und Technologie
    • 7.4 Transparente Wissenschaft und demokratische
      Kontrolle
    • 7.5 Bildung und Aufklärung als Schlüssel
    • 7.6 Internationale Kooperation und globale Gerechtigkeit
    • 7.7 Ethik und Verantwortung im Zeitalter der KI
    • 7.8 Wirtschaft im Dienst des Gemeinwohls
    • 7.9 Fazit: Eine offene Zukunft
      Kapitel 8: Medien, Zensur und Informationskriege: Wie
      Meinung zur Ware wurde
    • 8.1 Die Macht über die Erzählung
    • 8.2 Medien als Instrument wirtschaftlicher Interessen
    • 8.3 PR, Propaganda und die Erfindung des „Public
      Relations“-Zeitalters
    • 8.4 Zensur durch Struktur: Wie Kontrolle ohne Verbot
      funktioniert
    • 8.5 Fallbeispiel: Medienkampagnen gegen unbequeme
      Wissenschaft
    • 8.6 Digitale Meinungsmacht: Social Media und Filterblasen
    • 8.7 Einfluss von Lobbyorganisationen und Thinktanks
    • 8.8 Informationskriege im 21. Jahrhundert
    • 8.9 Wege zu freier Information und Medienethik
    • 8.10 Fazit: Wahrheit als Gemeingut
      Kapitel 9: Wirtschaft und Ethik: Macht, Moral und
      Verantwortung
    • 9.1 Von der freien Information zur ethischen Ökonomie
    • 9.2 Der unsichtbare Vertrag
    • 9.3 Die Moral des Marktes
    • 9.4 Die Trennung von Ökonomie und Moral
    • 9.5 Verantwortung ohne Gesicht
    • 9.6 Die Ethik der Effizienz
    • 9.7 Korporative Ethik – PR oder Prinzip?
    • 9.8 Die Macht der Lobby
    • 9.9 Der moralische Imperativ der Wirtschaft
    • 9.10 Die Rückkehr des Gewissens
    • 9.11 Macht, die sich selbst begrenzt
    • 9.12 Der neue Humanismus
    • 9.13 Die Würde der Grenze
      Teil IV – Wege in eine offene Innovationskultur
      Kapitel 10: Kapitel 10 – Wege in die Zukunft: Innovation und
      Freiheit
    • 10.1 Der Mensch als Schöpfer
    • 10.2 Die Wiederentdeckung des Gemeinwohls
    • 10.3 Bildung als Quelle der Freiheit
    • 10.4 Wissenschaft im Dienst der Menschheit
    • 10.5 Der digitale Humanismus
    • 10.6 Nachhaltigkeit als Systemprinzip
    • 10.7 Politik und die Macht des Mutigen
    • 10.8 Wirtschaft als Partner, nicht als Herr
    • 10.9 Der neue Gesellschaftsvertrag
    • 10.10 Innovation als moralische Aufgabe
    • 10.11 Hoffnung als Erfindung
      Kapitel 11: Reform des Patentrechts: Wissen als Gemeingut
    • 11.1 Das Dilemma des geistigen Eigentums
    • 11.2 Verkürzung der Patentlaufzeiten
    • 11.3 Gemeinwohlorientierte Lizenzen
    • 11.4 Staatliche Förderung offener Innovation
    • 11.5 Das Wissen der Zukunft
      Kapitel 12: Bildung, Transparenz und digitale Aufklärung
    • 12.1 Bildung als Fundament der Freiheit
    • 12.2 Wissenschaft als öffentliches Gut
    • 12.3 Transparenzplattformen und Bürgerbeteiligung
    • 12.4 Ethik des Fortschritts: Verantwortung für Mensch und
      Planet
    • 12.5 Bildung als kollektives Bewusstsein
    • 12.6 Die Zukunft der Aufklärung
      Schlusswort – Der Mut zur Zukunft
    • Der Preis des Wandels
    • Warum Innovation Mut braucht
    • Eine Vision für eine gerechtere Zukunft
    • Appell an Politik, Forschung und Gesellschaft
    • Der Kreis schließt sich
    • Anhang
  • Kann man in der Wüste für Wasser sorgen?

    Ja, man kann auch in der Wüste für Wasser sorgen – es ist zwar eine Herausforderung, aber mit den richtigen Methoden durchaus möglich. Hier sind einige Möglichkeiten, wie man in der Wüste Wasser gewinnen oder verfügbar machen kann:


    🌧️ 1. Regenwasser sammeln

    • Auch in Wüsten gibt es gelegentlich Regen.
    • Mit großen, gut konstruierten Regenauffangsystemen (z. B. Zisternen, Auffangbecken, Planen) lässt sich Regenwasser speichern.
    • Dieses Wasser kann später gefiltert und genutzt werden.

    🌫️ 2. Kondensation und Luftfeuchtigkeit nutzen

    • Taukollektoren oder Kondensationsfallen nutzen den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, um Luftfeuchtigkeit zu kondensieren.
    • Spezielle Materialien wie hydrophile Stoffe oder sogenannte “Wasserernter” (Atmospheric Water Generators, AWGs) ziehen Wasser direkt aus der Luft.

    🏞️ 3. Grundwasser erschließen

    • Wenn es in der Tiefe Wasser gibt, können Brunnen gebohrt werden.
    • Tiefbrunnen sind aufwändig und teuer, aber in vielen Wüstenregionen ist Grundwasser vorhanden.

    🌱 4. Nutzung von Pflanzen

    • Einige Pflanzen (z. B. Kakteen oder bestimmte Wüstenpflanzen) speichern Wasser.
    • Manche indigene Gruppen wissen, wie man daraus trinkbares Wasser gewinnt.

    🌊 5. Meerwasserentsalzung (in Küstennähe)

    • Wenn die Wüste an eine Küste grenzt (z. B. Atacama, Teile der Arabischen Halbinsel), kann Wasser aus dem Meer entsalzt werden.
    • Solarbetriebene Entsalzungsanlagen sind dabei besonders geeignet.

    🔬 6. Innovative Technologien

    • Projekte wie der “Warka Tower” oder “Source Hydropanel” erzeugen Wasser aus der Luft – rein solarbetrieben.
    • In Marokko wurde ein ganzes Dorf mit Nebelnetzen ausgestattet, die aus Nebel Wasser „melken“.

    Wie haben die Nabatäer in der Stadt Petra das Problem behandelt?

    Die Nabatäer in Petra (heutiges Jordanien) haben das Problem der Wasserversorgung in der extrem trockenen Wüstenumgebung auf beeindruckend fortschrittliche Weise gelöst – durch ein komplexes Wassermanagement-System, das seiner Zeit weit voraus war. Hier ist eine Übersicht, wie sie das geschafft haben:


    💧 Wasserversorgung der Nabatäer in Petra

    1. Regenwassersammlung

    • Obwohl es in Petra wenig regnet, haben die Nabatäer jede Regenquelle effektiv genutzt.
    • Sie bauten Kanäle, Terrassen und Zisternen, um selbst kleinste Regenfälle aufzufangen.
    • Wasser wurde von Dächern, Hängen und Straßen in unterirdische Zisternen geleitet.

    2. Bewässerungssysteme und Kanäle

    • Die Nabatäer legten kilometerlange Kanäle an, die Regenwasser zu den Siedlungen und Gärten transportierten.
    • Die Kanäle waren oft in den Fels gehauen oder mit Ton ausgekleidet, um Wasserverluste zu minimieren.

    3. Zisternen und Speicher

    • In Petra gibt es über 200 Zisternen, viele davon direkt in den Fels gehauen.
    • Diese unterirdischen Wasserspeicher hielten das Wasser kühl und verhinderten Verdunstung.
    • Einige Zisternen konnten Zehntausende Liter fassen und sicherten die Wasserversorgung über Monate.
    Zisterne-Nabataer

    4. Wasserleitungssysteme mit Keramikrohren

    • Die Nabatäer nutzten Ton- und Keramikrohre, um Wasser gezielt durch die Stadt zu leiten.
    • Auch Druckunterschiede wurden beachtet – durch gefällebasierte Leitungen gelang Wasser auch in höher gelegene Gebiete.

    5. Schutz vor Sturzfluten

    • Petra liegt in einem engen Tal, das bei Regen zu gefährlichen Sturzfluten führen kann.
    • Die Nabatäer bauten Umleitungsgräben, Staudämme und Tunnel, um Flutwasser zu kontrollieren und zu nutzen, statt es zu fürchten.

    🏛️ Ergebnis:

    Dank dieser Systeme konnten die Nabatäer:

    • Petra zur blühenden Handelsstadt machen.
    • Frischwasser das ganze Jahr über bereitstellen – auch in Dürreperioden.
    • Parks, Bäder und Gärten anlegen, die in der Wüste sonst undenkbar wären.


    🌍 Überblick: Wassertechnik der Nabatäer in Petra

    1. Aquädukte & Terrakotta‑Rohrleitungen

    2. Zisternen & Speicher

    • Hunderte von Zisternen, teils in den Fels gehauen, teils gemauert und arkadenüberspannt – wie z. B. am Jebel Haroun (18 × 5 m) visitpetra.jo.
    • Große Speicher (bis zu 2 500 m³), mit Reinigung durch Sedimentationstanks (Decantation) und mehrfach kaskadierte Behälter zur Filtration Wikipedia.

    3. Dämme & Hochwasserschutz

    • Dämme und Barrieren in den Wadis (z. B. Wadi Mataha, Wadi Mousa) sammelten Regenwasser gezielt und schützten gleichzeitig die Stadt vor Überschwemmungen visitpetra.jo+5bible.ca+5Omrania+5.

    4. Robustheit & Redundanz

    • Mehrere Zuführungen und Pipelines aus verschiedenen Quellen wurden parallel betrieben – so blieb Wasser selbst bei Teilausfall verlässlich verfügbar .
    • Viele Kanäle wurden überdacht oder in den Fels eingelassen, um Verdunstung und Verschmutzung zu verhindern .

    🛠️ Technische Raffinessen

    • Gefällegenauigkeit: Bereits im 1. Jh. v. Chr. angewandt, lange bevor westliche Ingenieure ähnliche Genauigkeit erreichten .
    • Inversion-Siphons: Druckleitungen über Wadi-Senken – Technik, die man erst später bei den Römern kennt .
    • Sedimentationstechnik: Wasserreinigung durch abgestufte Becken – klug durchdacht und hygienisch .

    🏛️ Architektur & Design im Stadtbild

    • Große städtische Bauten wie der Große Tempel verfügten über eigene Zisternen (bis zu 327 000 l) und angeschlossene Kanäle in das Stadtwassernetz .
    • Der Pool- und Gartenkomplex diente repräsentativen Zwecken und demonstriert die Macht des Wassers als Symbol und Ressource Wikipedia.
    water_channels_petra_Jordan

    Fazit

    Die Nabatäer machten aus der Wüste ein nachhaltiges Wasserwunderland:

    MerkmalWirkung
    Regen- + QuellwassernutzungPermanente Versorgung
    Unterirdische RohrleitungenSchutz vor Verdunstung
    Zisternen & DämmeLangfristige Speicherung
    Redundanz & Kontrollehohe Zuverlässigkeit


    Wo sind solche Projekte erfolgreich umgesetzt worden?

    Ein besonders faszinierendes, modernes Beispiel für erfolgreiche Wasserversorgung in der Wüste ist das Projekt “Frequentes Nebelnetzwerk in Marokko” – konkret in der Region Ait Baamrane an der Atlantikküste nahe der Sahara.


    🌫️ Beispiel: Nebelnetze in Marokko – „CloudFisher“

    📍 Ort:

    Ait Baamrane, südwestliches Marokko, nahe Sidi Ifni

    🛠️ Projektname:

    CloudFisher – Nebelernter

    🚀 Durchgeführt von:

    • Wasserstiftung (Deutschland)
    • Dar Si Hmad (lokale NGO)
    • Technisches Know-how von Ingenieuren aus München

    💡 Wie funktioniert das?

    • In dieser Region zieht regelmäßig dichter Atlantiknebel über die Berghänge.
    • Spezielle Netze aus feinmaschigem Kunststoff („CloudFisher“) werden aufgestellt.
    • Der Nebel kondensiert an den Fasern, Tropfen fließen nach unten und werden aufgefangen.
    • Das Wasser wird in Tanks gesammelt und in Dörfer geleitet.

    📊 Ergebnisse:

    KennzahlWert
    Wassermenge pro Tagbis zu 22 Liter pro m² Netz
    Anzahl versorgter Dörferüber 16 abgelegene Dörfer
    Investitionskostenvergleichsweise niedrig
    Betriebskostenminimal (keine Elektrizität nötig)

    ✅ Vorteile:

    • 100 % nachhaltig – kein Strom, keine Chemie
    • Niedrige Wartungskosten
    • Wasserqualität ist trinkbar
    • Besonders geeignet für entlegene Wüstenregionen
  • Der Bundesrechnungshof

    dessen Mitglieder richterliche Unabhängigkeit besitzen, prüft die Rechnung sowie die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes.

    Der auf diesen Umstand in einem Interview angesprochene Robert Habeck sagt nur: “Der Bundesrechnungshof hat zur Aufgabe alle immer zu kritisieren.” Und swipt auf dem Tablet darauf hin gleich zum nächsten Punkt mit der Aussage: “Das können wir gleich weiter machen”. Solche Arroganz ist nicht fassbar.

    Der Bundesrechnungshof schrieb:

    “Energiewende nicht auf Kurs: Deutschland hinkt seinen ambitionierten Zielen hinterher. Für eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Stromversorgung muss die Bundesregierung umgehend und zielgerichtet umsteuern.”

    Bundesrechnungshof zur Energiewende
  • Schweden schafft Luftverkehrssteuer wieder ab

    Die Luftverkehssteuer soll in Schweden zum 1. Juli 2025 wieder abgeschaft werden. Maßgebliche Gründe hierfür sind zum einen schwedische Arbeitsplätze in der Luftfahrtindustrie zu sichern. Im Vergleich zur Vor-Corona Zeit beträgt der Flugverkehr aktuell nur 80%. Zum anderen müssen die Airlines ab nächstem Jahr sowieso mit dem nachhaltigen SAF Treibstoff fliegen und für kurze Strecken sind elektrische Flugantriebe vorgesehen.

  • Stahlindustrie und Flash Ironmaking

    Flash Ironmaking soll die Eisenproduktion stark beschleunigen und gleichzeitig ökologische Vorteile bringen. Die Methode der „Flash Ironmaking“, die Professor Zhang Wenhai und sein Team in einer Studie letzten Monat in der Fachzeitschrift Nonferrous Metals beschrieben haben, kann nach ihren eigenen Angaben den Eisenherstellungsprozess in nur drei bis sechs Sekunden abschließen. Traditionelle Hochöfen benötigen dafür jedoch fünf bis sechs Stunden.

    https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/werkstoffe/sekunden-statt-stunden-chinesische-forschende-beschleunigen-eisenproduktion

  • Steamergy Stralsund GmbH übernimmt die Stralsunder Betriebsstätte

    Über die Steamergy Group


    Die 2017 gegründete Steamergy Group mit ihren Standorten in Deggendorf (Bayern) und Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) ist ein führendes Unternehmen im Bereich der dezentralen Energieerzeugungstechnologie. Das Unternehmen bietet fortschrittliche Lösungen, die wirtschaftliche, CO2-neutrale und grundlastfähige Alternativen zur traditionellen Energieversorgung darstellen. Steamergy nutzt effektiv Biomasse, Wind, Sonne und Wasserstoff, um nicht nur die lokale
    Verwertung, sondern auch die ganzheitliche Bereitstellung und Optimierung der
    Energieerzeugung zu ermöglichen. Das Unternehmen steht für innovative, umweltfreundliche und zukunftsweisende Energielösungen, die den Anforderungen von heute und morgen gerecht werden.

    Steamergy Stralsund GmbH übernimmt die Stralsunder Betriebsstätte in der Rostocker Chaussee von der Weber Industrieller Rohrleitungsbau & Anlagenbau GmbH & Co. KG


    Stralsund, 03. Juni 2024 – Steamergy Stralsund GmbH, führender Anbieter einer dezentralen
    Technologie zur CO2-neutralen Energieerzeugung, gibt die erfolgreiche Übernahme der Betriebsstätte Stralsund, Rostocker Chaussee 46, von der Weber Industrieller Rohrleitungsbau & Anlagenbau GmbH & Co. KG (ehemals Richter Rohrleitungsbau GmbH) im Rahmen eines Betriebsübergangs bekannt.
    Seit der Gründung der Steamergy Stralsund GmbH besteht eine intensive und vertrauensvolle
    Zusammenarbeit mit dem Stralsunder Standort der Unternehmensgruppe Weber. Aus strategischen Gründen hat sich die Firma Weber entschieden, den Betrieb in Stralsund nicht dauerhaft fortzuführen.
    Die Steamergy Stralsund GmbH hat im Zuge des Betriebsübergangs nicht nur die Betriebsstätte, sondern auch die bestehenden Geschäftsverbindungen und laufenden Aufträge übernommen. Dies gewährleistet eine nahtlose Fortführung der bisherigen Leistungen mit dem bewährten Personal.
    „Wir freuen uns, unser Portfolio im Bereich der industriellen Rohrleitungs- und Komponentenfertigung zu erweitern und von der neu gewonnenen Expertise zu profitieren. Die Integration hat bereits begonnen, und ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Realisierung von Synergieeffekten in den Bereichen der industriellen Fertigung von Rohrleitungssystemen und Komponenten für erneuerbare Energielösungen. Diese werden dann in CO2-neutralen Kraftwerken & Power to Heat-Lösungen verbaut“, erklärt André Flemming, Geschäftsführer der Steamergy Stralsund GmbH.

    Weitere Informationen unter: www.steamergy.com

  • Infrastruktur mit Großwärmepumpen von MAN aus Augsburg?

    Warum die Belastung einzelner Haushalte duch einzelne Wärmepumpen, und warum nicht Infrastruktur mit Großwärmepumpen von MAN aus Augsburg?

    Energie in Europa?

    Was macht Dänemark im Hafen Esbjerg so erfolgreich und warum steht die Fernwärmeerzeugung mittels Großwärmepumpen von MAN aus Augsburg in Esbjerg und nicht in Deutschland?

    Dänemark hat im Hafen Esbjerg eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte aufgebaut, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und der Hafenlogistik. Esbjerg ist ein wichtiger Knotenpunkt für die Offshore-Windenergie in der Nordsee, was zu einem wachsenden Cluster von Unternehmen geführt hat, die sich auf diese Industrie spezialisiert haben. Die Erfolgsfaktoren für Esbjerg sind vielfältig:

    • Günstige geografische Lage: Esbjerg liegt an der Westküste Dänemarks und ist damit ideal positioniert für den Zugang zu den Offshore-Windparks in der Nordsee.
    • Infrastruktur: Der Hafen von Esbjerg verfügt über ausgezeichnete Hafenanlagen und -dienstleistungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Offshore-Industrie zugeschnitten sind. Dies umfasst Anlegestellen für Schiffe, Lagerflächen für Ausrüstung und Logistikzentren.
    • Förderung erneuerbarer Energien: Dänemark hat eine fortschrittliche Energiepolitik, die den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Dies hat dazu beigetragen, dass Esbjerg zu einem Zentrum für Unternehmen wurde, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert haben.
    • Innovationsklima: Esbjerg bietet ein förderliches Umfeld für Innovationen, was dazu beiträgt, dass Unternehmen neue Technologien entwickeln und implementieren können, um den Bedürfnissen der Offshore-Industrie gerecht zu werden.

    Die Entscheidung von MAN, seine Großwärmepumpen in Esbjerg zu installieren, könnte auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein:

    • Nachfrage: Esbjerg und seine Umgebung haben möglicherweise eine hohe Nachfrage nach Fernwärme, was den Bau von Großwärmepumpen wirtschaftlich attraktiv macht.
    • Zusammenarbeit: Es besteht möglicherweise eine enge Zusammenarbeit zwischen MAN und dänischen Unternehmen oder Behörden, die den Einsatz von Großwärmepumpen in Esbjerg unterstützt.
    • Regulatorisches Umfeld: Das regulatorische Umfeld in Dänemark könnte für den Einsatz von Großwärmepumpen günstiger sein als in Deutschland, was den Standort Esbjerg attraktiver macht.
    • Strategische Entscheidung: MAN könnte Esbjerg als einen strategischen Standort betrachten, der es ermöglicht, sowohl den dänischen als auch den internationalen Markt für Großwärmepumpen zu bedienen.

    Insgesamt gibt es viele mögliche Gründe, warum MAN sich für Esbjerg entschieden hat, aber es ist wahrscheinlich eine Kombination aus der günstigen Lage, der Nachfrage nach Fernwärme und den lokalen Rahmenbedingungen.

    Kann man das Erfolgsmodell von Esbjerg auf Stralsund übertragen?

    Die Übertragung des Erfolgsmodells von Esbjerg auf Stralsund ist grundsätzlich denkbar, jedoch gibt es einige Faktoren zu berücksichtigen:

    • Geografische Lage und Ressourcen: Stralsund und Esbjerg haben unterschiedliche geografische Gegebenheiten und verfügen möglicherweise über unterschiedliche Ressourcen. Es ist wichtig zu prüfen, ob Stralsund ähnliche Voraussetzungen für die Nutzung von erneuerbaren Energien und die Implementierung von Fernwärmeinfrastruktur hat.
    • Politische Unterstützung und Regulierung: Der Erfolg von Esbjerg beruht auch auf politischer Unterstützung und günstigen regulatorischen Rahmenbedingungen. Stralsund müsste sicherstellen, dass es die notwendige politische Unterstützung und die richtigen Regulierungen gibt, um ein ähnliches Modell umzusetzen.
    • Technologische Anpassung: Die Technologien und Infrastrukturen, die in Esbjerg erfolgreich sind, müssen möglicherweise an die Bedingungen in Stralsund angepasst werden. Dies kann Aspekte wie die Verfügbarkeit von Kühlwasser, die Integration in bestehende Energienetze und die Wirtschaftlichkeit umfassen.
    • Lokale Bedürfnisse und Gemeinschaftsakzeptanz: Stralsund hat möglicherweise andere lokale Bedürfnisse und Prioritäten als Esbjerg. Es ist wichtig sicherzustellen, dass das Modell den Bedürfnissen der örtlichen Gemeinschaft entspricht und von ihr akzeptiert wird.
    • Finanzierung und Partnerschaften: Die Finanzierung solcher Projekte ist entscheidend. Stralsund müsste möglicherweise Partnerschaften mit privaten Unternehmen, der Regierung oder internationalen Organisationen eingehen, um die notwendigen Mittel zu beschaffen.

    Insgesamt ist die Übertragung des Erfolgsmodells von Esbjerg auf Stralsund möglich, erfordert jedoch sorgfältige Analyse, Anpassung und Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen.

    Radio Stralsund Beitrag aus der Serie: Klar sieht, wer von Ferne sieht, und nebelhaft, wer Anteil nimmt.

  • Quellen für die Erzeugung von Strom

    Die Quellen für die Erzeugung von Strom europäischer Länder im Vergleich und deren CO2 Ausstoß. Und wo liegt das innovative Deutschland?

    Interaktive Karte europäischer Länder zum Strom Verbrauch anteilsmäßig zu Kernenergie, Geothermie, Biomasse, Kohle, Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft, Pumpspeicher, Batteriespeicher, Erdgas und Öl: Siehe hier …

  • Erster Transatlantik Flug mit Treibstoff aus Abfallresten

    Die britische Regierung hat mit der Fluggesellschaft Virgin Atlantic einen ersten Transatlantik Flug mit dem Treibstoff SAF (Sustainable Aviation Fuel) realisiert. Das hier verwendete SAF sei aus Abfallfetten hergestellt worden. SAF kann u.a. prinzipiell nicht nur aus Frittenfett, sondern auch aus Schlacht- und Fischabfällen sowie Pflanzenölen hergestellt werden.

  • STEAMERGY

    Die Firma Steamergy aus Stralsund, ein innovatives Energie Unternehmen, hat sich auf die Entwicklung und den Bau von Dampfheizkraftwerken spezialisiert, die mit erneuerbaren Ressourcen wie Biomasse, Solarenergie und Geothermie betrieben werden können. Diese Technologie ermöglicht es rohstoffunabhängig Elektrizität und Wärme zu erzeugen. Überschüssige Energie aus Photovoltaik oder Wind wird thermisch mittels der Liquid Salt Technology über Tage gespeichert und bei Bedarf wieder in Strom umgewandelt. Steamenergy stellt vom 28.11.2023 – 30.11.2023 auf der Braubeviale in Nürnberg auf dem Gemeinschaftstand „Innovation Made in Germany“ aus.