Schlagwort: Propaganda

  • Krieg und Medien

    Wird versucht einen Krieg vorzubereiten, kann man zunächst in den Medien lesen und hören:

    Wir wollen den Krieg nicht

    Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung

    Der Führer des Gegners ist ein Teufel

    Wir kämpfen für eine gute Sache

    Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen

    Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich

    Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm

    Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache

    Unsere Mission ist heilig

    Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.

    Anne Morelli

    Anne Morelli schrieb das Buch Principes élémentaires de propagande de guerre in Ahnlehnung an Arthur Ponsonbys Klassiker zur Propagandaforschung.

    Es ist interessant zu beobachten, wie so mancher Journalist nicht wertfrei seine Recherche und Arbeiten zu irgeneinem Thema veröffentlichen kann, sondern vielmehr den üblichen Narrativen folgt. Beängstigend ist dann zu beobachten, wie in Folge die Personen mit diametral entgegengesetzte Sichtweisen, demzufolge oft sehr schnell beschimpft, herabgestuft und gemieden werden.

    Eigentlich ist das alles nicht neu. Neu ist nur der vehemente Anspruch und die Deutungshoheit und Positionierung von Wahrheit und Lüge, (neudeutsch Fake und Hassrede) im Interesse der Regierenden. Die Opposition und so mancher Bürger weden schnell verunglimpft. Dabei ist es die Aufgabe der Opposition seit den Griechen und ihrer Erfindung der Demokratie vor 2500 Jahren, die Herrschenden in Schach zu halten, da die Erfahrung lehrte, das diese all zu schnell nur ihre eigenen Interessen verfolgen und im Klüngel den eigentlichen Souverän übergehen.

    Die Wörter “Populus”, “Volk” und “Souveränität” sind eng miteinander verbunden im Kontext der Politik und Philosophie. Sie beziehen sich auf die Quelle und das Wesen der staatlichen Macht.

    “Populus” (lateinisch):

    Bezeichnet das Volk als eine Gesamtheit von Menschen, die in einem bestimmten Gebiet leben und politisch organisiert sind

    In der Schule waren die Besserwisser schnell verpönt. Heutzutage haben erwachsene Besserwisser in der Politik zahlreiche Tools den anderen zu diffamieren, sei es ihn als Nazi zu bezeichnen oder der Hassrede zu bezichtigen. Das reicht schon als Mittel der Ausgrenzung.

    Und am Narrativ gearbeitet wird mit allen Mitteln.

    Administratoren in sozialen Medien, die z.B. der Verfassungsschutz mittels V-Männern betreibt, zeigen schon die Fragwürdigkeit dieser Behörde. Brisant an der Sache ist, daseinige Fake-Profile der Verfassungsschutzämter gezielt provozieren, hetzen und womöglich sogar strafrechtlich relevante Handlungen begehen könnten.

    Verfassungsschutz Brandenburg betreibt 287 Fake Accounts.

    Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, betreibt der Brandenburger Verfassungsschutz insgesamt 287 sogenannte „Fake-Accounts“ in sozialen Netzwerken. Die Landesregierung hatte die Auskunft zunächst unter Verweis auf das „Staatswohl“ verweigert und lieferte die Informationen erst auf erneuten Druck in Form eines Konfrontationsschreibens nach.

  • Politik und Marketing

    Ja, es ist eine große Frage, eine Frage die Radio Stralsund stellen möchte.

    Es gibt viele Leute, die dankenswerterweise sehr, sehr mißtrauisch sind. Was soll man sich denken unter welcher Prämisse die ersten Marketing Choreographen, wie z.B der Propagandaspezialist Edward Bermays, sowohl für Werbung für Consumer Marketing wie auch Arangements in der Vorbereitung für Kriege in Guatemala gleiche Strategien von Manipulation, Beeinflussung und Fake News (in der Zigaretten Werbung hieß es z.B: rauchen macht schlank), verfolgt haben. Beim erfolgten Putsch in Guatemala hat die United Fruit Company 1954 Bernays beauftragt, den Putsch des damaligen Präsidenten von Guatemala, Jacobo Árbenz Guzmán mit PSYOP Mitteln zu orchestrieren, weil dieser durch seine geplante Landreform die großen Landbesitze von der United Fruit Company in Guatemala gefährdete. Hierzu sind geheim gehaltene Akten mittlerweile öffentlich zugänglich.

    Was für ein Wahnsinn. Leider gibt es diese Horror Geschichten in Südamerika ja zu Hauf. Wir kennen viele Geschichten von beeinflussten Militär Regierungen auf diesem Kontinent, sei es in Chile, Argentien usw. Relativ neu ist der koloniale Einfluss von China über das erpresserische Schulden Szenario, z.B in Ecuador. In den 2000ern machten hier korrupte Politiker wie z.B. Rafael Correa Verträge mit den Chinesen, die quasi einen Ausverkauf der Bodenschätze an China bedeuteten, sie wurden quasi verramscht. Hierzu gibt es eine empfelenswerte Dokumentation: “Ecuador – Mein gestohlenes Land”. Sie begleitet Paul Jarrin, dem Anführer des indigenen Widerstandes. Auch der Journalist und Politiker Fernando Villavicencio spielt hier als Aufklärer von Tausenden von Geheimverträgen zwischen China und Ecuador eine wichtige Rolle. Er wurde 2023 auf offener Straße erschossen.

    Der Irrsinn hat Wurzeln!